Hallo, ich finde Ihren Blog sehr interessant und für „Laien“ gut, die an sich arbeiten möchten. Mein Name ist Krone und ich bin 25 Jahre alt, ich lebe in München. Eine 1, 5 jährige Lebensachterbahn liegt hinter mir in der mein Körper symptomatisch mit dauernder Übelkeit, Magenschmerzen etc reagiert hat. Aktuell hat sich das gelegt aber anstatt nun eine neue Lebensphase zu beginnen, fehlt mir das Vertrauen ins Gute. Und ich mache mir unpassende immer wiederkehrende Gedanken wie Schwangersein (Ich denke: „ich bin schwanger“ obwohl ich weiß, dass das nicht stimmt) oder verletztendes Verhalten. Könnten diese Gedanken auch symbolisch stehen nach dem Motto „mein neues Leben wächst“, aber ich einfach diesen einen Gedanke habe? Wie kann ich endlich wieder zu mir zurückkehren, alle Zweifel ablegen und einfach nochmal neu durchstarten?

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Was hält einen Menschen davon ab, voll zu blühen?

Vielen Dank und lieben Gruß

 

Liebe Krone,

zunächst vielen Dank für die Blumen. Ich freue mich sehr, wenn Sie meine Beiträge als hilfreich erleben.
Ich bin dankbar, wenn Sie mir auch eine Rückmeldung geben zu dem, was ich Ihnen jetzt schreibe.
Sie hatten schwere Zeiten, in denen Ihr Körper klare Symptome von Überforderung zeigte, Sie waren in eine Achterbahn geraten. Nun scheint diese beendet zu sein – aber Ihnen fehlt das Vertrauen, sich wieder voll ins Leben zu begeben. Sie beobachten auch Gedanken bei sich, die nicht den Tatsachen entsprechen und Sie verletzen sich selbst und fragen mich, wie Sie dem Leben wieder voll vertrauen können, um neu durchzustarten.

Vertrauen braucht Zeit

Sie schreiben nicht, wie Ihre Lebensachterbahn konkret ausgesehen hat, ich weiss nicht, was Sie genau erlebt haben. Meine Vermutung ist, dass es nicht nur Gedanken sind, wenn Sie denken „ich bin schwanger“, sondern dass es sich dabei um eine Angst vor einer möglichen Schwangerschaft handelt? Oder wünschen Sie sich eine Schwangerschaft? Es kann sich auch um einen Wunsch handeln. Wie erleben Sie das wenn die Gedanken da sind? Wäre es eher freudig für Sie wenn Sie schwanger wären? Oder wäre eine Schwangerschaft ein unerwünschtes Ereignis? Sie schreiben, dass Ihre Gedanken unpassend seien. Meine Erfahrung ist, dass Gedanken meistens Sinn machen – wenn man sie in einen bestimmten Zusammenhang stellt.

Lernen Sie, auf Ihre Gefühle zu hören

Was ich vermute ist, dass Sie während der Zeit Ihrer Achterbahnfahrt auf „Durchzug“ geschaltet haben, was Ihre Gefühle angeht? Das gute dabei ist: es ist auch wieder erlernbar, darauf zu hören. Wenn wir in Krisensituationen sind, passiert es oft, dass wir Gefühle wie ausschalten. Wenn die Krise dann vorbei ist, stehen uns die Gefühle nicht mehr zur Verfügung und so ist uns ein wichtiger Antrieb und unsere Lebendigkeit abhanden gekommen.

Unterstützung kann sehr wertvoll sein

Aus diesem Grund empfehle ich Ihnen sich unterstützen zu lassen. Auch die Selbstverletzung kann ein Hinweis darauf sein, dass Gefühle unterdrückt sind. Bei manchen Betroffenen ist es Ausdruck von Selbsthass und Selbstablehnung – andere verletzen sich, weil sie Sehnsucht haben, das Leben wieder zu spüren. Wie ist es bei Ihnen? Hier finden Sie wertvolle Informationen zum Thema Selbstverletzung. Ich empfehle Ihnen, sich zur Verarbeitung dieser schwierigen Zeit, die Sie durchmachten, einen Therapeuten zu suchen. Bitten Sie diesen, Sie dabei zu unterstützen, wieder ans Leben anknüpfen zu können, um so wieder Vertrauen sind Leben zu fassen. In dem oberen Artikel sehen Sie, wie Sie am besten einen Therapeuten in Ihrer Gegend finden können. Was ich sehr empfehle ist, jemanden zu finden, der auch eine Ausbildung in NARM hat. Wer unter Aggressionen leidet ist oft nicht zugänglich für Therapeuten, die rein mit Empathie arbeiten. Dazu hat Laurence Heller ein Therapieverfahren entwickelt, das auf den Funktionsweisen unseres Nervensystems basiert.  Die darin ausgebildeten Therapeuten finden Sie beim Ausbilder hier. Glücklicherweise gibt es um München herum einige davon. Und ich wünsche Ihnen viel Kraft dazu, damit Sie Ihre Lebendigkeit wieder aktivieren können.

 

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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