Liebe Shivani, 🎄 meine Frage lautet: Darf ich mich schön anziehen, auch wenn ich im Leben erfolglos bin? Ich habe schon öfters gemerkt, dass ich offenbar hübsch oder attraktiv wirke, wenn ich mich darum kümmere. Menschen sprechen mich dann vermehrt an oder interessieren sich für mich. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich den Erwartungen nicht entspreche, die ich offenbar wecke. Ich sehe dann im Gesicht des Gegenübers, dass ich doch nicht so interessant bin, wie zuerst gedacht. Ein Mann hat mir das sogar mal gesagt, dass er meine Ausstrahlung zuerst toll fand, aber bei näherem Kennenlernen hätte es dann doch nicht für’s Verlieben gereicht. Ich fühle mich manchmal wie eine Verpackung, die zu hübsch ist für das, was letztendlich „drin“ ist. Das hat dazu geführt, dass ich mich eine zeitlang möglichst „Graue-Maus-artig“ angezogen habe. Dazu kommt, dass es in meiner Familie verpönt war (ich bin erwachsen), sich zu schminken oder „aufzudonnern“. Ich glaube, ich wäre aber der Typ, dem so etwas steht. Eigentlich weiß ich von meinem Verstand her, dass es falsch sein muss, sich auch noch schlecht anzuziehen, wenn man sowieso schon wenig von sich hält. Aber ich kann das Ganze nicht durch einen konstruktiven Gedanken ersetzen. Wenn ich mich hübsch mache, komme ich mir vor wie eine Hochstaplerin. Vielleicht können Sie mir irgendwie weiterhelfen?

Schöne Weihnachten wünscht Ihnen
Rebekka aus Bietigheim
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Wie kommt das eigene Potenzial zum Erblühen?

Liebe Rebekka,

vielen Dank für die Weihnachtswünsche. Ich habe schöne Tage mit der Familie und auch alleine verbracht. Sie schreiben mir, weil Sie immer wieder einen Unterschied zwischen Ihrem Erleben und Ihrer äußeren Erscheinung wahrnehmen. Sie fühlen sich weder den Reaktionen von außen gewachsen, noch empfinden Sie es selbst als stimmig, wenn Sie sich hübsch machen, Sie kommen sich wie eine Hochstaplerin vor. Sie suchen nach einer Lösung und fragen mich hier um Unterstützung.

Wen möchten Sie um Erlaubnis fragen?

Aus meiner Sicht ist Ihre Schilderung ein ganz schönes Durcheinander. Als erstes fällt mir auf, dass Sie Ihre eigene Position im Leben noch nicht gefunden haben. Mir scheint, da fehlt die Sicherheit zu sagen: „Das ist mein Platz im Leben, das bin ich!“ Dieser Platz kann auch täglich wechseln, kann sich verändern, aber es sollte Ihr Platz sein. Mir fällt auf, dass Sie sehr auf das Außen orientiert sind, also auf die anderen: Sie nehmen wahr, wie die Erwartungen der anderen sind, dass andere enttäuscht sind, dass die anderen sich nicht verlieben oder welche limitierenden Vorstellungen Ihnen von Ihren Eltern übergestülpt wurden. Ich frage Sie: „Was wollen Sie?“ Sie brauchen doch niemanden um Erlaubnis zu fragen, es reicht wenn Sie mit sich zufrieden sind.

Wie ein Fähnchen im Wind

Wenn Sie sich weiter so wie bisher am Außen orientieren, an den anderen orientieren, wirken Sie wie ein Fähnchen im Wind. Sie können von den anderen gar nicht als Rebekka wahrgenommen werden, weil Sie aus einem Haufen Vorstellungen anderer Menschen bestehen. Was ich Ihnen empfehle ist, dass Sie beginnen, herauszufinden was Ihre eigenen Bedürfnisse sind. Beginnen Sie, herauszufinden wie Sie sich selbst kleiden möchten – entsprechend Ihren täglichen Stimmungen und Gefühlen. Experimentieren Sie damit, werden Sie spielerisch damit. Suchen Sie sich Gefährtinnen und Gefährten, die Sie darin unterstützen. Lassen Sie nur Menschen an Ihrer Seite zu, die Sie so wahrnehmen wie Sie sind – und Ihnen nicht ihre Vorstellungen überstülpen. Finden Sie heraus, wo es Spaß macht, sich einzukleiden, mit wem es Spaß macht, was Sie dazu brauchen, damit es Spaß macht.

Lassen Sie die Freude Ihren Kompass sein

Wenn Sie die Freude als Kompass nützen, die Ihnen sagt wann Ihre Bedürfnisse erfüllt sind, dann werden Sie ausserdem für andere zum Magneten. Dann ziehen Sie andere an, die auch zu sich und ihren Bedürfnissen stehen. Dann können Sie mit einem Lächeln die blöden Gesichter der anderen an sich vorbeiziehen lassen oder diese vielleicht sogar damit gewinnen.  Wenn Sie sich selbst lieben ist es ganz egal, welche Kleidung Sie tragen, ob Sie geschminkt sind oder nicht, ob Sie sich sexy anziehen oder nicht, ob Sie in Sack & Asche gehüllt sind oder in feine Tücher.
Und wie justieren Sie diesen Kompass?

In unserer Kindheit besitzen wir oft noch diese Fähigkeit, die jedoch im Laufe unseres Lebens verschüttet wird. Die gute Nachricht ist: wir können diesen inneren Schatz auch wieder heben. Ich bin davon überzeugt, dass Sie genau wissen wovon ich spreche und dass Sie sich zumindest an einzelnen Momente erinnern können, da Sie aus sich selbst heraus Spaß hatten. Der erste Schritt ist, dass Sie erkennen wo Sie stehen und für sich festlegen wo Sie hinmöchten. Entweder meine Zeilen helfen Ihnen spontan, Ihren inneren Schatz wieder zu heben, oder Sie holen sich dafür Unterstützung von einem Coach oder Therapeuten. Jetzt gerade ist ausserdem eine tolle Gelegenheit: Im Januar gibt es das Angebot, den humantrust (eine online Coaching Community) KOSTENLOS kennen zu lernen – ganze 4 Wochen lang. Es gibt einen Kurs myLife – dieser kann Ihr Schlüssel sein für die Potenzialentfaltung, die Sie sich wünschen. Der Kurs startet am 9. Januar und dauert eine Woche lang. Wenn Sie ab Februar weiter Mitglied bleiben möchten, besteht diese Möglichkeit. Und wenn Sie dies über meinen Link buchen und den Gutscheincode „Shivani“ verwenden, erhalten Sie die Mitgliedschaft später um 10 % reduziert.

Was will aus Ihnen heraus gelebt werden?

Egal wie Sie sich entscheiden: Ich wünsche Ihnen viel Kraft dazu und viel Spaß dabei, sich neu zu entdecken. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre Lebensfreude aktivieren und für andere zum Magneten werden, weil Sie wissen wo Ihr Platz im Leben ist und von den Reaktionen im Außen unabhängig sein können. Ich wünsche Ihnen, dass Sie herausfinden wie Sie sich im Außen darstellen möchten. Vielleicht ist das ja am einen Tag ein schön geschminktes Gesicht – vor allem im Angesicht Ihrer Verwandtschaft? – und am anderen Tag gehen Sie sogar ungewaschen aus dem Haus.

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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