Guten Abend Shivani, ich möchte Ihnen folgende Frage stellen: Wie kann ich mit meiner Kinderlosigkeit umgehen, wenn die meisten Bekannten Kinder haben? Ich hatte auch gerne Kinder gehabt, hatte aber keinen Partner. Nun ist meine „biologische Uhr“ leider abgelaufen. Da man im Alltag oft auf das Thema stößt, wird natürlich oft Salz in die Wunde gestreut. Sei es, dass ich auf einem Fest gefragt werde, ob ich Kinder habe. Sei es, dass mir ins Gesicht gesagt wird, ich hätte ja Zeit, x und y zu tun, denn ich hätte keine Kinder. Oder natürlich dass ich bei Gesprächen über die Kinder ausgeschlossen bin. Ich erhalte auch nicht die Wertschätzung, die Mütter erhalten. Nun, ich habe dieses Schicksal ja nicht gewählt. Ich finde es sehr schwer, damit unter Menschen zu sein, denn der Schmerz wird so immer wieder aufgerissen. Aber ich denke, Rückzug ist natürlich auch nicht die richtige Konsequenz. Ich suche nach einem Weg, ein Scheitern in mein Leben zu integrieren. Wie macht man das? Viele Grüße Marlene
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Liebe Marlene,

Sie hätten gerne Kinder gehabt und weil Ihre biologische Uhr abgelaufen ist, sind Sie sicher, dass Sie kinderlos bleiben werden. Nun stellen Sie im Alltag fest, dass dies Sie tief schmerzt – vor allem wenn das Thema auf dem Tisch liegt. Ratschläge bekamen Sie schon genügend vom Umfeld – Sie sollen doch froh sein weil Sie genügend Zeit für sich hätten. Sie fühlen sich bei dem Thema außerdem ausgeschlossen und vermissen die Wertschätzung, von der Sie wahrnehmen, dass Mütter sie bekommen. Sie spüren dann einen großen Schmerz und fragen jetzt, wie Sie damit umgehen können.

Ein Schritt nach dem anderen

Als erstes finde ich es mutig, dass Sie sich mit Ihrem Schmerz hier melden, das ist schon der erste Schritt. Viele Betroffene Frauen versuchen genau diesen Schmerz einfach zu unterdrücken. Mein Ratschlag an Sie: trauern Sie zunächst darum, dass Sie nicht Mutter sein können, lassen Sie den Schmerz und die Trauer darum zu. Die Wahrheit ist, dass es keine Erfahrung im menschlichen Leben gibt, die Ihnen die fehlende Mutterschaft ersetzen kann. Was Sie jedoch tun können ist, sich zu fragen, welches Bedürfnis hätten Sie erfüllt, wenn Sie Mutter wären? Wofür würden Ihre Kinder stehen? Für Lebendigkeit? Dafür, dass Sie etwas weitergeben können? Wenn Ihnen das klar ist, dann können Sie entscheiden, ob es gut für Sie ist, ohne Lebendigkeit zu leben, ohne etwas weiterzugeben, ob diese Bedürfnisse durch andere Möglichkeiten in Ihrem Leben bereits ihren Platz haben – oder ob Sie diesen einen neuen Platz geben werden. Und wie wäre es, wenn Sie ausprobieren, dass Sie die Wertschätzung, die Sie sich wünschen, einfach an andere weiter geben? Was meinen Sie, was dann passiert?

Was wollen Sie vom Leben?

Die Beschäftigung mit dieser Frage könnte Ihrem Leben sogar eine ganz neue Ausrichtung geben. Viele Menschen leben einfach nur automatisch das was als Anforderungen an sie von außen kommt, ohne dass sie bewusst das Steuer in die Hand nehmen. Wie haben Sie gelebt? Wie möchten Sie leben? Was wollen Sie jetzt neu umsetzen? Vielleicht setzen meine Fragen bei Ihnen einiges in Gang, vielleicht wünschen Sie sich auch Unterstützung dabei. Ich empfehle Ihnen, das Online-Webinar Boot Camp von Veit Lindau zu buchen, da können Sie Ihrem Leben eine neue Richtung geben. Falls Sie persönliche Unterstützung wünschen, dürfen Sie sich auch gerne bei mir melden, ein Online-Coaching per Skype zu diesem Thema kann ich Ihnen anbieten egal wo Sie wohnen.

Und ich wünsche Ihnen Viel Kraft dazu und viel Spaß dabei.

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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