Eine neue Lebensfrage ist eingetrudelt…

Guten Abend Shivani Allgaier, ich habe die „Lebensfragen“ gelesen und mir ist sofort auch eine Frage eingefallen. Ich wurde als junge Frau von einer Person in meiner Familie gemobbt. Damals erkannte ich es nicht als Mobbing, sondern ich dachte, ich würde zu Recht verhöhnt und nicht ernst genommen. Ich habe mir sozusagen die Kritik der Mobberin zu Herzen genommen. Das Ganze ging über einen Zeitraum von ca 3 Jahren. Ich habe damals kein starkes Selbstwertgefühl entwickeln können, weil ich ja dachte, ich sei nicht ok, so, wie ich bin. Noch heute geht es mir so, dass ich in meinem Kopf „höre“ wie ich ausgelacht werde, wenn ich bestimmte Kleidung trage oder mich auf diese und jene Weise verhalte. Die Mobberin hat längst vergessen oder verdrängt, wie sie mich behandelt hat. Sie behandelt mich inzwischen gut. Sie hat aber auch Erfolg gehabt, denn sie hat mich ein Stück weit aus der Familie hinausgedrängt. Ich weiß nicht, wie ich ihre Stimme aus meinem Kopf bekommen soll. Ich merke, dass ich zutiefst verunsichert bin, weil ich mit abwertenden Kommentaren rechne bei allem, was ich tue. Wie geht man mit den Spätfolgen von Mobbing um?  Monika

Liebe Monika,

von einer Frau wurden Sie aus der Familie „gebissen“. Eine Frau aus der Familie hat sie abgewertet – und damit verbalen Aggressionen ausgesetzt. Sie merken jetzt, dass Sie diese Aggressionen in sich tragen – die Angreiferin hingegen scheint alles vergessen zu haben. Nun Bitten Sie hier um Rat wie Sie mit diesen  Spätfolgen umgehen können.

Im Märchen Schneewittchen geht es darum, welche Auswirkungen abwertendes Verhalten auf Menschen hat.

Was Sie erlebt haben ist schlimm. Sie schreiben nicht, um wen es sich in der Familie handelt – ob das Ihre Mutter, Großmutter, Schwester, Tochter, eine Tante oder sonst ein Familienmitglied ist. Was Sie erleben ist das, was im Märchen von Schneewittchen und den sieben Zwergen als Mythos dargestellt ist: Sie haben in den vergifteten Apfel gebissen, ihn geschluckt – und nun haben Sie das Gift in sich – sie warten regelrecht auf die Abwertungen. Ich empfehle Ihnen, das Buch „Weiblicher Narzissmus“ von Bärbel Wardetzki zu lesen. Darin ist die gesamte Interpretation des Märchens und auch weitere Informationen und Gedanken zu dem was Sie erlebt haben.

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Nahrung kann Kraft geben- oder giftig sein, genauso wie Beziehungen.

Wie können Sie wieder in Ihre Kraft kommen?

Jetzt stelle ich mir vor, dass es Sie Kraft kostet, in Ihrem Inneren die ehemaligen Abwertungen ständig vorweg zu nehmen? Die Qualität von Interaktion ist entweder aufbauend – oder aber abbauend. Wenn Sie jemand heute schlecht behandelt, dann können Sie „nein“ sagen und sich wehren oder die Begegnung beenden. Damals konnten Sie das nicht. Die vergiftete Interaktion von damals spielt sich ja immer noch in Ihrem Inneren ab. Bisher konnten Sie diesen inneren Dialog nicht verändern. Sie haben diesen verinnerlicht so wie die Grammatik Ihrer Muttersprache. Sie möchten aber etwas daran verändern. Ich rate Ihnen dazu, jemanden aufzusuchen, der sich darin auskennt, diese tiefen Verletzungen auszuheilen. Das kann jemand sein, der mit Ihnen in Trance arbeitet – also ein Hypnosetherapeut oder jemand, der Techniken anwendet, mit denen er den Streß aus dem Körper löst – so wie zum Beispiel BodyTalkSystem. Bitte lassen Sie sich unterstützen – alleine sind Sie damit überfordert. Sie werden sehen, dass Sie dadurch mehr Selbstbewusstsein empfinden können und Sie auch mehr Kraft im Alltag zur Verfügung haben.

Wie sehen die Beziehungen in Ihrer Gegenwart aus?

Was dies zusätzlich noch unterstützen kann ist ein Umfeld, in dem Ihnen wertschätzend begegnet wird. Leben Sie in wertschätzenden Beziehungen? Wenn ja, dann gratuliere ich Ihnen sehr – das ist gar nicht selbstverständlich – dann dürfen Sie dankbar sein. Wenn nein, empfehle ich Ihnen eine Jahresmitgliedschaft im Human Trust – dort können Sie wertschätzende Interaktionen als neue Grammatik aufsaugen, einfach nur dadurch, dass Sie kontinuierlich möglichst wöchentlich den Life-Webinaren oder den Aufzeichnungen folgen. Sie können dadurch auch Ihre Würde wieder zurückholen und sich Ihren Platz innerhalb der Familie wieder zurückholen. Und der steht Ihnen zu. Gehen Sie dafür – und ich wünsche Ihnen viel Kraft dazu.

Sie haben auch eine Frage? So können Sie diese stellen.

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Bild: Shivani Allgaier (cc)

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