Liebe Shivani Allgaier, ich bin Mitte 30 und lebe in der Nähe des Bodensee. Sie haben eine Frage zum Thema Geld beantwortet. Kann ich daran anknüpfen? Ich habe eine Freundin, die von der Familie her genug Geld hat, um nicht arbeiten zu müssen. Wenn ich nun morgens im Bus sitze und zur Arbeit fahre, denke ich an die Menschen, die von ihrem Vermögen leben. Ich finde nicht, dass ich dafür selbst verantwortlich bin, und ich kann deren Freiheit auch nicht erlangen. Ich fühle mich eigentlich wie eine moderne Sklavin, die sich der Arbeitswelt verkaufen muss. Wie soll ich mich nun wieder geborgen fühlen, nachdem mir die Ungerechtigkeit einmal klar geworden ist? Leider ist das Thema sehr tabuisiert und man darf so etwas fast nicht sagen, aber bei Ihnen traue ich mich jetzt mal :).  Helena

Liebe Helena,

Sie empfinden es als ungerecht, dass eine Freundin nicht arbeitet, weil sie vom Geld der Familie lebt – Sie hingegen diese Freiheit nicht erlangen können, weil Ihre Familie Ihnen das nicht ermöglicht. Sie fahren täglich zur Arbeit. Sie fühlen sich wie eine moderne Sklavin und vermissen Geborgenheit.

img_1523
Neid raubt Kraft – er ist eine schlechte Wachstumsbedingung.

Zunächst danke ich für Ihr Vertrauen, dieses Tabuthema hier zu stellen. Was ich in Ihren Zeilen spüren kann ist ganz viel Frust, Schmerz, Trauer und ein tabuisiertes Gefühl: Neid.  Diese Gefühle nagen an Ihnen und rauben Ihnen vermutlich ganz viel Kraft. Sie stecken im Hamsterrad fest und sind zur Sklavin des Geldes geworden – dabei sollte das Geld doch ihre Sklavin sein, es sollte Ihnen dienen und nicht anders herum.

Entscheidende Frage

Haben Sie sich bereits die Frage gestellt, was Sie mit dem Geld machen würden, so Sie es hätten? Was würden Sie damit tun? „Nicht mehr arbeiten.“ ist keine Antwort auf meine Frage. Wenn das Ihre Antwort wäre, dann sind Sie eindeutig auf der Flucht, dann haben Sie aber kein Ziel vor Augen.

Woher kommt der Frust?

Ich frage mich zum einen, ob Ihr ganzer Frust tatsächlich aus diesem Unterschied resultiert, dem Sie ihn zuschreiben? Ja, es ist anstrengend, täglich früh aufzustehen, sich auf den Weg zur Arbeit zu machen und dort tagein, tagaus einen guten Job zu machen. Es ist anstrengend, sich einzubringen, mit anderen zu ringen und womöglich nichteinmal die Anerkennung zu bekommen, die man dafür verdient hätte. Und dann bekommen Sie nichteinmal genügend Geld dafür, zumindest nicht soviel wie Sie bräuchten. Sie möchten sich geborgen fühlen – wo suchen Sie diese Geborgenheit? Womöglich suchen Sie an der falschen Stelle? Was machen Sie mit dem Geld? Welche Bedürfnisse erfüllen Sie sich mit dem Geld? Gibt Geld Ihnen wirklich Geborgenheit?

Welche Botschaft hat der Neid für Sie?

Ich empfehle Ihnen, sich klar darüber zu werden, was Sie wirklich wollen. Welches sind die Bedürfnisse, die Sie mit dem Geld erfüllen möchten? Wenn Ihnen das klar ist, dann verändert sich Ihre Motivation. Vielleicht zeigt Ihnen der Neid ja nur, das da jede Menge ungelebtes Potenzial in Ihnen schlummert, das entdeckt werden möchte. Wie wäre das: Sie sind nicht mehr neidisch – Sie kennen Ihr eigenes lebendiges Potenzial und haben Freude daran, es umzusetzen. Wenn Sie sich Hilfe dazu wünschen, lassen Sie sich durch ein gutes Coaching unterstützen – oder durch ein gutes Online-Coaching,  dazu empfehle ich Ihnen den Kurs „Guter Reichtum“ von Veit Lindau. Oder Sie buchen gleich das Jahrescoaching im Human Trust, in dem „Guter Reichtum“ enthalten ist.

Produkte dazu bei Amazon:

Ich freue mich wenn Sie den Artikel auf Facebook, Twitter, Google+ oder per Email weiterempfehlen.

… oder einen Kommentar hinterlassen

.… oder die neuen Artikel per RSS abonnieren.

Bild: Shivani Allgaier (cc)

Advertisements