Vor einigen Wochen hat mich  Claudia angefragt. In ihrem Blog gab es ein Motto, zu dem sie annahm, dass ich etwas zu sagen hätte. Einen Beitrag zur Yoni-Woche wünschte sie sich. „Über die Yoni?“, dachte ich. „Jetzt bin ich gerade froh, dass ich durch die Bücher von Diana Richardson so einiges über Bord werfen konnte, das ich über die Jahre an sexuellen Konditionierungen angesammelt hatte.“ Nach ein wenig Stirnrunzeln beschloss ich, nicht lange zu überlegen, sondern einfach zu schreiben.

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen
Blüten sind die Fortpflanzungsorgane der Pflanzen

Ich will lieber richtigen Sex!

Heute ist es für mich zum Alltag geworden. Das hört sich gewöhnlich an – obwohl es immer noch etwas Besonderes ist. Zum ersten Mal erfuhr ich von der „langsamen Liebe“ aus dem Buch „Zeit für Liebe“ von Diana Richardson. Während ich hier schreibe habe ich die Stimmen meiner Freundinnen im Kopf. Die einen sind neugierig – die anderen ziehen mich auf – nicht wissend was ich erlebe. Sie ziehen den „richtigen Sex“ dem „Langsamen“ – langweiligen wie sie meinen – vor.

Das was ich da lese möchte ich erleben.

Was ich in den Büchern von Diana Richardson las wollte ich erleben. Magnetische Anziehung. Verbundensein. Glückseligkeit. Ekstase. Stundenlang. Friedvoll. Liebe machen. Diese Worte machen mich neugierig. Sie beschreibt darin wie der männliche und der weibliche Körper funktionieren. Ich hatte eine Gebrauchsanweisung in meinen Händen. Dass es funktionieren würde, was sie sagte – da war ich mir sicher. Keines der Bücher, die ich vorher je über Sex gelesen hatte konnte mich so sehr beeindrucken. Interessant fand ich vor allem, dass auch ihre geistigen Lehrer – Osho und Barry Long – mich nicht derart ansprechen konnten wie es die Schriften dieser Frau vermochten. Woran das wohl liegen könnte?

Und was steht jetzt in den geheimnisvollen Büchern?

Der Körper lügt nicht. Der normale Zustand zwischen Mann und Frau ist, dass sie sich anziehen wie zwei Magnete. Ist dies nicht der Fall ist die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr groß dass uns Wissen fehlt – über den Körper des anderen Geschlechts – und vor allem über unseren eigenen Körper. Was Diana Richardson beschreibt sind geheime Schlüssel, mithilfe derer dieser Magnetismus erweckt werden kann. Was passiert, wenn nun die zwei Pole dieser Magnete zusammen kommen ist genau das was den konventionellen Sex vom Langsamen unterscheidet. Wenn sie über die Unterschiede zwischen Mann und Frau spricht, dann meint sie ganz andere Unterschiede, über die ich bisher gehört oder gelesen hatte. Einige der Gesetzmäßigkeiten und Schlüssel für die magnetische Liebe spricht sie in dem Interview an, das Anna-Maria Zurhorst mit ihr führte:

Sie räumt in ihren Büchern auch mit vielen Vorurteilen auf. In den Büchern erwarten Sie außerdem viele Themen von Brisanz wie z.B. Mythen über die männliche Erektion, die Antwort auf die Frage ob Frauen weniger Verlangen nach Sex haben als Männer, was es mit dem Orgasmus auf sich hat, was sie empfiehlt um ein Kind zu zeugen, wie man seine Anziehung erhöhen kann und vieles mehr.

Wie erlangt man Körperpräsenz?

Dass ich für das was Diana und Michael Richardson in ihren Making Love Retreats weitergeben zu erleben nicht monate- oder gar jahrelang üben mußte, verdanke ich Yoga der Stille. Die Körperpräsenz, die im Satsang erfahrbar ist – genau darum geht es beim Slow Sex. Es geht darum, vollkommen im Moment zu sein, es geht darum, das Jetzt zu genießen – ganz im jetzigen Augenblick zu sein.

Ich weiß, dass Madhukarji es anders meint wenn er sagt: „Silence is sexy“ – es geht nicht (nur) um Sex. Es geht darum, dass dieser Augenblick sexy ist, weil in dieser Präsenz eine unwiderstehliche Anziehung ist. Krisna bedeutet wörtlich übersetzt „der Anziehende“. Krisna ist hier – er ist immer hier. Es geht nicht (nur) um Sex – sondern um jeden Augenblick – aber wenn es um jeden Augenblick geht, dann gehört auch Sex dazu. Wenn mir meine Art wie ich Liebe mache auch noch hilft, das zu leben was mir am wichtigsten ist – dann ist das wunderbar. Und meine Erfahrung ist definitiv: yes, silence is sexy! In der Stille selbe Anziehung, selbe Präsenz, selbe Glückseligkeit, selbe Ekstase wie beim Liebe machen. Ich mag es eher anders herum formulieren. Beim Liebe machen selbe Anziehung, selbe Präsenz, selbe Glückseligkeit, selbe Ekstase wie im Yoga der Stille. Und dafür braucht es keinen Partner – die Bereitschaft für eine Offenheit für das Jetzt genügt.  Hier geht es zu den Terminen Yoga der Stille

Und was ist jetzt mit richtigem Sex?

Es gibt auch guten konventionellen Sex, das kann auch Freude machen. Diana Richardson sagt, dass er aber auch ein schales Gefühl hinterlässt, dass langfristig Trauer im Körper entsteht, dass es den Körper auslaugt, dass es Frustration zwischen den Partnern schafft, dass sich beide verloren fühlen, dass man sich müde fühlt danach, dass es auch im Zusammenhang mit unangenehmen Gefühlen steht, dass der Körper abstumpft. Von der langsamen Liebe jedoch sagt sie, dass Frauen wie Männer begeistert ausrufen, danach hätten sie sich immer schon gesehnt.

Konnte ich Sie neugierig machen?  

Wenn Sie sich für Slow Sex interessieren habe ich drei Angebote für Sie. Zum einen ein Seminar, das in der Gruppe stattfindet. Zum anderen ist es auch möglich, dass ich Sie zusammen mit meinem Partner als Paar oder Einzelperson individuell begleite. Auf jeden Fall jedoch empfehle ich Ihnen, die Bücher von Diana Richardson zu studieren. Ja, studieren Sie sie. Es genügt nicht, sie nur zu lesen. Seite um Seite gilt es aufzusaugen und umzusetzen. Das Wissen muss zu Erfahrung werden. „Und wer ist der Lehrer?“ mögen Sie denken. Ich könnte jetzt sagen: „Diana Richardson – aber ich mag die Autorin selber zitieren, die ziemlich oft davon schreibt wer ihr eigener Lehrer war: „Laß das Danach Deinen Lehrer sein!“ Sie empfiehlt keine Techniken. Was sie vermittelt ist Wissen wie der männliche und der weibliche Körper funktionieren. Was sie weitergibt sind ihre eigenen Erfahrungen. Und sie empfiehlt nach dem Testen zu entscheiden was für einen selber wichtig ist. Und das rate ich Ihnen auch. Entscheiden Sie selbst welches der richtige Sex für Sie ist.

Achja – was wurde denn aus dem Gastartikel für Claudia? Heraus kam ein Text, der bei womanessence zu lesen ist: Gestatten – mein Name ist Yoni. Ein Blog übrigens für wilde, selbstbestimmte Frauen – sehr kraftvoll und  liebevoll gestaltet. Danke Claudia für Deine Anfrage für den Gastartikel – von mir aus wäre ich nicht darauf gekommen.

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Foto: Shivani Allgaier

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