Schon Ende letztes Jahr schickte mir Dirk Beckmann wieder eines seiner Bücher zu – sein Neuestes. Die Zick-Zack-Linie. Ein Buch, das von der Bewegung handelt. Er ist ein wirkliches Experte auf seinem Gebiet – ein wahrer Bewegungsexperte.

Hier können Sie einen Blick ins Buch werfen, präsentiert vom Autor selber: „Wenn Sie das Thema Rückenbeschwerden los werden wollen und auch das Thema Hexenschuss aus Ihrem Leben verbannen wollen, kann ich dieses Buch nur empfehlen.“, so empfiehlt der Autor im Video. Doch was ist mein Eindruck vom Büchlein?

Ich habe es gelesen… und für gut befunden.

Das neue von Dirk Beckmann
Das neue von Dirk Beckmann

Ich stelle fest, dass es mich in letzter Zeit immer ärgert, wenn mir jemand sagt: „Ich finde es gut.“ „Was denn genau?“ frage ich mich dann. Denn was ein anderer gut findet muss mir selber ja noch nicht gefallen. Als erstes spricht mich persönlich die blaue, klare Farbe des Einbandes an – vor allem die Kombination mit dem Schwarz. Als zweites fällt mir auf, dass ich es gerne anfasse. Kaum habe ich das Büchlein durchgelesen fällt mir auch schon auf, dass die einzelnen Bilder am rechten Rand einen gewissen Sinn machen. Hätte ich auch früher merken können: ein Daumenkino, was ich als Kind sehr liebte. Die Zick-Zack-Linie in Aktion ist dabei zu sehen. Zum Glück sind die Seiten auch dick genug, damit sie nicht so schnell ausleiern dabei. Und begleitet wird es von einem jubelnden Geräusch, das durch die Textur des Papiers entsteht.

Und der Schreibstil?

Die Zick-Zack-Linie ist ein Übungsbuch, um die Zick-Zack-Linie schriftlich anzuleiten. Es sind auch sehr viele Informationen enthalten über funktionales Bewegen. Übungen und Information bilden eine in sich verbundene Einheit. Nichts wirkt abrupt, beides baut logisch aufeinander auf. Der Text liest sich spritzig leicht, es wird nicht langweilig, sondern der Schreibstil mach Lust auf mehr.

Was steht inhaltlich drin?

Nur Übung macht den Meister...
Nur Übung macht den Meister…

Der Autor holt weit aus und schafft es dennoch, bei der Essenz dessen zu bleiben was ihm wichtig ist. Eine kleine Geschichte des Sports und der Bewegung, Sie erfahren das Wichtigste über die Faszien und wozu unsere Muskulatur – außer für die Bewegung – sonst noch gut sein soll. Sie erfahren einiges über Bewegungsprinzipien, die er von seinem geizigen Lehrer, Dr. med. Flury übernommen hat. Schließlich baut er didaktisch sehr schlüssig den Bewegungsablauf der Zick-Zack-Linie in einzelnen Übungen auf. Dabei erfahren Sie auch noch einiges über Säuglinge und warum Übung Sie zum Meister macht. Was mir sehr gefällt: wenn auch viel Theorie im Buch verarbeitet ist – diese ist nicht hohl, sondern kommt merklich aus praktischer Erfahrung – und das ist sehr, sehr wertvoll.
Hier fand ich auf der Homepage eines Zürcher Arztes ein Interview mit Dr. med. Flury – diesem anerkannten Anwender des Rolfing: Geplauder mit Hans Flury.

Es geht dabei auch um Ihr Gehirn

Lernen findet ja im Gehirn statt, bzw. dort wird es verarbeitet. Wenn Sie damit beginnen, sich funktional zu bewegen wird sich Ihr Gehirn verändern. Und zwar nicht schnell – sondern langsam. Ich mag dazu sehr die Veröffentlichungen von Dr. Dr. Manfred Spitzer. Der Ulmer Mediziner und Lernspezialist hat die Ergebnisse der Lern- bzw. Hirnforschung so veröffentlicht, dass sie sehr gut verständlich sind. Eines seiner Videos „Weise im Alter“ erklärt, woran es liegt, dass ältere Menschen – die wir ja mit den Jahren als „Meister“ bezeichnen könnten – dennoch Jüngeren überlegen sein können – obwohl diese schneller lernen. Woran das wohl lieg? Sehen Sie selbst:

Auch im Buch „Zick-Zack-Linie“ erfahren Sie, warum ein alter Meister den Jungen überlegen sein kann. Erfahrung macht den Meister!

Und mein Fazit zur Zick-Zack-Linie?

Bisher habe ich einige wenige der Übungen ausprobiert. Dirk Beckmann verspricht müheloses Bewegen beim Arbeiten im Garten und Freude bei allen Bewegungen. Soweit ich das einschätzen kann geht es bei den Übungen darum, mehr Körperpräsenz zu bekommen. Wie soll das gehen? Ich bin nicht in allen Fällen die Autodidaktin, sondern lerne Neues gerne mit einem Lehrer. Dabei suche ich mir immer einen, der sein Fach auch wirklich liebt – dann ist Lernen leicht. Ich habe den Eindruck, dass Dirk Beckmann so einer ist. Wenn er näher wohnte wäre ich gleich dabei.

Mehr über Dirk Beckmann und seine Arbeit finden Sie auf seiner Webpräsenz Equilibrium State.

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Das Yoga-Bild stammt aus einem Retreat des Yoga der Stille, Termine gibt es hier.
Bilder: Shivani Allgaier

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