Bild: privat

Sehr oft haben Erektiosnsstörungen ihren Ursprung in der Psyche – dann sind Sie bei mir in der Praxis richtig. Aber das kann durchaus auch an Medikamenten liegen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, vielleicht ist darüber Ihre Manneskraft wieder zu stärken!

Potenz und Medikamente

Die Erektionsfähigkeit hängt ganz eng mit guten Gefäßen zusammen. Deshalb sind sowohl Alter als auch kardiovaskuläre Erkrankungen der Feind der männlichen Potenz. Da liegt es nahe, dass  Männer mit Hypertonie, Diabetes, zu viel Cholesterin im Blut oder bereits einer manifesten Atherosklerose oft deutliche Probleme im Bett haben. Wenn Mann dann viele Medikamente gegen die Gefäßerkrankung nimmt  überrascht es kaum, dass Mann mit vielen Medikamenten auch über eine wenig erfreuliche Potenz klagt. Eine Studie von Urologen aus Los Angeles legt nahe, dass dies nicht der einzige Grund sein könnte: Offenbar beeinträchtigt die Polypharmazie (Einnahme von mehreren Medikamenten) auch direkt die Erektionsfunktion. Die Ärzte um Dr. Diana Londono analysierten In der Untersuchung die Daten einer Befragung von knapp 38.000 Männern im Alter von 45 bis 69 Jahren. Sie wurden über Anzahl und Art ihrer Medikamente genauso befragt wie über ihre erektile Funktion und ihre sonstigen ihnen bekannten Krankheiten.

Die Ergebnisse der Studie

Die Hälfte aller Männer konnten die Frage bejahen, ob sie immer in der Lage seien, eine so starke Erektion zu bekommen, dass ein Geschlechtsverkehr möglich ist, die keine bis maximal zwei Medikamente nahmen. Noch 43 % konnten hierzu ja sagen wenn sie drei bis fünf Medikamente nahmen und auf 35 % sank das Ergebnis wenn die Männer zwischen sechs bis neun Medikamente nahmen. Bei zehn oder mehr Medikamenten sank es auf 24 % ab. Männer, die zehn oder mehr Medikamente nehmen haben also eine vierfach erhöhte Rate einer erektilen Dysfunktion (ED). Oft sind diese Männer auch übergewichtig. Vielleicht ließen sich die Männer zum Abnehmen motivieren wenn sie wüsten, dass sie dann auch wieder mehr Spaß im Bett haben können?

Nicht nur den Bauch abspecken…sondern auch weniger Medikamente nehmen!

Die Ergebnisse wurden in einem zweiten Schritt noch verfeinert ausgewertet. Die Forscher bezogen alle bekannten Faktoren mit ein (vor allem die üblichen kardiovaskulären Risikofaktoren), die eine ED begünstigen. Doch auch wenn diese in der Berechnung berücksichtigt wurden, ergab sich  ein immer noch fast zweieinhalbfach erhöhtes ED-Risiko bei einer Polypharmazie mit zehn und mehr Medikamenten. Das Team um Londono folgert daraus, dass ED-Patienten nicht nur den Bauchspeck, sondern auch mal die Anzahl der Medikamente abspecken sollten. Das Absetzen bestimmter Mittel oder eine Umstellung der Medikamente könnte vielleicht schon einiges zur Potenzsteigerung beitragen.

Quelle: Londono D C et al. Population-based study of erectile dysfunction and polypharmacy. BJU 2011; published online 15.11.11. doi:10.1111/j.1464410X.2011.10761.x
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