„Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten!
Nahezu nichts ist fremd.
Eines schließt sich ja dem anderen an und schmückt,
mit ihm vereinigt, dieselbe Welt.“ 

(Marc Aurel)

Ein Wattestäbchen und die eigene Nase könnten in Zukunft beim Brustkrebs-Sreening helfen. Japanische Forscher entdeckten nämlich einen Zusammenhang zwischen klebrigem Ohrenschmalz, unangenehmen Körpergeruch und einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Der Zusammenhang kling so unglaublich, dass man zunächst an einen Aprilscherz denken möchte. Doch der April ist lange vorbei und das Studienergebnis stammt aus der renommierten Fachzeitschrift der Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB), die immerhin mit einem Impact-Faktor von fast sieben aufwarten kann.

Absonderungen riechen unangenehm

Japanische Forscher entdeckten, dass eine bestimmte Variation im Gen ABCC11 nicht nur das Brustkrebsrisiko erhöht, sondern auch zu besonders unangenehm riechendem Achselgeruch und klebrigem Ohrenschmalz führt [Toyoda Y et al. Earwax, osmidrosis, and breast cancer: why does one SNP (538G>A) in the human ABC transporter ABCC11 gene determine earwax type? FASEB J 2009; 23: 2001- 13]. Toshihisa Ishikawa, Professor für Biotechnologie am Tokioter Technologie-Institut, verfolgte die Aktivität eines Proteins, das von dem Brustkrebsgen ABCC11 exprimiert wird. In einer Kulturschale mit embryonalen menschlichen Zellen konnten die Forscher nachverfolgen, wie das ABCC11-Gen zu klebrig-feuchtem Ohrenschmalz und starkem Achselgeruch führt.

Wird es neue Tests geben, die Betroffene selbst durchführen?

Diese Entdeckung könnte zu neuen Screeningmethoden führen, die – insbesondere in Entwicklungsländern – schnell und günstig Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko ausfindig machen. “Feuchter und klebriger Ohrenschmalz ist leicht zu übersehen, aber die meisten Menschen nehmen unangenehmen Körperduft sofort wahr. Das könnte ein lebensrettender Hinweis für die Früherkennung von Brustkrebs sein”, erklärt Gerald Weissmann, Chefredakteur des FASEB-Journals.

Anmerkung: Zerumen = Ohrenschmalz

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