Wer sich kalorienarm ernährt, erhöht seine Chancen auf den Erhalt seiner geistigen Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.

Wer weniger isst, bleibt länger geistig fit. So lautet das Fazit einer Studie an der neurologischen Universitätsklinik Münster. Verglichen worden war der Effekt von drei Ernährungsvarianten: Die Teilnehmer der ersten Gruppe erhielten eine kalorienreduzierte Diät, eine zweite Gruppe konsumierte Lebensmittel mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren und die Probanden der Kontrollgruppe behielten ihre Essensgewohnheiten unverändert bei. 54 gesunden Probanden im Alter zwischen 50 und 80 Jahren nahmen an der Studie teil.

Nach drei Monaten schnitten die Kaloriensparer beim verbalen Lern- und Merkfähigkeitstest signifikant (p<0,001) besser ab als Teilnehmer des „Fettkollektivs“ oder der Kontrollgruppe. Die diätassozierte Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit korrelierte mit einer Abnahme von Entzündungsmarkern im Blut (high sensitiv C-reaktives Protein, Interleukin 6) sowie einer Absenkung der Glukose- und Insulinspiegel.

Die Autoren vermuten, dass die Kalorienrestriktion via Hemmung von Entzündungsprozessen und Erhöhung der Insulinsensitivität die Signalübertragung und Synapsenplastizität im Gehirn verbessert und sich so neuroprotektiv und lernfördernd auswirkt.

Originalquelle: 82. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), 23. bis 26. September 2008 in Nürnberg

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