Loriot, der vor ein paar Wochen übrigens 80 Jahre alt wurde, hat vor über 30 Jahren die Steinlaus (Petrophaga lorioti) gefunden und im folgenden Film als Professor Grzimek vorgestellt.

1983 fand die Steinlaus Eingang in den Pschyrembel: das medizinisch-wissenschaftliche Nachschlagewerk … und findet sich noch heute darin.

Hier ein kurzer Auszug:

Steinlaus f: syn. Petrophaga lorioti; zur Familie der Lapivoren gehöriges einheimisches Nagetier (♂♂ 0,2-0,3 mm; ♀♀ 0,3-0,4 mm, gravide ♀♀ etwas größer), dessen Existenz erst in jüngster Zeit (1983) dokumentiert werden konnte (s. Abb.). Während die gemeine St. nur selten beobachtet wird. sind einzelne humanpathogene Vertreter der Gattung von zunehmendem med. lnteresse: Nieren-St. (P. nephrotica), Blasen-St. (P. vesicae), Gallen-St. (P. cholerica), neuerdings auch Speichel-St. (P. salivatoria). deren (ätiologische?) Rolle bei Uro-, Chole- und Sialolithiasis noch der Klärung bedarf. Ein therap. Einsatz der St. kommt nach heutigem Wissen eher nicht in Frage; vgl. Chemolitholyse. Lithotripsie.

Aber obwohl man die Steinlaus bis heute nicht gefunden hat, bin ich letzthin doch stark an sie erinnert worden, (speziell die P. nephrotica), als ich den Bericht über ein Bakterium namens Oxalobacter formigenes gelesen habe. Anscheinend hat man in einer Studie gefunden, dass eine Besiedelung mit diesem Bakterium die Häufigkeit von Nierensteinen reduzieren kann.
– Die moderne Steinlaus sozusagen.

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