Eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration untersuchte, welche Position bei der Geburt vorteilhafter ist: aufrecht oder liegend.

In entwickelten Ländern und in Gesundheitseinrichtungen ärmerer Länder liegen Frauen normalerweise im Bett, wenn die Wehen einsetzen. Anderswo auf der Welt gehen die Schwangeren in dieser Wehenphase umher, knien oder sitzen. Erst im späteren Verlauf der Geburt entscheiden sie sich möglicherweise für die Seiten- oder Rückenlage. In einer Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration untersuchten Wissenschaftler nun, welche Position die beste ist.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen, die während der Eröffnungswehen in aufrechter Position sind oder umher gehen, diese Phase um rund eine Stunde verkürzen. Die Position beeinflusste jedoch weder die Dauer der weiteren Geburtsphasen noch die Rate an Interventionen. Schwangere in aufrechter Position nahmen allerdings seltener eine Epidural-Analgesie in Anspruch.

Insgesamt gingen die Daten von rund 1.700 Frauen aus 21 Studien aus entwickelten Ländern seit den 1960ern in die Analyse mit ein. “Diese Übersichtsarbeit zeigt, dass eine aufrechte oder mobile Position während der Eröffnungswehen einen gewissen Nutzen bringt und kein Risiko birgt”, fasst Erstautorin Annemarie Lawrence vom Townsville Hospital in Queensland, Australien, zusammen. Sie rät dazu, Frauen zu bestärken, während der Geburt ihre Wunschposition zu finden. Die Rückenlage sollte aber, wenn möglich, vermieden werden. (fah)

Quelle: Lawrence A et al. Maternal positions and mobility during first stage labour. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 2

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