Eine feindselige Haltung gegen Mitmenschen führt einer US-Studie zufolge zu einem höheren Herzinfarktrisiko als Fettleibigkeit, Rauchen oder hohe Blutfettwerte. Jener Stress, den sich die Betroffenen durch permanente Antipathie selbst zufügen, könnte etwa zu schädlichen hormonellen Reaktionen oder zu Herzrhythmusstörungen führen, vermuten die Forscher um Raymond Niaura.

Die US-Psychologen hatten 774 ältere Männer drei Jahre lang beobachtet. Knapp sechs Prozent der Probanden, die sich auf Grund eines Fragebogens als sehr feindselig erwiesen hatten, bekamen in dieser Zeit eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Feindseligkeit sei damit der bedeutendste aller erfassten Risikofaktoren gewesen, berichtet das Magazin «Psychologie heute» (Weinheim) in seiner Ausgabe April 2003. Die Forscher hatten unter anderem Daten zu Gewicht, Blutfettwerten, Blutdruck, Alkoholkonsum und Rauchen der Probanden ausgewertet. Feindseligkeit habe sogar unabhängig von diesen bekannten Gefahren das Risiko für Herzerkrankungen erhöht. Zuvor sei nur bekannt gewesen, dass die schädliche Wirkung von beispielsweise hohem Blutdruck damit verstärkt werden könne.

Die Original-Studie der Forscher von der Brown University in Providence (US-Staat Rhode Island) ist im Fachjournal «Health Psychology» (Bd. 21, Nr. 6) veröffentlicht.

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