Archive for ‘zu Gast bei/Blogparade’

31. Mai 2014

Sex – das Geheimnis der Langsamkeit

Vor einigen Wochen hat mich  Claudia angefragt. In ihrem Blog gab es ein Motto, zu dem sie annahm, dass ich etwas zu sagen hätte. Einen Beitrag zur Yoni-Woche wünschte sie sich. “Über die Yoni?”, dachte ich. “Jetzt bin ich gerade froh, dass ich durch die Bücher von Diana Richardson so einiges über Bord werfen konnte, das ich über die Jahre an sexuellen Konditionierungen angesammelt hatte.” Nach ein wenig Stirnrunzeln beschloss ich, nicht lange zu überlegen, sondern einfach zu schreiben.

Blüten sind die Sexualorgane der Pflanzen

Blüten sind die Fortpflanzungsorgane der Pflanzen

Ich will lieber richtigen Sex!

Heute ist es für mich zum Alltag geworden. Das hört sich gewöhnlich an – obwohl es immer noch etwas Besonderes ist. Zum ersten Mal erfuhr ich von der “langsamen Liebe” aus dem Buch “Zeit für Liebe” von Diana Richardson. Während ich hier schreibe habe ich die Stimmen meiner Freundinnen im Kopf. Die einen sind neugierig – die anderen ziehen mich auf – nicht wissend was ich erlebe. Sie ziehen den “richtigen Sex” dem “Langsamen” – langweiligen wie sie meinen – vor.

Das was ich da lese möchte ich erleben.

Was ich in den Büchern von Diana Richardson las wollte ich erleben. Magnetische Anziehung. Verbundensein. Glückseligkeit. Ekstase. Stundenlang. Friedvoll. Liebe machen. Diese Worte machen mich neugierig. Sie beschreibt darin wie der männliche und der weibliche Körper funktionieren. Ich hatte eine Gebrauchsanweisung in meinen Händen. Dass es funktionieren würde, was sie sagte – da war ich mir sicher. Keines der Bücher, die ich vorher je über Sex gelesen hatte konnte mich so sehr beeindrucken. Interessant fand ich vor allem, dass auch ihre geistigen Lehrer – Osho und Barry Long – mich nicht derart ansprechen konnten wie es die Schriften dieser Frau vermochten. Woran das wohl liegen könnte?

Und was steht jetzt in den geheimnisvollen Büchern?

Der Körper lügt nicht. Der normale Zustand zwischen Mann und Frau ist, dass sie sich anziehen wie zwei Magnete. Ist dies nicht der Fall ist die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr groß dass uns Wissen fehlt – über den Körper des anderen Geschlechts – und vor allem über unseren eigenen Körper. Was Diana Richardson beschreibt sind geheime Schlüssel, mithilfe derer dieser Magnetismus erweckt werden kann. Was passiert, wenn nun die zwei Pole dieser Magnete zusammen kommen ist genau das was den konventionellen Sex vom Langsamen unterscheidet. Wenn sie über die Unterschiede zwischen Mann und Frau spricht, dann meint sie ganz andere Unterschiede, über die ich bisher gehört oder gelesen hatte. Einige der Gesetzmäßigkeiten und Schlüssel für die magnetische Liebe spricht sie in dem Interview an, das Anna-Maria Zurhorst mit ihr führte:

Sie räumt in ihren Büchern auch mit vielen Vorurteilen auf. In den Büchern erwarten Sie außerdem viele Themen von Brisanz wie z.B. Mythen über die männliche Erektion, die Antwort auf die Frage ob Frauen weniger Verlangen nach Sex haben als Männer, was es mit dem Orgasmus auf sich hat, was sie empfiehlt um ein Kind zu zeugen, wie man seine Anziehung erhöhen kann und vieles mehr.

Wie erlangt man Körperpräsenz?

Dass ich für das was Diana und Michael Richardson in ihren Making Love Retreats weitergeben zu erleben nicht monate- oder gar jahrelang üben mußte, verdanke ich Yoga der Stille. Die Körperpräsenz, die im Satsang erfahrbar ist – genau darum geht es beim Slow Sex. Es geht darum, vollkommen im Moment zu sein, es geht darum, das Jetzt zu genießen – ganz im jetzigen Augenblick zu sein.

Ich weiß, dass Madhukarji es anders meint wenn er sagt: “Silence is sexy” – es geht nicht (nur) um Sex. Es geht darum, dass dieser Augenblick sexy ist, weil in dieser Präsenz eine unwiderstehliche Anziehung ist. Krisna bedeutet wörtlich übersetzt “der Anziehende”. Krisna ist hier – er ist immer hier. Es geht nicht (nur) um Sex – sondern um jeden Augenblick – aber wenn es um jeden Augenblick geht, dann gehört auch Sex dazu. Wenn mir meine Art wie ich Liebe mache auch noch hilft, das zu leben was mir am wichtigsten ist – dann ist das wunderbar. Und meine Erfahrung ist definitiv: yes, silence is sexy! In der Stille selbe Anziehung, selbe Präsenz, selbe Glückseligkeit, selbe Ekstase wie beim Liebe machen. Ich mag es eher anders herum formulieren. Beim Liebe machen selbe Anziehung, selbe Präsenz, selbe Glückseligkeit, selbe Ekstase wie im Yoga der Stille. Und dafür braucht es keinen Partner – die Bereitschaft für eine Offenheit für das Jetzt genügt.  Hier geht es zu den Terminen Yoga der Stille

Und was ist jetzt mit richtigem Sex?

Es gibt auch guten konventionellen Sex, das kann auch Freude machen. Diana Richardson sagt, dass er aber auch ein schales Gefühl hinterlässt, dass langfristig Trauer im Körper entsteht, dass es den Körper auslaugt, dass es Frustration zwischen den Partnern schafft, dass sich beide verloren fühlen, dass man sich müde fühlt danach, dass es auch im Zusammenhang mit unangenehmen Gefühlen steht, dass der Körper abstumpft. Von der langsamen Liebe jedoch sagt sie, dass Frauen wie Männer begeistert ausrufen, danach hätten sie sich immer schon gesehnt.

Konnte ich Sie neugierig machen?  

Wenn Sie sich für Slow Sex interessieren habe ich drei Angebote für Sie. Zum einen ein Seminar, das in der Gruppe stattfindet. Zum anderen ist es auch möglich, dass ich Sie zusammen mit meinem Partner als Paar oder Einzelperson individuell begleite. Auf jeden Fall jedoch empfehle ich Ihnen, die Bücher von Diana Richardson zu studieren. Ja, studieren Sie sie. Es genügt nicht, sie nur zu lesen. Seite um Seite gilt es aufzusaugen und umzusetzen. Das Wissen muss zu Erfahrung werden. “Und wer ist der Lehrer?” mögen Sie denken. Ich könnte jetzt sagen: “Diana Richardson – aber ich mag die Autorin selber zitieren, die ziemlich oft davon schreibt wer ihr eigener Lehrer war: “Laß das Danach Deinen Lehrer sein!” Sie empfiehlt keine Techniken. Was sie vermittelt ist Wissen wie der männliche und der weibliche Körper funktionieren. Was sie weitergibt sind ihre eigenen Erfahrungen. Und sie empfiehlt nach dem Testen zu entscheiden was für einen selber wichtig ist. Und das rate ich Ihnen auch. Entscheiden Sie selbst welches der richtige Sex für Sie ist.

Achja – was wurde denn aus dem Gastartikel für Claudia? Heraus kam ein Text, der bei womanessence zu lesen ist: Gestatten – mein Name ist Yoni. Ein Blog übrigens für wilde, selbstbestimmte Frauen – sehr kraftvoll und  liebevoll gestaltet. Danke Claudia für Deine Anfrage für den Gastartikel – von mir aus wäre ich nicht darauf gekommen.

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Foto: Shivani Allgaier

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6. Januar 2014

Welches Pflaster hilft für Trennungsschmerz?

Ganz kurz nach Weihnachten freue ich mich sehr über einen schönen Gastartikel über ein ganz besonderes Geschenk: eine Puppe. “Eine Puppe?” werden Sie denken… “so etwas Gewöhnliches”…! Lesen Sie über das Besondere einer mapapu und was sich dahinter sonst noch verbirgt. Der Artikel stammt von meiner Kollegin Friederike Klostermeyer, die ihre Praxis in Hamburg hat.

Eine Puppe ist etwas Persönliches und höchst faszinierend

Lea, 74 Jahre, hat es geschafft: Trotz mehrerer Not-Operationen an beiden Armen und Beinen thront sie heute wieder im Bücherregal einer 75jährigen Dame. Lea gehört zu ihr. Ohne Wenn und aber.

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mapapu: treuer Freund und Seelentröster

Puppen und Kuscheltiere – weit mehr als klassische Übergangsobjekte, sondern unsere ZWEITE, große Liebe, die oft ein Leben lang hält.

25 % vielreisender Manager nehmen ihren Teddy oder ihr Stofftier mit auf Reisen, wie die Umfrage einer internationalen Hotelkette ergab. In Mainz setzt die Polizei das Kuscheltier einer 3jährigen gar zur Fahndung aus, nachdem die Eltern des Mädchens eine Vermisstenanzeige erstattet hatten – mitsamt Phantombild! Zahlreiche Reiseanbieter offerieren Städtereisen, Tauchreisen und Gruppenreisen – exklusiv für Plüschtiere. Für die Ausstellung des Moskauer Goethe-Instituts “Ein Koffer für die letzte Reise” stellten Alte, Junge, Arbeiter und Künstler aus allen Ecken Russlands ihr ganz persönliches Gepäck für ihre Reise in den Tod zusammen.

Fazit: Nicht ohne mein Kuscheltier!

Kuscheltiere werden heiß und innig geliebt. Sie werden geherzt, besabbert, mit Tränen begossen, beschmust und zuweilen recht rabiat bespielt. Als Kind(heits)-Begleiter stehen sie als kritikfreie, gewährende, geduldig zuhörende Gesprächs- und Spielpartner zur Verfügung, verstehen als imaginäre Seelen intuitiv alles, was ihnen anvertraut wird. Es ist das Erfahren der bedingungslosen Akzeptanz mit allen Facetten der kindlichen Persönlichkeit – Anlässe und den Stoff hierfür liefert der Alltag.

Insa Fooken, Professorin der Psychologie an der Universität Siegen hält Vorlesungen zur Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters.       2012 widmete sie als Expertin den Puppen und Kuscheltieren ein eigenes Buch: „Puppen – heimliche Menschenflüsterer“. In ihrem Werk würdigt Fooken die besondere Rolle der Puppe, welche in unserer Gesellschaft von wachsender Bedeutung ist, zeigt den protektiven Part, welchen die Puppe in Form therapeutischer Begleitung und Lebenshilfe für das Kind spielt:

Bei Lebenszäsuren, wie dem Einstieg in den Kindergarten, die Begleitung bei schweren Krankheiten, Arztbesuchen oder Operationen, bei Trennung oder Verlust, unterstützend bei traumatischen Erfahrungen, aber auch zur generellen Angstbewältigung leistet die Puppe eine bedeutsame Aufgabe. Gemeinsam mit Dr. Lohmann hat Prof. Fooken eine Literaturübersicht „Chancen für Kinder durch Spielen“ verfasst, um die herausragende Bedeutung von Puppen und Kuscheltieren für die gesunde Entwicklung eines Kindes zu unterstreichen.

Ein Entwicklungshelfer aus Stoff!

Puppen mit Ihren beiden "Eltern": Jennifer Arndt-Lind und Hendrik Lind

Puppen mit Ihren beiden “Eltern”: Jennifer Arndt-Lind und Hendrik Lind

Als Eltern einer Patchworkfamilie stellen Jennifer Arndt-Lind und Hendrik Lind im niedersächsischen Tostedt sogenannte mapapus her. Das Silbenwort mapapu setzt sich zusammen aus den ersten Buchstaben von Ma-ma, Pa-pa und Pu-ppe: mapapu – Entwicklungshelfer für alle Kinder, denen das Leben durch äußere Lebensumstände wie Tod, Trennung oder Umzug ein neues Lebenskonzept, das Abschiednehmen von dem Vertrauten abverlangt. Veränderung bedeutet, sich auf neues Terrain begeben zu müssen.

In der Regel sind die Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten für Kinder gering – umso massiver, prägender ist das subjektiv erlebte Gefühl der Ohnmacht, des “es geschieht” anstelle eines “ich entscheide”.

Die Eltern des Kindes – teils mangelnden Wissens, teils häufig genug aufgrund eigener Überforderung durch die neue Lebenssituation – können nicht immer geduldige, verständnisvolle, liebevolle Begleiter sein. Wie steht man dem Kind in dieser Lage hilfreich zur Seite? Thematisieren der Trauer und des Schmerzes oder “Gras über die Sache wachsen lassen”? Heilt Zeit alle Wunden? Welche Strategie ist die richtige? Da ist der Wunsch nach Ausdruck des Vertrauens in die Selbstregulationskräfte des Kindes, die Überzeugung, es wird im Laufe der Zeit die neue Situation in sein Leben integrieren können und das innige Hoffen – die eigenen Kräfte schonend – sich entpathologisierend verhalten zu dürfen. Salopp formuliert eine Haltung von “Kind-das-schaffst-Du-schon!”

Auf der anderen Seite will niemand Gefahr laufen, das Leid des Kindes zu ignorieren, die aufrichtige Würdigung der vom Kind erlebten Härte des Lebens – mitunter durch die Eltern verursacht – will zum Ausdruck gebracht werden. Es heißt Worte zu finden, die nicht noch zusätzlich Salz in die Wunde streuen, sondern vom Kind als heilsam empfunden werden.

Taten sagen mehr als Worte

Ein von Hand gefertigtes Kuscheltier aus dem Stoff der Eltern zeigt die innere Haltung zum Kind, bringt Wertschätzung zum Ausdruck, den Wunsch etwas Tröstendes geben zu können, selbst und gerade in Situationen, in denen es eigentlich keinen Trost geben kann. Es ist die Geste, die zählt, die in Erinnerung bleibt, weil in dem Kuscheltier die Manifestation der Trostwunsches zum Ausdruck gebracht wird. Viel mehr als die eigentliche Fähigkeit zum Trost zählt der Wille, die Absicht Trost schenken zu wollen. DAS wird gelebter Trost für Beschenkten und Schenkenden zugleich.

Menschen brauchen Rituale – in unserer ritualarmen westlichen Gesellschaft stellt das Schenken von einem individuell aus dem Stoff der Eltern gefertigten Kuscheltier eine Ressource dar, die es dem Schenkenden und Beschenkten ermöglicht, über die Krisensituation hinaus eine Kontinuität an Vertrautem, Sicherheitvermittelndem zu erleben oder einfach: ein Zeit überdauernder NLP-Anker.

Berührungsreliquien

DetailSeit dem 2. Jahrhundert verehren Gläubige Reliquien (lat. Reliquiae “Zurückgelassenes”). So findet sich in der Apostelgeschichte (Apg 19,12) ein Hinweis, dass selbst Schweiß- und Taschentücher des Heiligen Paulus von Gläubigen als  “Berührungsreliquien” bei sich getragen wurden. Der Chronist v. Merseburg berichtet, dass Kaiser Otto III. dem Grab vom Kaiser Karl ein goldenes Halskreuz als Reliquie entnahm. Millionen scheuten und scheuen weder Kosten noch Mühen, um auch nur einen kurzen Blick auf das Grabtuch von Turin zu erhaschen und noch heute zeugen beeindruckende Reliquien-Prozessionen und die Anzahl an Pilgern verschiedenster Religionen zu selbst entlegensten Wallfahrtsorten der Welt von der Bedeutung der Reliquien für die Gläubigen. Ebenso wie diese Gläubigen bestätigen, Trost, Halt und Orientierung durch die Reliquien zu finden, sind ähnliche Phänomene durch ein mapapu als moderne Variante einer  “Berührungsreliquie” aus der bekannten, so vertrauten Kleidung der geliebten Eltern naheliegend.

Und die Moral von der Geschicht’?

Aus der Retrospektive mit zwei eigenen halbwaisen Kindern und meiner psychotherapeutischen Arbeit kann ich mich den geschilderten Erfahrungen der Macher der mapapus sowie der Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Fooken nur anschließen und wünsche dem Projekt mapapu jede mögliche Form von Unterstützung und viel Erfolg!

Gastartikel von: Dipl.-Psych. Friederike Klostermeyer, Hamburg – die Puppen gibt es online bei mapapu.de

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Fotos © Hendrik Lind (mit freundlicher Genehmigung)

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31. Juli 2012

Sprachen im Alter – zum Lernen ist es nie zu spät

Nichts können ist keine Schande – aber nichts lernen. (Sprichwort) 

Gastartikel von Rita Denzer.

Nerja, SpanienIm Laufe des Lebens baut der Körper auf natürliche Art und Weise ab. Um diesem Prozess entgegen zu wirken, ist es wichtig alle Muskeln regelmäßig zu trainieren. Das gilt auch für das Gehirn.

Sprachenlernen bringt Ihren Verstand in Form

Ellen Bialystok arbeitet an der York Universität in Toronto und beschäftigt sich schon fast Ihr ganzes Leben mit den Auswirkungen vom Sprachenlernen auf das menschliche Gehirn. In den letzten Jahren hat Sie erstaunliche Entdeckungen gemacht: „Es scheint, dass das Gehirn von Menschen, die zweisprachig leben, auch im höheren Alter bessere Leistungen erbringen kann.“ Weiterhin kam heraus, dass die Gedächtnisleistung von Alzheimer Patienten, die regelmäßig zwei Sprachen sprechen, mit denen von vier bis fünf Jahre jüngere Patienten, die nur eine Sprache sprechen konnten, zu vergleichen ist. Obwohl das Gewebe gleichermaßen angegriffen wird, scheint es, dass trotz Schädigung, die Funktionstüchtigkeit weniger beeinflusst wird. Wissenschaftler wie Bialystok glauben, dass das Erlernen einer Sprache, das Gedächtnis ähnlich aktiv hält wie zum Beispiel Rätsel lösen.

Zum Lernen ist es nie zu spät

Sicherlich wird es mit dem Alter schwieriger eine Sprache fließend zu sprechen. Hinsichtlich der Fitness des Gehirns geht es darum aber auch nicht. Judith Kroll von der Pennsylvania State University erklärt: . „Es scheint, als ob sogar wenig Training gegen den Abbau der Gedächtnisleistung hilft. Zu welchem Zeitpunkt im Leben man eine Sprache erlernt, ist dafür relativ unwichtig“.

Bilinguale Menschen sind zudem besser in „Multitasking“. Der Wechsel zwischen zwei Sprachen erfordert mehr Konzentration. Dadurch lernt man schnell unwichtige Informationen zu ignorieren und sich auf relevante Dinge zu konzentrieren. Das macht auch Sinn, wenn man bedenkt, dass wenn man eine andere Sprache spricht, die eigene Muttersprache noch stets aktiv ist und unterdrückt werden muss.

Kinder haben es leichter?

Die Lernfähigkeit nimmt mit dem Alter geringfügiger ab als man früher geglaubt hat. Lediglich Personen zwischen 15 und 29 Jahren haben sich als geschickter beim Lernen erwiesen. Ab 30 Jahren sind dann aber kaum noch Unterschiede festzustellen. Grundsätzlich hat Lernerfolg nicht nur etwas mit der Fitness des Gehirns zu tun. Soziale, erzieherische und alltägliche Umstände sind einfach anders wenn Erwachsene eine Sprache lernen. Wenn Kinder etwas Neues lernen, ist das so ziemlich das Einzige was sie tun. Erwachsene, die mehr Zeit und Ruhe haben, können ebenso gut lernen wie Kinder.

Trainieren Sie Ihr Gedächtnis

Es ist ziemlich eindeutig, dass das Lernen einer neuen Sprache einer der besten Wege ist, sein Hirn auf Trab zu halten. Das Verstehen neuer Grammatik und das Auswendiglernen von Vokabeln ist beschwerlich, jedoch ist es auch unheimlich bereichernd. Wer das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden will, kann eine Sprachreise buchen. Sprachaufenthalte in Spanien zum Beispiel bieten eine gute Möglichkeit dem Alltagsstress zu entfliehen und gleichzeitig einen angenehmen Urlaub zu verbringen. Kurse gibt es generell für alle Altersgruppen und in verschieden Schwierigkeitsstufen. Nebenbei kann man dann das neu erlernte Wissen anwenden.

Mehr Informationen über Sprachenlernen, Sprachaufenthalte und Preise finden Sie unter Escuela De Idiomas Nerja

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Foto: Rita Denzer

24. Dezember 2011

Buchrezension: Geschenke aus der Küche – Harmonie der Sinne!

Ein Onkel, der gutes mitbringt ist besser
eine Tante, die nur Klavier spielt.
(Wilhelm Busch) 

Für die Weihnachtseinkäufe ist es jetzt leider schon zu spät. Aber für die Weihnachtslektüre dafür genau rechtzeitig. Ich stelle hier das Buch Kreative Manufaktur. Geschenke aus der Küche – Kulinarisches lecker verpackt vor.

Die harten Daten und Fakten

Das Buch wurde im Verlag  TOPP Kreativ verlegt. Der Verlag scheint sich darauf spezialisiert zu haben, Kreativität zu unterstützen in allen möglichen Varianten. Die facebook-Gruppe Mitstrickzentrale scheint vom Verlag ins Leben gerufen worden zu sein. Beim Verlag kann das Buch auch bestellt werden.

Erster Eindruck vom Buch

Ich hatte erwartet, dass ein kleines Büchlein, so höchstens 15 x 15 cm zu mir geliefert wird. Deshalb war ich sehr überrascht, einen großen Umschlag zu erhalten. Ein richtiger Wälzer mit 167 Seiten ist aus dem Versandcarton entsprungen. Der Preis von 16.99 € scheint mir angemessen. Die violette Farbe erinnert mich sofort an Lavendel, auch wenn keiner auf dem Titel abgebildet ist. Die Farben sind – wie durchgehend durchs ganze Buch sehr harmonisch gewählt. Sie passen auch sehr gut zum Thema. Die abgebildeten Leckereien sind sehr ästhetisch und farblich innerhalb eines Konzeptes umgesetzt und am liebsten möchte ich alles selber ausprobieren.

Was steht drin im Buch?

Das ist natürlich das Wichtigste – was für Sachen kann man machen? In der Kategorie Sommerfrüchte finden sich nicht nur grüne Marmelade oder Heidelbeermuffins. Blei den Markttagen stehen Rezepte für scharfen Tomatenketchup. Im Kräuterparadies gibt es Wildkräuteressig und würziges Kräutersalz. Viele Gewürzmischungen gibt es in der Welt der Gewürze und auch ein Chutney oder Rosmarinkekse. Die Süße Lust enthält Cognac-Trüffel und womöglich sind Sie genauso neugierig wie ich es war was sich hinter Keksen am Stiel verbirgt? Das Glühweingelee gehört dann schon zu den Wingergenüssen ebenso wie die Käse-Knusper-Stangen. Die gebackenen, geschüttelten, geriebenen, gemixten und angerührten Leckereien werden zusätzlich appetitanregend und originell verpackt. Die Anleitung ist einfach nachzumachen und Kopiervorlagen befinden sich auch im Buch.

Ein Rezept verrate ich…

Zuviel verraten möchte ich  natürlich nicht. Ich wähle stellvertretend ein Rezept aus – und zwar eine Dose mit Teebeuteln voller selber gesammelter Kräuter. Die Dose wird verziert mit bedrucktem Papier. Die Teebeutel für die selber gesammelten Kräuter werden aus Filterpapier hergestellt: Kräuter einfüllen, mit der Nähmaschine zunähen und einen Faden befestigen ebenso wie ein farblich zur Dose passendes Papier, das als Halter am Fadenende befestigt wird. Hier ist der eigenen Kreativität auch keine Grenze gesetzt. Ich würde frank und frei die Papierchen noch mit verschiedenen Sprüchen beschriften. Und fertig ist der selbst gesammelte Kräutertee als Geschenk. Viel Spaß beim Nachmachen!

Für wen ist das Buch geeignet?

Die Liebhaber des Selbermachens haben mit diesem Buch eine wahre Fundgrube vor sich liegen. Wer gerne selber kochen oder backen mag hält das Buch mit höher schlagendem Herzen in seiner Hand. Aber auch die Bastelfreunde haben ihre wahre Freude mit Kreative Manufaktur – Geschenke aus der Küche. Es ist für alle drei Gruppen was dabei. Für diejenigen, die einfach Freude am Herstellen von Geschenken haben und diese dann nach ihren eigenen Ideen verpacken genauso wie für diejenigen, die verzehrbare Geschenke kaufen und sie dann mit individueller Note selber verpacken möchten. Und natürlich für diejenigen, die an beidem Freude haben – ein wahres Geschenke-Potpouri. Mir fällt noch eine Zielgruppe ein: Das Buch selber ist höchst geeignet zum Verschenken.

Von wem stammt das Buch?

So wie der Inhalt und die Verpackung irgendwie harmonieren sollten ist es auch mit den beiden Autorinnen. Eine gelungene Mischung von Anne Iburg, die für die leckeren Schweinereien verantwortlich ist und Anna Anlauft, die Äußerlichkeiten ziemlich gut hinbekommt. Nirgends habe ich gefunden ob die beiden zusammen gearbeitet haben oder ob beide unabhängig voneinander tätig waren. Egal: das Ergebnis harmoniert!

Was ich vermisse

Ich als Vegetarierin hätte mir gewünscht, dass ich nicht lange suchen muss, um herauszufinden ob auch Fleisch oder Fisch in den Rezepten verarbeitet wird. Ja, wird. Eine kleine Übersicht, an der schnell sichtbar ist ob das Buch für mich geeignet ist oder nicht wäre fein gewesen. Ebenso für die ganzen Nahrungsmittel-Allergiker eine Übersicht mit Gluten, Lactose usw. So langsam könnte das in Kochbüchern doch Standard sein? Deshalb auch nur 4 Sterne.

Mein Fazit zu Geschenke aus der Küche

Die Küche ist das Reich der Handwerkerin für die dieses Buch geschrieben wurde. Die Leckereien laden alle ein zum Nachmachen und bilden so wie das gesamte Buch eine wahre Harmonie der Sinne.

Was ich sonst noch sagen wollte

Dies ist eine Aktion von bloggdeinbuch.de vielen Dank für die tolle Aktion! Dort finden Sie auch noch weitere Rezensionen wenn Sie sich dafür interessieren. Das Buch erhält von mir vier von fünf möglichen Sternen. Ich bewerte so: 2 gibt’s für den Inhalt, zwei für das Design und einen für meinen persönlichen Nutzen. Hier gab es einen Punkt Abzug (halber für Inhalt, halber für persönlicher Nutzen). Und mein Beitrag für die Blogparade bei Monstermeute 52 Bücher – Woche  7 Kochbücher ist auch gleich geschrieben.

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30. November 2011

Buchvorstellung: Blog Boosting von Michael Firnkes

Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen.
Aber das Herz kann uns sagen was wir tun müssen.
(Joseph Joubert) 

Er hat es geschafft, mich mehrmals zu überraschen. Zuerst mit einer Interviewanfrage. Dann mit einem Rezensionsexemplar von Blog Boosting und schließlich damit, dass ich mich in seinem neuen Buch wieder fand. Der Berliner hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er betreibt mehrere Blogs (blogprofis, meinstartuptopkonto)  und scheint zu wissen wie es geht – er scheint einiges genau richtig zu machen. Jetzt hat Michael Firnkes  ein Buch geschrieben, das in Insider-Kreisen schon zur Blogger-Bibel ernannt wird.

Die Haltung ist leser-orientiert und überzeugt mich

Was mir an dem Vorgehen in der Blogger-Welt und auch am Inhalt des Buches besonders gefällt: die Grundhaltung von Michael Firnkes ist sehr wertschätzend. Zwar ist er als Berufsblogger auch umsatzorientiert. Aber er generiert diesen nicht um jeden Preis. Das Web 2.0 lebt von Authentizität und Wertschätzung – und beides ist hier zu finden. Im alten Marketing war das nicht der Fall – das waren überwiegend reine Selbstdarsteller. Hier steht der Leser im Mittelpunkt – in den Blogs und auch im Buch. Was ganz wichtig ist – er schreibt in seinem Buch nicht nur ein Kapitel über Authentizität – er lebt diese auch. Mit so einem Wort werfen andere mal schnell um sich – können aber ihr Versprechen gar nicht halten. Das passiert Ihnen hier nicht!

Der Führerschein fürs Bloggen – die Regeln kennen lernen

Ein Blog ist schnell eingerichtet. Ich schätze, es dauert keine 5 Minuten, dann kann jeder bei wordpress oder blogger ein eigenes Blog anlegen und schon kann es los gehen. Doch es ist wie beim Autofahren. Einsteigen, Schlüssel umdrehen und los geht’s. Doch da sind noch viele andere, die fahren. Und so wie das Auto ein Verkehrsmittel ist, mit dem ich nicht alleine auf der Straße bin – so ist ein Blog ein Kommunikationsmittel, das nur innerhalb einer Gemeinschaft funktioniert. Und dieses Miteinander hat bestimmte Regeln. Die kann ich entweder lernen – wie die Muttersprache – indem ich mich als Blogger bewege und die Regeln ganz beiläufig mitbekomme. Oder ich kann mich darüber informieren. Und genau diese wichtige Information finden Sie in Blog Boosting. Bei wem machen Sie den Führerschein?

Wer sollte das Buch lesen?

Geschrieben ist das Buch aus jahrelanger Erfahrung, Michael Firnkes bloggt mittlerweile 6 Jahre beruflich. Deshalb rate ich jedem, der daran interessiert ist, Erfolg mit seinem Blog zu haben, die Regeln des Bloggens kennen zu lernen oder inhaltliche, strategische, technische, finanzielle Anregungen oder Verbesserungen zu bekommen: Lesen Sie dieses Buch! Kurz gesagt – es ist aus meiner Sicht lesenswert für Anfänger, Fortgeschrittene und für Experten.

Das Auge isst mit – die Anatomie von Blog Boosting

Oft entstehen Bücher rund ums Bloggen einfach dadurch, dass die Blog-Artikel leicht redigiert und dann wie eine lose Blattsammlung veröffentlicht werden. Wahrscheinlich sind einige Artikel im Buch auch so entstanden. Ich habe beim Lesen nicht den Eindruck, dass unzusammenhängende Artikel zusammengefügt wurden – sondern es gibt eine schöne zusammenhängende Struktur. Der Text ist durch genügend Screenshots, Grafiken und Bilder angenehm aufgelockert und veranschaulicht. Blog Boosting ist in Titel, Farbe und Bild sehr gut aufeinander abgestimmt. Es wurde als Paperback aufgelegt und ist mit seinen 438 Seiten richtig dick geworden.

Lust zu schmökern?

Auf der Seite des Verlages gibt es auch die Möglichkeit ins Buch reinzuschmökern. Sie können sich anhand des Inhaltsverzeichnisses, der Einleitung, des Stichwortverzeichnisses und eines Kapitels zum Thema “Die Umsetzung – Bloggen für Anfänger” selber ein Bild davon machen, ob das Buch das Richtige für Sie ist!

Was schreiben andere dazu?

Zunächst gibt es natürlich einige Informationen dazu direkt bei den Blogprofis. Bei ihm erfahren Sie auch, wie Sie eins von 5 Büchern gewinnen können. Die Aktion läuft noch bis 23.12.2011. Bei selbständig 2.0 gibt es eine Rezension von Michael Kempowski. Was der misstrauische Schreiberling Ronny Siegel dazu von sich gibt lesen Sie in den Freidenker Rubriken von ploync.

Mein Fazit zu Blog Boosting

Ich habe erst im August entschieden, mein Blog nicht nur als Internet-Zeitung zu nützen, sondern damit zu beginnen, seine Marketing-Kraft als Kommunikationsmittel auszuschöpfen. Seither habe ich bereits viel Erfahrung gesammelt. Ich merke, dass das Bloggen im Web 2.0 sehr meinen eigenen Werten entspricht: Wertschätzung, Vertrauen und Authentizität sind auch die Grundlage für meine tägliche Arbeit in der Praxis. Ich hätte im Leben nicht erwartet, dass ich das gerade im Internet finden würde. Und ich freue mich, noch mehr darüber zu lernen – Blog Boosting ist genau die richtige Quelle dafür. Ich finde noch wichtig zu sagen, dass es spürbar ist, dass der Autor auch mit dem Herzen bei der Arbeit ist. Das macht das Lesen von Blog Boosting zum Vergnügen. Obwohl es ein Fachbuch ist. Ach ja: und mein Beitrag zur Blogparade bei Monstermeute – das ist das Buch, das ich gerade lese!

Das Buch bei Amazon:

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25. November 2011

Rezension: Bauchgefühle sind Kopfsache

Habe mir lange überlegt, ob das zu mir und meinem Blog passt: Blogg dein Buch! Das ist eine Seite, bei der man sich als Blog-Betreiber bewerben kann, ein Buch zu lesen und im Blog eine Rezension davon zu veröffentlichen. Ich bekomme ein Rezensionsexemplar und blogge dann eine Rezension. Paßt das zu mir? Will ich das? Ein Versuch ist es wert!

Hier geht es eindeutig um Gefühle!

Ausgewählt habe ich das Buch, weil es in der Arbeit mit meinen Klienten auch beinahe nur um Gefühle geht. Darum, alte Blockaden zu lösen, damit das Empfinden in der Gegenwart frei ist von alten Gefühlen, damit immer mehr Authentizität möglich ist, Lebensgenuss! Aber hält das Buch was es verspricht? Bauchgefühle sind Kopfsache liest sich leicht. Wenn Sie es lesen verbringen Sie ein paar Herbsttage mit der Mittdreißigerin Florentine Kessler. Sie lebt in einer Kleinstadt und von den Männern hat sie erstmal die Nase voll hat nachdem sie sich von ihrem Freund getrennt hat, der sie am laufenden Band sitzen läßt und ihr leere Versprechungen macht. Aus dieser Verdrossenheit wird sie erlöst indem sie unvermittelt mehrere Männer kennen lernt.

Ein Ausflug auch in die Innenwelt

Die Autorin Rieke Reinau läßt die Leserin eintauchen in die Gedanken- und Gefühlswelt einer lebendigen, lebensfrohen Frau. Ihrer besten Freundin geht es bereits auf den Keks, dass sie an jeder beschissenen Lage ihres Lebens etwas positives finden kann. Sie nimmt die Leser mit auf eine Karussellfahrt in ihrem Gedankenkarussell. Denn ihre Männer schicken sie auf eine innere Kneippkur. Und eine kleine Schrulligkeit besitzt auch sie: Florentine sammelt Stilmittel. Und wenn sie allzu sehr in die Ecke gedrängt wird, wehrt sie sich mit einer Contradictio ablatio (oder so ähnlich) oder sprudelt freudig Palindrome wenn ein Gleichklang ihr Herz höher schlagen läßt. Rike Reinau versteht es, die Sekunden ganz schön breit zu machen. Florentine traut sich mal mehr, mal weniger den Kerlen zu sagen was sie wirklich denkt. Und die Kerle können sie mal besser und mal weniger gut einschätzen. Als Leserin haben Sie immer vollen Einblick sowohl in die Innen- als auch in die Außenwelt und fiebern schon der Entscheidung entgegen – für wen wird sie sich entscheiden? Wer von den Männern wird jetzt ihr Herz gewinnen?

Wer noch einen anderen Blickwinkel auf das Buch werfen möchte für den füge ich noch die Video-Rezension von “The Sara Story” ein.

Der schönste Satz im Buch

Ach ja den schönsten Satz des Buches: “Es war schön, mit Dir zu schweigen.” Damit leiste ich gleichzeitig nach der vierten Woche meinen Beitrag zur Blogparade 52 Bücher. Ich werde wohl nicht auf 52 Bücher kommen wenn ich so weiter mache…

Wieviele Sterne stehen am Himmel?

Das Buch bekommt von mir 5 von möglichen 5 Sternen. Wenn Sie auch nach den Sternen greifen möchten, dann schauen Sie doch mal rein in das Verlagsprogramm von EPIDU. Die Besonderheit von “Bauchgefühle sind Kopfsache” ist, dass es eines der ersten verlegten Bücher war, das von den Lesern bereits vor Erscheinen erwählt wurde. In Zeiten des Web 2.0 sprechen die Leser vorher schon ein Wörtchen mit was sie lesen wollen.

Die schönste Rezension

Weil die Lieblingsbeschäftigung (das mit der Contradictio a…) gleich mit rezensiert wurde habe ich den Text aus dem Kino – besser aus dem Kopfkino – zur besten Rezension erkoren, die ich heute gefunden habe. Aus dem Kino? Ja, genau. Alles weitere dort!

Mein Kurzfazit

Das Buch ist für alle Frauen, die entweder selber auf Partnersuche sind – oder sich von der unbekümmerten Art der Florentine gerne anstecken lassen möchten. Wer nicht gerne eine Runde auf dem Gedankenkarussell dreht oder nichts über Flugzeuge im Bauch lesen möchte, der lasse lieber die Finger davon!

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4. November 2011

zu Gast bei mojo4you

Ab heute bin ich zu Gast bei Mojo 4 you – dem deutschsprachigen online-Magazin aus Chiang Mai in Thailand. Der Autor JoJo lebt seit 20 Jahren im Norden Thailands und veröffentlicht in seinem Reiseblog viele nützliche Informationen aus seiner Wahlheimat. Von traditionellen Festen über Politik, Geschickte, das Leben in Thailand bis hin zu Natur- und Reiseberichten ist alles mit dabei. Lesen Sie hier meinen Gastbeitrag zum Thema Flugangst.

 

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21. Oktober 2011

#solea11 – Die Social Learning Blogparade 2011

Zum ersten Mal mache ich bei einer Blogparade mit, der Social Learning Blog Parade. Die genauen Hintergründe erfahren Sie bei Julian Grandke aus Konstanz und Cornelie Picht aus Nürnberg. Entstanden aus einer Interaktion bei Twitter und dann per Email interessieren sich die beiden dafür, wie Soziales Lernen in der Anwendung heute aussieht. Ich beantworte dazu einfach die Fragen, die die beiden stellen:

Was ist aus meiner Sicht Social Learning?

Ich bin ja nun Diplompsychologin und habe einiges über das Lernen gelernt. Aus der Kommunikations-Forschung weiß ich: Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren (P. Watzlawick, 1. Axiom) Und die moderne Hirnforschung lehrt uns: Der Mensch kann nicht nicht Lernen (Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer). Unser Gehirn ist darauf spezialisiert zu lernen und das Gelernte ständig zu wiederholen. Aus meiner Sicht ist es wichtig zu wissen, was die optimalen Bedingungen für erfolgreiches Lernen sind, um das Soziale Lernen zu verstehen. Das sind meines Erachtens genau drei Kennzeichen:

1. Körperliche Grundlage: Wie unser Gehirn lernt

Die Forschung zeigt: Je weniger Streß wir haben, desto besser lernen wir. Stressoren kann niemand ganz ausschließen, das heißt es geht darum, seine persönlichen Stressoren zu kennen, um adäquat darauf reagieren zu können. Am besten ist es, dies auch den anderen mitzuteilen, damit diese sich darauf einstellen können.

2. Mentale bzw. ethische Grundlage: Bereitschaft zum Teilen von Wissen

Im Computerzeitalter ist Wissen längst frei verfügbar im Netz. Als im Jahr 2004 mein Studium beendete stand die Forschung erst am Anfang was das Thema „Teilen von Wissen“ betrifft. Damals hielt ich es nicht für möglich, dass Menschen einfach so bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Heute ist es schon gelebte Realität. Noch nicht 100 %, aber wir sind ja noch beim Lernen. Da hilft es nichts, wenn einzelne noch zurückhaltend sind und denken, sie könnten es verkaufen. An anderer Stelle gibt es das längst umsonst. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis der potenzielle Käufer die kostenlose Quelle entdeckt und schwups ist die Kundschaft weg. Was verkauft werden kann ist die Dienstleistung – also das Können. Und ich habe mich sehr gewundert, dass gerade die IT-Branche mit ihren open source Anwendungen uns vormachte wie es geht. Dieser Branche wurde bis dato ja eine mangelnde Soziale Kompetenz nachgesagt. Und genau diese Branche zeigt uns wie es geht und beweist der Welt das Gegenteil. Das hat mich beeindruckt.

3. Interaktive Grundlage: Die Beziehung zum anderen

Auch das wissen wir aus der Kommunikations-Forschung: Der Inhalt, den wir transportieren kommt an auf der Grundlage wie gut die Beziehung zum anderen ist. Doch was ist das, diese ominöse Beziehung? Woraus besteht sie? Und vor allem woraus besteht sie, wenn ich im Netz kommuniziere? Es ist das Vertrauen, das ich zum anderen habe (die Nähe, die ich aufgrund dessen zulasse) und die Hierarchie, die zwischen uns besteht (bestenfalls Augenhöhe). Je sympathischer unser Gegenüber ist, von dem wir lernen, desto besser lernen wir. Spätestens seit der Entdeckung der Spiegelneurone dürfte klar sein, dass Lernen kein isoliertes Geschehen darstellt, sondern vielmehr interaktiv stattfindet. Wertschätzung, Empathie, Autentizität und Transparenz sind hier die Zauberworte. Meine Prognose lautet also: Die Erfolgreichen im Netz werden die sein, die eine hohe Soziale Kompetenz besitzen und für die Gesamtheit nützlich sind!

Welche Tools und Methoden haben mich begeistert?

Es sind weniger Tools, die mich hier begeistern, sondern vielmehr Menschen, die eine gewisse Grundhaltung mir gegenüber zeigen. Diese ermöglicht mir, einen schnellen und nachhaltigen Lernerfolg zu erreichen. Diese Haltung ist geprägt von Offenheit, Wertschätzung, Empathie und Authentizität. Aus meiner Sicht sind die Tools selber eher ein Ergebnis des Social Learning. Diese werden ja ständig weiter entwickelt.

Wie sieht meine ideale persönliche Lernumgebung aus?

Meine Umgebung muss ästhetisch sein und ruhig. Störquellen tun mir beim Lernen gar nicht gut. Ich bin eher introvertiert und brauche Pausen und Rückzug zum Aufladen meiner Batterien. Dann brauche ich Menschen, mit denen ich mich austauschen kann und die mir ehrlich ihre Meinung sagen. Von den Tools nütze ich Webseite, Blog und Twitter. In den sozialen Netzwerken (Google+ oder facebook) bin ich geschäftlich noch nicht so viel unterwegs.

Wie weit ist ein Mentalitätswandel hin zu kooperativem Lernen im Netz schon verwirklicht?

Im Netz beobachte ich immer mehr, dass Menschen mit ihrem echten Namen auftreten, das gehört für mich zur Grundlage, Transparenz ist wichtig. Eine tragfähige Beziehung – auch im Netz – kann ich nur durch Transparenz aufbauen. Menschen sind in einem ganz hohen Maß bereit, ihr Wissen kostenlos mit anderen zu teilen. Gleichzeitig werden die Tools des Web 2.0 von immer mehr Menschen angewendet und auch verstanden. Für mich selber war zum Beispiel ein Blog bisher einfach nur ein Tagebuch, in dem ich Artikel veröffentlichte. Mir war nicht klar, was für ein mächtiges Kommunikations-Instrument es darstellt, mich damit auch mit anderen zu vernetzen.

Wie könnte/sollte sich Social Learning in den nächsten Jahren entwickeln?

Ich beobachte eine ganz große Offenheit und so gehe ich davon aus, dass die gegenseitige Unterstützung noch mehr zunehmen wird. Jemand hat eine Frage, ein Problem – stellt sie ins Netz – und dort schlagen andere eine Lösung vor. Aus meiner Sicht wird es eine bedürfnisorientierte bzw. interessenorientierte Bildung von sozialen Gemeinschaften geben. Denn auch das soziale Lernen muss sich ja am Menschen orientieren. Das Internet verbindet. Und was uns Menschen verbindet, was allen gemeinsam ist, sind Bedürfnisse. Wie das konkret in der Zukunft aussehen wird, davon habe ich noch keine Vorstellung.

Die Blogparade läuft bis zum 27.10.2011

Was sind Ihre Erfahrungen zum Social Learning?

Ich freue mich Über Ihren Kommentar oder wenn Sie diesen Artikel weiterempfehlen. Hier der Short-Link: http://tiny.cc/8vtu4

Ich möchte noch zwei Bücher empfehlen, die aus meiner Sicht mit dem Social Learning zu tun haben:

1. September 2011

zu Gast bei den blogprofis

Bisher habe ich dieses Blog lediglich dazu genützt, Informationen über mich, meine Arbeit und die Psychologie im Allgemeinen zur Verfügung zu stellen. Ich wußte weder dass es in Zeiten des Web 2.0 ein Werkzeug ist, mit anderen zu kommunizieren – geschweige denn habe ich es deshalb nützen können. Kaum hatte ich das kapiert und Kommentare hinterlassen auf anderen Blogs, bekomme ich eine Interviewanfrage. Der Berliner Michael Firnkes betreibt das Magazin für professionelles bloggen. Die Spuren, die ich im worldwideweb hinterlasse möchte ich hier gerne verlinken. Das Interview war sehr lehrreich für mich, vielen Dank dafür. Denn ich hätte nicht gedacht, dass die Blogs im Gesundheitsbereich bisher eher selten sind. Das Interview finden Sie hier.

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