Archiv für ‘Sexualität’

20. Dezember 2011

Wenn die Libido schrumpft: keine Lust auf Sex?

Wie unbedeutend erscheint dem Menschen in
 leidenschaftlichen Augenblikken alles, was ihn umgibt!
(Johann Wolfgang von Goethe)

Keine Lust auf Sex?Menschen hören alle möglichen Ratschläge wenn sie sagen, dass sie immer weniger Lust auf Sex haben. Wenn die Libido schrumpft kann das vielfältige Ursachen haben. Nicht alle können wir mit unserem bewussten Verstand angehen, weil auch hier die Ursachen durchaus in der Vergangenheit liegen können.

Wer hat weniger Lust?

Es sind nicht immer nur die Frauen, die weniger Lust auf Sex haben. Die moderne Frau klagt selber immer öfter darüber, dass sie nicht begehrt wird, dass Sie keinen oder zu wenig Sex hat.

Hilfreiche Strategien

Was hilft nun konkret wenn Sie in der Situation sind? Es gibt viele Gründe für sexuelle Unlust. “Nehmen Sie halt den Wäscheständer aus dem Schlafzimmer!” Das war in den sechziger Jahren noch die Ausbeute einer Beratung zum Thema niedrige oder fehlende Libido. Ganz zu vernachlässigen ist dieser Tipp nicht. Generalisieren kann ich es auch nicht woran es im Einzelfall liegt wenn Sie keine Lust haben. Aber ganz erfolgreich ist die Strategie, zu überprüfen ob die Bedürfnisse gewahrt sind.

Die Örtlichkeit der Leidenschaft

Zur Örtlichkeit gibt es einiges zu bedenken. Fühlen Sie sich dort wo Sie Sex haben sicher? Fühlen Sie sich geborgen? Könnte jederzeit jemand zur Tür hereinkommen? Oder zum Fenster reinschauen? Ist Ihre Umgebung anregend? Oder werden Sie ständig an Arbeit und Pflicht erinnert? Steht der Wäscheständer rum? Ist das Licht an? Oder ist es aus? Oder ist es schön schummrig? Jeder hat andere Vorlieben

Der Feind in meinem Bett

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist das Klima, das zwischen Ihnen als Paar herrscht. Haben Sie sich durch Ihre Kommunikations-Gewohnheiten im Partner einen Freund oder einen Feind geschaffen? Sprechen Sie von Ihren eigenen Bedürfnissen oder machen Sie den anderen dafür verantwortlich, dass Sie Ihre nicht erfüllt bekommen? Klar ist es der Partner, der Sie streichelt. Wenn er das nicht tut ist das traurig und kann auch wütend machen. Aber er sollte auch Lust dazu haben. Was ist es denn sonst wert? Zu sagen: “Du schaffst es einfach nicht, mich in Fahrt zu bringen.” ist einfach ein Unterschied zu: “Ich liebe es, von Dir so berührt zu werden.” Kommunizieren Sie so, dass Ihr Partner wirklich Lust auf Sie hat?

Online-Test zur Libido

Um einen Testwert zu erhalten können Sie den Wert Ihrer Libido auch im Online-Test “Sexuelle Unpässlichkeit” überprüfen lassen. Der Test stammt von meinem Kollegen Dipl.-Psych. Manfred Soeder und gehört zum Verzeichnis “Therapeuten im Netz”. Hier finden Sie dann bei Bedarf gleich einen passenden Sexual-Therapeuten in Ihrer Nähe.

Keine Lust Felix!

Ann-Marlene Henning hat dem Thema auch einen Beitrag gewidmet, der ist wie immer wundervoll:

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Wenn Sie sich hier wieder finden und die Punkte selber nicht lösen können, dann empfehle ich Ihnen den Gang zum Therapeuten. Ebenso wenn Ihnen diese Tipps alle nicht weiterhelfen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Faktor der zwischen Ihrem erfüllten Liebesleben und dem Jetzt steht wahrscheinlich in der Vergangenheit zu suchen ist. Dann empfehle ich Ihnen, sich Unterstützung zu suchen. Oder es könnte sein, dass Ihnen auch das Buch von meinem Kollegen Bernhard Ludwig (siehe unten) weiterhilft. Das ist ein Comic, den ich sehr empfehlen kann. Und zum Schluß noch einen Witz, den das Leben schrieb, den Sie bei belauscht.de genießen können!

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Hier finden Sie das Buch von Bernhard Ludwig:

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 Foto: pitopia (c)
1. Dezember 2011

Schwache Potenz durch zu viele Medikamente?

Bild: privat

Sehr oft haben Erektiosnsstörungen ihren Ursprung in der Psyche – dann sind Sie bei mir in der Praxis richtig. Aber das kann durchaus auch an Medikamenten liegen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, vielleicht ist darüber Ihre Manneskraft wieder zu stärken!

Potenz und Medikamente

Die Erektionsfähigkeit hängt ganz eng mit guten Gefäßen zusammen. Deshalb sind sowohl Alter als auch kardiovaskuläre Erkrankungen der Feind der männlichen Potenz. Da liegt es nahe, dass  Männer mit Hypertonie, Diabetes, zu viel Cholesterin im Blut oder bereits einer manifesten Atherosklerose oft deutliche Probleme im Bett haben. Wenn Mann dann viele Medikamente gegen die Gefäßerkrankung nimmt  überrascht es kaum, dass Mann mit vielen Medikamenten auch über eine wenig erfreuliche Potenz klagt. Eine Studie von Urologen aus Los Angeles legt nahe, dass dies nicht der einzige Grund sein könnte: Offenbar beeinträchtigt die Polypharmazie (Einnahme von mehreren Medikamenten) auch direkt die Erektionsfunktion. Die Ärzte um Dr. Diana Londono analysierten In der Untersuchung die Daten einer Befragung von knapp 38.000 Männern im Alter von 45 bis 69 Jahren. Sie wurden über Anzahl und Art ihrer Medikamente genauso befragt wie über ihre erektile Funktion und ihre sonstigen ihnen bekannten Krankheiten.

Die Ergebnisse der Studie

Die Hälfte aller Männer konnten die Frage bejahen, ob sie immer in der Lage seien, eine so starke Erektion zu bekommen, dass ein Geschlechtsverkehr möglich ist, die keine bis maximal zwei Medikamente nahmen. Noch 43 % konnten hierzu ja sagen wenn sie drei bis fünf Medikamente nahmen und auf 35 % sank das Ergebnis wenn die Männer zwischen sechs bis neun Medikamente nahmen. Bei zehn oder mehr Medikamenten sank es auf 24 % ab. Männer, die zehn oder mehr Medikamente nehmen haben also eine vierfach erhöhte Rate einer erektilen Dysfunktion (ED). Oft sind diese Männer auch übergewichtig. Vielleicht ließen sich die Männer zum Abnehmen motivieren wenn sie wüsten, dass sie dann auch wieder mehr Spaß im Bett haben können?

Nicht nur den Bauch abspecken…sondern auch weniger Medikamente nehmen!

Die Ergebnisse wurden in einem zweiten Schritt noch verfeinert ausgewertet. Die Forscher bezogen alle bekannten Faktoren mit ein (vor allem die üblichen kardiovaskulären Risikofaktoren), die eine ED begünstigen. Doch auch wenn diese in der Berechnung berücksichtigt wurden, ergab sich  ein immer noch fast zweieinhalbfach erhöhtes ED-Risiko bei einer Polypharmazie mit zehn und mehr Medikamenten. Das Team um Londono folgert daraus, dass ED-Patienten nicht nur den Bauchspeck, sondern auch mal die Anzahl der Medikamente abspecken sollten. Das Absetzen bestimmter Mittel oder eine Umstellung der Medikamente könnte vielleicht schon einiges zur Potenzsteigerung beitragen.

Quelle: Londono D C et al. Population-based study of erectile dysfunction and polypharmacy. BJU 2011; published online 15.11.11. doi:10.1111/j.1464410X.2011.10761.x
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Dieses Buch bei Amazon empfehle ich Ihnen: 

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20. November 2011

Schmerz lass nach!

Wenn zu mir jemand in die Praxis kommt mit dem Wunsch der Schmerzreduktion ist für mich eines wichtig: Es muss von einem Arzt abgeklärt sein, dass es keine aktuelle körperliche Ursache für den Schmerz gibt. Erst dann beginne ich damit, den Menschen darin zu unterstützen, seine Schmerzen zu reduzieren oder gar ganz auflösen. Dabei arbeite ich mit Hypnosetherapie.

Schmerz und Hirnforschung

Mein Ansatz dahinter ist einfach. Schon der Begründer der Psychoanalyse Siegmund Freud beobachtete, dass unbewältigte Erfahrungen sich in körperlichen Beschwerden niederschlagen können. Er hatte seine eigene Theorie wie dies von statten geht und nannte diesen Abwehrmechanismus Konversion. Von den Verhaltenspsychologen wurde er oft belächelt, da seine Annahmen reine Theorie waren und nicht mit harten Daten untermauert war. Die moderne Hirnforschung liefert heute Beweise, dass er so schlecht gar nicht lag. Freilich liefern die Forschungsergebnisse nicht den Beweis, dass seine Theorie richtig ist. Vielmehr kann die moderne Hirnforschung zeigen, dass emotionaler Schmerz (wie zum Beispiel auch Eifersucht) im selben Zentrum im Gehirn verarbeitet wird wie körperlicher Schmerz.

Die Signales des Körpers verstehen lernen.

Die meisten Menschen, die zu mir kommen weil sie unter Schmerzen leiden verstehen nicht, was ihr Körper ihnen durch den Schmerz sagen möchte. In einer anderen Situation wäre dies einfacher. Wenn dieselbe Person ihre Hand auf die Herdplatte legte wäre offensichtlich, dass der Schmerzreiz eine Schutzfunktion auslösen soll – nämlich, dass die Hand in Sekundenbruchteilen zurückgezogen wird, um Verbrennungen zu vermeiden.

Hier sehen Sie wie die Schmerzleitung funktioniert. Ich behaupte jetzt einfach, dass der Mechanismus bei seelischen Schmerzen genau gleich ist wie bei körperlichem Schmerz. Nur hier haben wir die Möglichkeit, uns den seelischen Schmerz auszureden, ihn herunterzuspielen oder auf alle erdenklichen Weisen umzuinterpretieren. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass dieser Schmerz vorhanden ist. Vergeht dann noch ein wenig Zeit, sind wir nicht mehr in der Lage das auslösende Ereignis mit dem Schmerz in Beziehung zu setzen. Das Gehirn verarbeitet ihn und mit der Zeit zeigt er sich körperlich. Wir haben körperliche Schmerzen. Dieser Zusammenhang wird nicht gleich klar, weil oft die Ursache in der Vergangenheit liegt.

Den Schmerz auflösen.

Die gute Nachricht dabei ist, dass sich dieses Prinzip auch umkehren läßt: Löst sich der seelische Schmerz, reduzieren sich oder verschwinden auch die körperlichen Beschwerden. Aber zunächst noch mehr dazu: Schmerz ist subjektiv und es ist nicht möglich, ihn von außen zu messen. Er wird auch von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich empfunden. Was aber allen gemeinsam ist: Schmerz ist ein Notsignal, das den Organismus schützen soll. Laß das, es tut weh! Wenn jemand auf dieses Signal bei seelischem Schmerz nicht reagieren kann steckt meistens ein Konflikt dahinter. Denn der Schmerz wird in den überwiegenden Fällen von nahestehenden Menschen zugefügt. Manchmal absichtlich – dann fällt es leichter sich zu wehren. Meistens jedoch unabsichtlich – und die Betroffenen stehen vor der unlösbaren Aufgabe, den Schmerz loswerden zu wollen, aber den nahestehenden Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen. Oft stammt der Konflikt auch aus der Kindheit, aus einer Zeit als der Betroffene sich selber noch nicht schützen konnte und den Schutz von den Eltern nicht bekommen hat. Oft resultieret Schmerz auch aus traumatischen Erfahrungen und hilfreich ist Traumatherapie. Genauso wie eine Beziehung Schmerz zufügen kann ist es auch möglich, dass eine gute Beziehung hilft Schmerz zu reduzieren oder ganz zu bewältigen.

Der Schmerz läßt nach.

Es scheint, als ob das Gehirn solange in einer Schleife den ungelösten Konflikt immer wieder durchspielt bis er gelöst ist. Als Beispiel möchte ich von einer Frau schreiben, die Schmerzen empfindet beim Geschlechtsverkehr. Hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es unangenehme Erlebnisse gab aus der Vergangenheit, die ungelöst sind. Das kann ein körperlicher Missbrauch sein – muß aber nicht. Es reicht, wenn sie als Kind einen Vertrauensmissbrauch erlebte – es gibt irgendein Erlebnis in der Vergangenheit, bei dem ihr als kleines Mädchen seelischer Schmerz zugefügt wurde. Dieses Ereignis – das kann auch eine Enttäuschung durch den Vater sein – erzeugt eine emotionale Blockade und bevor die nicht gelöst ist bleibt der Schmerz.

Ein anderes Beispiel wäre eine Projektleiterin, die seit Jahren unter Schmerzen in der Schulter leidet. Gleichzeitig mit Schmerzbeginn hat sie ein Projekt übernommen, das ihr eigentlich zu viel ist, weil sie sich thematisch damit gar nicht ganz auskennt und noch immer dabei ist, sich einzuarbeiten. Sie fühlt sich überfordert und hat Sorge, ob sie der Verantwortung gerecht wird. Nach einem Gespräch mit ihrer Vorgesetzten, in dem ihr zugesichert wird, dass sie durch einen anderen Kollegen kollegiale Supervision erhält verschwinden ihre Schulterschmerzen – sie fühlt sich spürbar entlastet und hat jetzt die Einschätzung, der Aufgabe gewachsen zu sein.

Genauso ist meine Erfahrung in meiner täglichen Arbeit: löst sich der emotionale Schmerz aus der Vergangenheit, löst sich auch der körperliche Schmerz auf. Was für eine Erleichterung – der Schmerz  läßt nach!

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25. Oktober 2011

Ohne Pille mehr Spaß am Sex?

Eine Studie zum Thema Sex und Pille überrascht: Ein Drittel der Probandinnen hat ein Risiko für sexuelle Dysfunktion, Raucherinnen haben weniger Spaß am Sex und die Pille senkt die Lust.

Geht die Verhütung mit der Pille zu Lasten der Lust?

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die im Journal of Sexual Medicine erschienen ist, zeigen, dass Frauen, die nicht-hormonell verhütet hatten, in sexueller Hinsicht am glücklichsten waren. An der Studie – ein Familienprojekt von Lisa-Maria, Christian und Markus Wallwiener – nahmen 1.086 Medizinstudentinnen teil. Das entspricht ungefähr 2,5% aller Medizinstudentinnen in Deutschland. Die Frauen beantworteten Fragen zum Thema Sex, Kinderwunsch und Raucherstatus. 87% hatten in den letzten sechs Monaten Verhütungsmittel benutzt, und 97,3% waren in den letzten vier Wochen sexuell aktiv gewesen. In die Endauswertung gingen die Daten von 1.046 Frauen ein. 32,4% hatten ein Risiko, unter weiblicher sexueller Dysfunktion zu leiden: 8,7% hatten ein hohes Risiko für eine Orgasmusstörung, 5,8% für eine hypoaktive sexuelle Luststörung.

Zufriedener mit festem Partner

Die Teilnehmerinnen wurden entsprechend ihrer Verhütungsmethode in vier Gruppen eingeteilt: orale hormonelle, nicht orale hormonelle, nicht hormonelle und keine Verhütung. Den höchsten Wert auf der sexuellen Funktionsskala (das heißt das geringste Risiko für eine sexuelle Störung) hatten Frauen, die nicht hormonell verhüteten (31,0%), gefolgt von keine Verhütung (29,5%), orale hormonelle Verhütung (28,3%) und nicht orale hormonelle Verhütung. Neben der Verhütungsmethode war auch der Raucherstatus ein signifikanter Faktor für den Wert auf der sexuellen Funktionsskala. Raucherinnen hatten eine höhere Punktzahl als Nichtraucherinnen. Andere Faktoren wie Alter, frühere Schwangerschaften, Kinderwunsch und Partnerstatus spielten dagegen keine Rolle. Frauen, die nicht in stabilen Beziehungen lebten, hatten häufiger Orgasmusprobleme als Frauen mit festen Partnern.

Und was könnte das konkret für mich bedeuten?

Die Studienautoren betonen, dass die Studienergebnisse keinen Hinweis auf die Kausalität der gefundenen Assoziationen zulassen. Die Studie sollte also kein Grund sein, das Rauchen anzufangen, die Pille abzusetzen und sich einen festen Partner zuzulegen. Trotzdem bleibt besonders ein Zusammenhang bedenkenswert: Die Einnahme von Hormonen könnte das Sexualleben von Frauen negativ beeinflussen.

Quelle: Wallwiener C et al. Prevalence of sexual dysfunction and impact of contraception in female german medical students. J Sex Med 2010; May 4

Ergebnisse und Alternativen

Detaillierte Darstellung der Studienergebnisse gibt es hier  und vor kurzem habe ich schon einmal darüber geschrieben, weil ich das Thema bereits bei Utopia gefunden hatte. Und noch ein Nachtrag – bei gesund.co.at ist heute (29. November 2011) ein umfassender Artikel zum Thema Verhütung erschienen. Vielen Dank!

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8. September 2011

Verändern sexuelle Reize das Verhalten von Kindern?

Damit beschäftigen sich die Autoren des Beitrages “Was ständig sexuelle Reize mit Kindern machen” auf welt.de

Von Kleidung über sexuelle Aufklärung bis hin zu Medienkompetenz und adäquaten Ansprechpartnern für die Kinder wird alles beleuchtet. Leider wird nicht auf entwicklungspsychologischen Aspekte im jeweiligen Alter eingegangen.

14. Juni 2010

Podcast Psychogynäkologie

Marco Ramadani und Shivani AllgaierBereits im Frühjahr hat mein Kollege Dr. med. Marco Ramadani mit mir einen Podcast über einen Teil meiner Arbeit aufgenommen: Die Psychogynäkologie. Da bisher wenige Menschen davon wissen, ist es mir besonders wichtig, dieses spannende Aufgabengebiet bekannt zu machen.

Seither probierte ich einige Male, den Podcast hier zu verlinken und endlich ist es mir gelungen.

Die Aufnahmen haben Spaß gemacht – Danke Marco – und nun wünsche ich Ihnen: Viel Spaß beim Anhören.

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Bild: privat (c)

10. April 2010

Wann ist lauter Sex zu laut?

Dieser Frage widmet sich Sigrid Neudecker in ihrem Sex-Blog bei ZEITonline. Sie geht dabei Fragen nach wie:

- ist lauter Sex ein Kündigungsgrund?
- wer ist lauter beim Sex – Mann oder Frau?
- welchen Sinn haben die Laute beim Sex?
- wenn zu laut / wie sage ich es dem Nachbarn?

3. Januar 2010

weibliche Sexualität

 Ein sehr gut recherchierter Artikel über Probleme in der weiblichen Sexualität hat Monika Preuk bei Focus Online zusammengefaßt. Sehr gut gefällt mir, dass psychische Faktoren als Ursache oder zumindest als einer der auslösenden Faktoren genannt werden.
Leider wird auf Behandlungs-Möglichkeiten nicht eingegangen und somit kommt die Hypnose leider auch nicht zu Wort. Sieht so aus, als sollte ich das irgendwann angehen…

20. Dezember 2009

Spermien riechen den Weg zur Eizelle

Den Weg zur Eizelle weist den Spermien ein “Geruchssensor”. Mehr darüber lesen Sie bei Bild der Wissenschaft

20. Dezember 2009

Warum Streicheleinheiten so gut tun

Streicheln löst wohlige Gefühle aus, beruhigt und kann sogar Schmerzen lindern. Schwedische Forscher haben jetzt entdeckt, dass für die angenehmen Empfindungen bei Berührungen ein peripheres, afferentes Nervennetz zuständig ist.

Ein Team um Håkan Olausson von der Universität Göteburg konnte jetzt ein Netz von bestimmten nicht-myelinisierten Mechanorezeptoren, sogenannte C-taktile Nervenfasern, nachweisen, das auf die Wahrnehmung von Berührungen spezialisiert ist. C-taktile Nerven, die in behaarten Hautarealen vorkommen, leiten Signale relativ langsam an den Inselkortex weiter, ein Hirnareal, das für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Diese Leitungen sind nicht beteiligt, wenn aus dem gleichen Hautareal beispielsweise Schmerzreize an das Gehirn gemeldet werden.

Wie die Forscher zeigen konnten, werden die C-taktilen Fasern am stärksten durch genau die Art von streichelnden Berührungsreizen aktiviert, die auch als am angenehmsten empfunden werden: In der aktuellen Studie wurde bei gesunden Freiwilligen robotergesteuert mit einem weichen Pinsel über die Haut des Unterarms gestrichen. Die Probanden wurden befragt, welche Geschwindigkeit und welcher Druck am angenehmsten war. Messungen mittels Mikroelektroden in der Unterhaut der Probanden ergaben eine signifikante Korrelation zwischen der Beurteilung der Empfindung und der Aktivierung von C-taktilen Nervenfasern. Für die Handinnenfläche, die nicht von solchen Fasern durchzogen ist, konnte kein derartiger Zusammenhang gefunden werden.

Auch andere Faktoren wie Erfahrungen oder die aktuelle Stimmung beeinflussen, wie angenehm eine Streicheleinheit empfunden wird, räumen die Wissenschaftler ein. Das C-taktile Netz sei jedoch Voraussetzung für den wohltuenden Effekt von Streicheleinheiten und leiste einen wichtigen Beitrag, um soziale Nähe herzustellen. (abd)

Quelle: Olausson H et al.: Coding of pleasant touch by unmyelinated afferents in humans. Nat Neuroscience 2009. 12 (5): 547-8

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