Archiv für ‘Paare’

19. September 2011

Jeder Vorwurf ist ein schlecht formulierter Wunsch?

Meinungsverschiedenheiten gibt es überall. Nur scheint es einen Unterschied zu geben zwischen den einen, die dies konstruktiv tun und zu einem Ergebnis kommen – und denen, die dies nicht konstruktiv tun und mit dem Streiten an sich beschäftigt sind, sich richtig gehend darin festbeißen.

Wenn unsere Bedürfnisse nicht erfüllt sind, fühlen wir uns schlecht.

Was unterscheidet diese  beiden Gruppen?  Die Konstruktiven haben mehr Spaß am Leben – die anderen sind gefrustet und schlecht gelaunt. Das ist der emotionale Aspekt. Und wie war das mit den Gefühlen? Wem es gut geht, der bekommt seine Bedürfnisse erfüllt, wer sich unwohl fühlt, dem fehlt etwas? Die einen bekommen also was sie brauchen – die anderen nicht? Ist das zu einfach um wahr zu sein?

Tatsächlich wird seit Carl Rogers, dem Begründer des Personenzentrierten Ansatzes in Gesprächsführung und Therapie ein kleiner Trick gelehrt, der beides erklären kann. Rogers geht davon aus, dass die Qualität der Beziehung zwischen zwei Menschen  darüber entscheidet, ob eine Botschaft ankommt oder nicht. Dasselbe sagt auch Paul Watzlawick in seinem 2. Axiom der Kommunikation: “Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei letzterer den ersteren bestimmt.” Das zur Theorie, aber nun zurück zur Praxis und damit zum Trick.

Eine Beziehung lebt von Wertschätzung – nur wie sieht das konkret aus?

Rogers und Watzlawick sind sich einig: Wer will dass seine Botschaft ankommt braucht eine gute Beziehung zum anderen. Und was kann ich dafür tun, dass die Beziehungsqualität gut ist? Ganz einfach: den anderen anständig (sprich wertschätzend) zu behandeln. “Das mache ich doch!” Werden viele denken. “Und dennoch bin ich nicht zufrieden…!” Dann ist immer noch die Möglichkeit, dass die Intention zwar eine wertschätzende ist – jedoch nicht die Wirkung.

Vorwürfe sind schlecht formulierte Wünsche.

Was hilft sind Ich-Botschaften. Was die Beziehung verschlechtert sind Du-Botschaften. Das eine ist wenn jemand klar einen Wunsch äußert und das andere sind einfach nur Vorwürfe. Das Geheimnis liegt einfach darin, dass der andere auf einen Wunsch von mir neutral – oder im besten Falle positiv reagieren kann. Mit einem Vorwurf dagegen schaffe ich eine Distanz zum anderen. Ich greife ihn an und fordere ihn heraus, sich entweder zu verteidigen oder zum Gegenschlag auszuholen. Entweder er rechtfertigt sich (und fühlt sich schlecht dabei) oder er wird mir selber einen Vorwurf um die Ohren hauen (und wird wütend). Über die Formulierung von Ich-Botschaften gibt es viel Literatur, einen sehr guten Artikel darüber finden Sie bei meinem Kollegen Roland Kopp-Wichmann. Mir selber hilft immer wieder ein Zitat von Martin Haberzettl: “Vorwürfe sind schlecht formulierte Wünsche.” Auf das Zitat hat mich vor Jahren eine Coaching-Klientin aufmerksam gemacht. Ich bin noch heute dankbar dafür. Denn dahinter verbirgt sich ja dann eine sehr praktische, einfache Formel. Das gute daran ist, dass ich jeden Vorwurf einfach in einen Wunsch umformulieren kann. Wenn das stimmt, dann würden die Zufriedenen Menschen und die konstruktiven Streiter sich von den unzufriedenen dadurch unterscheiden, dass die einfach sagen was sie wollen? Und die anderen ihre Zeit mit Streiten verbringen?

Eine kurze Demonstration sehen Sie in dem Video, das ich mit meiner Kollegin Jutta Blumhagen zum Thema aufgenommen habe. Das Video gehört zu unserem Videoblog.

Wenn Sie sich demnächst in einem Konflikt befinden oder sich in einem Gespräch unwohl fühlen, empfehle ich Folgendes: Überprüfen Sie, ob es auf einer der beiden Seiten eine vorwurfsvolle Grundstimmung gibt. Und machen Sie dann aus dem Vorwurf den Sie aufspüren (was der andere gefälligst tun oder lassen soll oder was am anderen nicht stimmt) einen Wunsch (was Sie haben möchten).

Was sind Ihre Erfahrungen mit Vorwürfen und mit Wünschen?

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7. August 2011

Wenn Dich der Partner schafft…

… dann ist es Partnerschaft.

Das ist der Titel des Kabaret-Programms, dass Hans-Ulrich Schachtner zusammen mit seiner Frau Elisabeth Eberhardt in München immer wieder veranstaltet.  Falls es in absehbarer Zeit keine Termine gibt, können Sie das Event auch aus der “Dose” genießen, die gleichnamige DVD gibt es hier.

Und als Vorgeschmack einige kleine Ausschnitte der DVD bei youtube…

Ein Hausmann plaudert aus dem Nähkästchen… viel Spaß dabei!

23. Januar 2010

Lachen Sie sich zu einer besseren Partnerschaft…

… geht nicht?

Sehen Sie hier:

Mark Gungor schafft es über seinen bissigen Humor die Menschen dazu zu bringen, gegenseitiges Verständnis füreinander aufzubringen. Phantastisch. Leider ist das Video in englischer Spache.

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20. Dezember 2009

Kommunikations-Spiele

Beim aktell-spiele-verlag ist ein neues Spiel erschienen. Es heißt “Liebesgeflüster“. Einfach Karten auswählen und von den Wunschkarten des Partners überraschen lassen. Das Spiel ist für zwei konzipiert und dient dazu, dem anderen die “ola-la-wünsche” mitzuteilen und sich von den Antworten des Partners überraschen zu lassen. Es ist sowohl ein eigenständiges Spiel – kann jedoch auch mit dem Spiel “Paartie” zusammen verwendet werden. Hier spielen mehrere Paare zusammen und es gewinnt der, der seinen Partner am besten kennt. Und noch mehr Spiele zu allen möglichen Themen gibt es hier.

17. Dezember 2009

Let’s talk about… sex!

Ein Ausschnitt aus dem Seminarkabarett-Programm “Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit” des Wiener Psychologen Bernhard Ludwig. Ein Genuss (5:31 min).

Und die Fortsetzung zu Mann-Frau- Kommunikation (5:30 min).

Hier erzählt er, wie sein Programm entstanden ist (8 min).

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17. Dezember 2009

Let’s talk about … LOVE

Wenn man bei einer Frau Erfolg haben will,
muss man ihr sagen, dass sie schön ist,auch wenn sie aussieht wie ein Lastwagen.
(Kindermund) 

 … und was Kinder über Liebe denken und sagen, können Sie hier (4 min) sehen.

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Das Zitat habe ich bei Chefkoch gefunden.

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Ein Buch dazu bei Amazon:

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