Archiv für ‘Podcast’

15. Dezember 2011

Kleine Pause gefällig? Entspannung fürs Büro

Die Kunst des Ausruhens ist
ein Teil der Kunst des Arbeitens.
(John Steinbeck)

Unser Körper reagiert immer noch gleich wie damals wenn ein Säbelzahntiger auftauchte. Wir sind jederzeit darauf vorbereitet mit Kampf oder Flucht zu reagieren wenn ein dementsprechender Stressor auftaucht. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Säbelzahntiger von heute langsamer anschleichen. Ganz im Sinne von dem Frosch, der nicht aus dem Topf springt wenn das Wasser sich ganz langsam erwärmt nehmen wir gar nicht wahr, wenn die Stressoren sich langsam in unser Leben schleichen.

Bewusster werden durch Achtsamkeit

Oft genügt es schon, einmal täglich die Aufmerksamkeit auf das zu richten was uns wichtig ist und uns zu vergegenwärtigen, was denn unser Ziel ist. Dann lassen wir uns von äußeren Umständen nicht so leicht davon abbringen. Und für eine körperliche Entspannung hilft eine konkrete Entspannungsübung, eine innerlich und eine für den Körper.

Kleine Achtsamkeitsübung fürs Büro

Spüren Sie wie die Füße den Boden berühren. Wo nehmen Sie wahr, dass Sie mit der Haut den Schuh berühren? Wo ist es warm? Wo spüren Sie Druck? Sind die Zehen locker oder eingerollt? Über die Knöchel und die Unterschenkel kann die Aufmerksamkeit jetzt zu den Knien wandern. Spüren Sie den Winkel, den Ihr Bein dort macht? Sie gehen weiter zum Ober- und Unterschenkel. Wo spüren Sie dass die Kleidung anliegt? Und nun weiter zur Gesäß-Region – wie stark ist der Druck den Sie spüren weil Sie sitzen? Wenn Ihnen Verkrampfungen auffallen können Sie die Muskeln dort locker lassen.

Ihre Aufmerksamkeit wandert weiter zum Unterbauch, dann den Rücken hoch zum Brustkorb. Hier werden Sie auf die Atembewegungen aufmerksam. Atmen Sie flach oder tief? Sind die Schultern verspannt? Nach hinten gezogen? Wie fühlt es sich am angenehmsten an?

Dann wandern Sie den Nacken hoch zum Kopf. Ist die Kopfhaut entspannt? Der Kiefer hängt locker oder ist angespannt? Können Sie die Zunge noch lockerer machen? Sie wandern zur Stirn – ist sie gerunzelt? Und die Schläfen – sind sie kalt oder warm? Wie fühlt sich Ihr Körper jetzt an? Falls Sie noch irgendwo Schmerz oder Verspannung spüren bleiben Sie dort mit Ihrer Aufmerksamkeit und sagen DANKE!

Im Veränderungspodcast können Sie sich auch von meiner Stimme durch die Übung führen lassen. Gute Entspannung!

Und jetzt noch Bewegung für den Körper

Und was machen Sie abends?

Nach einem langen Arbeitstag wenn am Abend schon dunkel ist entspannt es sich am besten mit einem warmen Bad. Vor allem Lavendelblütenöl hat eine entspannende Wirkung. Genießen Sie es!

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Bild: Pitopia (c)

4. Dezember 2011

Prämenstruelles Syndrom (PMS) Übung zur Selbsthilfe

Die Mode ist weiblichen Geschlechts.
Folglich hat sie ihre Launen
(Karl Julius Weber)

Vom Prämenstruellen Syndrom sind fast zwei Drittel aller Frauen im gebährfähigen Alter betroffen. Manche sind dadurch nur leicht eingeschränkt – andere können an diesen Tagen Ihre Tagesgeschäfte  kaum oder gar nicht erledigen. Diese “Tage” werden von vielen Frauen gefürchtet, weil sie als schmerzhaft und unangenehm erlebt werden. Aber so muss es nicht sein. In anderen Kulturen gibt es durchaus andere Sichtweise und Erfahrungen mit der alltäglichen Weiblichkeit als in der unsrigen. Viele sehen die Tage um die Menstruation als eine positive Erfahrung an.

Visualisation kann Ihnen helfen, eine neue Erfahrung zu machen.

Das was Sie wahrnehmen findet in Ihrem Gehirn statt und verändert es. Und es geht noch weiter: alles worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten wird von den Zellen in Ihrem Gehirn verarbeitet. Gleichzeitig ändern sich dadurch die Zell-Verbindungen. Das heisst, dass Sie weise auswählen sollten, womit Sie den ganzen Tag Ihre Zeit verbringen. Daß Sie weise auswählen sollten, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten. Es heißt aber auch, dass Sie über gezielte Visualisation in Ihrem Körper einiges verändern können. Und wenn Sie Lust auf ein Experiment haben, lade ich Sie jetzt ein zu einer Visualisations-Übung.

Meer Strand Entspannung Achtsamkeit

Sie stehen in der Nacht am Meer...

Vollmond in der Nacht am Meer

Wenn Sie erleben wollen wie das Leben für Sie und Ihre Lieben in Ihrem Umfeld leichter sein kann, dann testen Sie diese Visualisationsübung.

1. Legen Sie sich in Rückenlage auf den Boden. Wenn Sie mögen legen Sie ein Kissen unter Ihre Knie und ein weiteres im unteren Rücken oder in den Nacken. Falten Sie Ihre Hände über dem Bauch. Nehmen Sie drei tiefe Atemzüge.

2. Visualisieren Sie einen Strand am Abend – Sie stehen dort. Das Wetter ist schön, der Himmel klar und eine sanfte Brise weht Ihnen durchs Haar. Die Palmen hinter Ihnen wippen vom Wind sanft vor und zurück und machen ein sanft knackendes Geräusch. Das Wasser ist ruhig und still, Sie können spüren wie die Wellen sanft über Ihre Füße rollen.  Der Vollmond steigt langsam am Horizont nach oben und zaubert einen hellen Lichtschein auf das sich kräuselnde Wasser des Ozeans. Sie können mit Ihrem Blick dem Mond folgen, der langsam seinen Weg am Nachthimmel geht.

3. Der Mond beginnt jetzt abzunehmen. Beobachte wie er langsam verschwindet. Schließlich ist nur noch ein dünner Lichtschimmer übrig, der sich kaum noch im dunklen Wasser reflektiert. Atmen Sie tief ein und aus. Sie können die salzige Luft riechen, die jeder Windhauch vom Meer herüber weht. Der Mond beginnt jetzt wieder zuzunehmen. In ganz kleinen Schritten wird er voller und voller und sein helles weisses Licht spiegelt sich wieder im Wasser. Es ist wieder Vollmond. Seine Energie zieht die Wellen langsam über Deine Füße. Du kannst spüren wie die Energie in Deinem Körper fließt, die vom Mond abstrahlt. Dein Rhythmus hat sich dem Mond angepasst, Dein Rhythmus ist eins mit dem Mond. Der Rhythmus Deines Körpers ist jetzt in Harmonie. Genieße das – entspanne und atme weiter tief ein und aus.

4. Lassen Sie sich noch zehn Minuten oder auch länger Zeit und atmen Sie ruhig und tief weiter. Öffnen Sie Ihre Augen und bleiben noch etwas liegen. Stehen Sie langsam auf und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das was sich durch die Visualisatonsübung des Mondes in Ihrem Körper verändert hat.

Visualisationsübung selber durchführen (Podcast hören)

Sie können diese Visualisation einmal täglich durchführen. Je regelmäßiger Sie das tun, desto mehr werden Sie davon profitieren. Die “Tage” können Sie und Ihr Körper immer angenehmer erleben. Die Übung zur Selbsthilfe gibt es in einer längeren Form (ca. 30 Minuten) zum Hören auf dem Veränderungspodcast. Ich habe hier zusätzlich noch etwas aufgesprochen, das hilft emotionale Blockaden zu lösen. Einfach auf den folgenden Link klicken.

Hier geht’s zum Podcast >>> Prämenstruelles Syndrom (PMS) Übung zur Selbsthilfe

Wichtig: Nicht beim Autofahren hören oder bei anderen Tätigkeiten, die Ihre volle Aufmerksamkeit fordern!

Gerne dürfen Sie die Datei auch herunterladen und verbreiten. Jedoch nur zusammen mit dem Cover. Das Cover können Sie auf der Homepage herunterladen.

Lassen Sie sich nicht krank machen!

Bevor Sie sich Medikamente verschreiben lassen, sehen Sie sich bitte diesen Beitrag im Blog meines Kollegen Dr. Marco Ramadani an.

Was hilft Ihnen, mit PMS besser klar zu kommen? Verraten Sie mir Ihre Erfahrungen mit der Visualisation/mit der Selbsthilfe Übung?

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20. Oktober 2011

Ich spürte ganz deutlich, dass da ein Zwilling war…

Eine Freundin erzählte mir zum ersten Mal von dem Phänomen “verlorener Zwilling”. Ihre Therapeutin hätte erzählt, dass sie einen tiefen Schmerz in sich trüge, weil sie diesen verloren hat. Mir kam das etwas komisch vor, aber meine Freundin beharrte darauf, dass sie sich seither wohler fühlte und ich konnte deutlich sehen, dass sie seither erfolgreicher und lebensfreudiger war.

In der hypnotischen Trance ist es möglich die bis dahin irrationale Gefühle zuzuordnen.

Wenige Monate später erlebte eine Patientin in einer Trance-Sitzung genau diesen Schmerz: Mein Zwillingsbruder ist tot! Und dabei war sie noch gar nicht geboren. “Ich war so hilflos, dass ich nichts machen konnte und ich fühlte mich auch schuldig dafür. Ich war am Leben und er war tot.”  Konkret hatte es sich im Leben der Patientin so ausgewirkt, dass sie immer die Sehnsucht nach einem Partner hatte – aber es einfach nicht schaffte, eine tragfähige Partnerschaft aufzubauen. Immer wenn da jemand war, entwickelte sie irrationale Ängste, die dazu führten, dass sie jeden Partner wieder in die Flucht schlug. Jetzt verstand sie plötzlich ihre Gefühlswelt. Sie hatte gar keine Angst vor der Partnerschaft, sondern es waren die alten Ängste, ohne den Bruder zu ein. Es war die alte Hilflosigkeit, nichts dagegen machen zu können, dass er stirbt. Sie hatte gar keine Angst, den Partner wieder zu verlieren, die Gefühle gehörten in eine andere Zeit. Sie waren jetzt endlich am richtigen Platz – in der Vergangenheit – dort wo sie hingehörten und die Patientin konnte mit voller Kraft ihr Leben leben. Zum Glück hatte meine Freundin mir davon erzählt, sonst hätte ich die Spur womöglich gar nicht verfolgt. Und mit unbewältigten Gefühlen meiner Patienten kann ich ja zum Glück umgehen. Schließlich ist das der Schwerpunkt meiner täglichen Arbeit.

Die Fakten zum “lost twin syndrom” wie es im englischsprachigen Raum heißt.

Ärzte und Biologen sehen in dem Verlust kein großes Drama. Jedoch für den verbleibenden Zwilling ist es eine emotionale Katastrophe. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass 50 – 78 % aller Schwangerschaften zu Beginn Mehrlingsschwangerschaften sind. Das bedeutet, dass beinahe die Hälfte aller Menschen bereits vor der Geburt ein Geschwisterlichen verloren haben. In den ersten Wochen wird der Embryo lebensunfähig und geht entweder ins Gewebe des verbleibenden Zwillings oder der Plazenta über. Haut- und Haarklumpen finden sich dann bei Operationen im Körper des Überlebenden selbst noch wenn dieser bereits erwachsen ist. Oder die Plazenta hat bei der Geburt eine kleine Verdickung, in der man Haut oder Haar deutlich erkennen kann, wenn sie untersucht wird.

Was es konkret für Auswirkungen haben kann, den Zwilling verloren zu haben.

Wie die Betroffenen es erleben, dass der andere Zwilling nicht mehr da ist, ist sehr individuell. Die einen sind wütend, dass der andere sich aus dem Staub gemacht hat. Im Leben später heißt das, dass wir unbewusst immer wieder Partner oder Gefährten anziehen, die uns davonrennen und wir wütend sind. Andere haben Angst, alleine zu sein. Diese suchen sich später immer jemanden, um diese Angst ja nicht zu spüren. Das heißt, es geht gar nicht um den anderen, den ich liebe, sondern nur darum, nicht alleine zu sein. Wieder andere haben Schuldgefühle, den Tod gar verursacht zu haben. Diese haben später ständig das Gefühl, eine Belastung für Gott und die Welt zu sein. Das ist nicht nur unangenehm für die Betroffenen, sondern auch für die Umwelt. Sie leben mit dem Grundgefühl “Entschuldigung, dass ich existiere!”

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Was ändert sich, wenn die Gefühle keinen Einfluß mehr auf die Gegenwart haben?

Zunächst erleben die Betroffenen ein größeres Selbstwertgefühl, weil Pläne plötzlich bis zum Ziel verfolgt werden. Außerdem berichten sie von mehr Lebensfreude mehr Kraft im Leben. Und als die wichtigste Veränderung wird beschrieben, dass sie sich endlich als Teil einer Gemeinschaft fühlen können. Ohne Sehnsucht danach – oder ohne das Gefühl zu haben, die anderen mit ihrer Anwesenheit zu belasten. Was für eine Befreiung.

Weiterführende Informationen.

Hören Sie auf der Seite meiner Kollegin Angela Braun einen Beitrag von Mirjam Müller als Podcast. Wenn Sie vermuten, dass Sie einen verlorenen Zwilling haben, dann empfehle ich Ihnen, eines der Bücher unten zu lesen. Direkt aus dem Leben einer Betroffenen lesen Sie hier im Blog Zwillingslos.

Haben Sie auch schon Erfahrungen gemacht mit dem Thema? Ich freue mich über Ihre Kommentare oder auch darüber wenn Sie weitergehende Informationen darüber anfügen.

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11. September 2011

Kann die Psyche wirklich Einfluß auf eine Blasenentzündung haben?

Sie können diese Geschichte auch anhören (Info dazu weiter unten)

Dieses Mal konnte sie ihren Urlaub genießen. Ihr Blick streifte auf der rechten Seite das Kaisergebirge. Schon auf der Höhe von Innsbruck war sie und nur noch wenige Kilometer bis sie zu Hause war. Die Fahrt hinunter zum Gardasee war ihr länger vorgekommen als die Rückfahrt. An was das wohl lag? So einen Urlaub hatte sie noch nie erlebt. Wenn sie anderen das erzählte, kam denen das ganz normal vor: Ein Urlaub ohne Blasenentzündung. Keine stechenden Schmerzen, nicht Stunden auf dem stillen Örtchen verbracht, keine verpassten oder verschobenen Ausflüge. Nein – dieses Mal hatte sie jede einzelne Stunde genossen: die Sonne, den See, die Menschen, das Eis, die Ausflüge. Sie fühlte sich wohl in ihrem Körper während sie die schönen Erlebnisse Revue passieren ließ.

Jetzt geht es so nicht mehr weiter – ich ändere was!

Das war nicht immer so. Und dieses Mal sollte es anders werden. Sie hatte Vertrauen gefast zu ihrer Therapeutin. Im Wartezimmer lag dort eine Informationsbroschüre, in der stand, dass auch chronische Blasenentzündungen behandelbar seien. Sie hatte schon vieles versucht. Von der Ärztin bekam sie Medikamente und zusätzlich trank sie Cranberrysaft. Der schaffte ihr Erleichterung, die Medikamente halfen.  Aber eben immer erst als die Entzündung schon da war. Die Schmerzen waren erstmal unerträglich. Sie hatte zwar keine Ahnung, was die Psychologin dazu beitragen könnte. Aber die Aussicht auf weniger Schmerz oder gar Schmerzfreiheit genügte für eine Entscheidung.

CranberriesEin Ausflug in meine Vergangenheit bringt mich ins Jetzt.

Das Prozedere kannte sie schon. Die Psychologin versetzte sie in Trance. Die vertraute, warme Stimme und die langsamen Worte ließen sie tief entspannen.  Ehe sie sich versah war sie in ihrer Kindheit gelandet. In einer Zeit, an die sie nicht gerne zurückdachte. Ihre Mutter war damals schwer krank, Brustkrebs. Sie war viel im Krankenhaus, dann wieder zu Hause. Das war eine schwierige Zeit. Gerade mal 8 Jahre alt, in der Schule ging es grade so gut. Traurig war sie, wenn sie zur Tür reinkam.  Die Mutter lag auf dem Sofa, die Oma hatte gekocht. Früher öffnete sie mir die Tür und empfing mich mit offenen Armen, wirbelte mich einmal durch die Luft, drückte mir einen Kuß auf die Wange und sagte, ich soll meinen Schulranzen dieses Mal nicht mitten in den Weg, sondern ordentlich neben meinen Schreibtisch stellen. Die Träne, die meine Wange herunterkollerte beweinte die tiefe Sicherheit, die mir eine gesunde Mutter gegeben hatte. Die Sicherheit war weg. Das konnte ich jetzt spüren. Damals wußte ich nicht was mir fehlte.  Und ich war gemein zu ihr gewesen. Ich war wütend und gemein und schämte mich dafür. Mama war ja krank und brauchte ihre Ruhe. Und nicht so eine miesepetrige Jammer-Tochter, der niemand etwas recht machen konnte. Ja, ich hatte mich damals nicht getraut zu sagen, dass ich mir wieder eine Mama wünsche, die mich in der Luft herumwirbelt. Eine Mama, die mich schimpft, weil ich zu lebendig bin. Weil ich vor lauter Unternehmungslust alles um mich herum vergaß. Eine Mama, die mir einfach zuhört. Eine Mama, die mir bei den Hausaufgaben auf die Sprünge hilft.

mit jeder Träne klarer und klarer...Heraus aus dem Gefühlskorsett in emotionale Freiheit.

Die Angst, dass sie Schuldgefühle hat ließ mich stumm bleiben. Ich sagte es nicht, ich sagte überhaupt immer weniger. War unsicher was ich noch sagen darf, was sie nicht belastet. Ich wollte nicht gemein zu ihr sein, wollte sie nicht belasten. Ich weinte. Die ganze Wut von damals verwandelte sich in einen Bach aus Tränen und wurde aus mir heraus geschwemmt. Der aufgewühlte Bach wurde klarer und klarer. Ehe ich mich versah hatte ich meine Augen geöffnet. Mir war wohl ums Herz. Und ich freute mich auf meinen Urlaub. Mit durchaus etwas mulmigem Gefühl fuhr ich am Abend gen Süden. Das Kaisergebirge funkelte im Abendlicht und ich konnte es kaum erwarten, am nächsten Morgen zum Frühstück echten italienischen Capucchino zu schlürfen.

Die Geschichte ist natürlich frei erfunden. Aber sie hätte sich so zutragen können.

Sie können die Geschichte auch im Veränderungspodcast anhören und herunterladen. Unverändert dürfen Sie die Datei auch gerne weiterverbreiten.

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27. August 2011

Sich öffnen und empfangen – Trance bei unerfülltem Kinderwunsch.

Wer es erlebt weiß wie schmerzlich es ist: Der Wunsch nach einem eigenen Kind geht nicht in Erfüllung. Körperlich stehe dem Wunsch nichts entgegen wird dann von den Medizinern oft noch bescheinigt – was es auch nicht einfacher macht. Sich nicht stressen und ganz entspannt bleiben. Nur: wenn ich nachforsche – ich habe doch gar keinen Streß!

Wenn die Blüte sich öffnet, dann steht der Befruchtung nichts mehr im Wege...Der Streß kommt aus der Vergangenheit

Was ist gemeint mit diesem Streß? Es können zum einen aktuelle Stressoren sein. Meistens sind das Menschen im Umfeld, die einem nicht gut tun. Menschen, die nicht wertschätzend mit einem umgehen. Hier ist entweder angesagt, sich von jemandem zu verabschieden (Freunde, Kollegen, …) oder zu lernen, sich durchzusetzen, sich abzugrenzen. Denn von einer bösen Schwiegermutter kann ich mich nicht unbedingt verabschieden. Den Kontakt auf ein Minimum reduzieren, ja – aber der nächste Familienbesuch kommt bestimmt. Da ist es gut, die Kommunikationskompetenz aufzumöbeln, um Gespräche und Begegnungen auf eine wertschätzende Ebene zu heben, damit ich mich wohl fühle – oder mich zumindest neutral fühlen kann.

Es gibt auch Streß, der aus der Gegenwart kommt

Zum anderen kann dieser Streß aus alten ungelösten Situationen bestehen. Denn Konflikte, die wir nicht lösen verschwinden nicht von alleine. Die ungelösten Konflikte zeigen sich in körperlichen Symptomen, hier darin, dass die Fortpflanzungs-Organe in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Was kann so ein Konflikt sein? Dinge, die jemand zu mir gesagt hat, die sich so tief eingegraben haben und mein ganzes System immer noch darauf reagiert, ohne dass es mir bewußt ist. Tiefe Trennungserlebnisse als Kind, die Erfahrung dass die eigenen Eltern oder ich selber als Kind krank war und dadurch auf vieles verzichten musste. Ich könnte beinahe endlos weiter aufzählen. Es ist jedoch besser, sich auf das Ziel zu fokussieren. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage.

Das Ziel der Behandlung: Sicherheit, Geborgenheit, Schutz

Die Faktoren, die Ablenkungen können vielfältig sein. Bei der Behandlung gibt es nur ein Ziel: Die Bedürfnisse von Schutz und Geborgenheit soweit freilegen von Konflikten, dass die Frau sich öffnen kann, um zu empfangen. Die Konflikte lösen und der Körper reagiert darauf. Die Kinderwunschbehandlung in meiner Praxis ist an diesem Vorgehen orientiert. Ich unterstütze meine Arbeit durch eine Trance, die ich Ihnen hier auf dem Blog zur Verfügung stelle. Sie finden sie auf meinem Veränderungspodcast.

Trance bei unerfülltem Kinderwunsch – sich öffnen und empfangen

Wichtig: Nicht beim Autofahren hören oder bei anderen Tätigkeiten, die Ihre volle Aufmerksamkeit fordern!

Gerne dürfen Sie die Datei auch herunterladen und verbreiten. Jedoch nur zusammen mit dem Cover. Zum Download des Covers gehts hier.

Verraten Sie mir Ihre Erfahrung mit unerfülltem Kinderwunsch und mit der Trance?

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29. Juni 2011

hypnotisieren durch widersprüchliche Kommunikation?

Die Intelligenzleistung von Kinder verändert sich über die Entwicklung hinweg. Darüber gibt es Forschung seit Anbeginn der Psychologie. Der Schweizer Jean Piaget hat dies in seinen Stufen der Entwicklung festgehalten. Zunächst ist die Intelligenzleistung stark an die Motorik und Sensorik gebunden – er nennt dies die Stufe der Sensomotorischen Intelligenz. Ein wichtiger Meilenstein in dieser Stufe ist die Objektpermanenz: Das Kind sucht nach einem Gegenstand wenn dieser aus dem Gesichtsfeld verschwindet. Im Alter zwischen dem zweiten bis sechsten Lebensjahr befindet sich das Kind in der Präoperationalen Phase. Diese ist gekennzeichnet von Egozentrismus. Das heißt, das Kind kann sich nicht in die Lage eines anderen versetzen, es selber ist Mittelpunkt seiner Welt.  Aus der Sicht der Erwachsenen machen die Kinder sehr viele logische Fehler. Aus Sicht der Kinder ist es einfach nur wichtig, eindeutig zu sein, weil Kinder in dieser Phase nicht verschiedene sich widersprechende Faktoren miteinander in Einklang bringen können. Vom siebten bis 11. Lebensjahr folgt die Phase der Konkretoperationalen Intelligenz. Hier können Kinder logische Denkleistungen vollbringen, wenn sie ein konkretes Objekt haben, an dem sie es sich sichtbar verdeutlichen können, z.B. Rechnen mit den Fingern oder mit Hilfe von Klötzchen.  Ab dem Formaloperationalen Stadium (12. LJ) schließlich beginnen Kinder damit,  abstrakt zu denken.

Was bedeutet diese sich verändernde Fähigkeit jetzt für die menschliche Kommunikation? In den 50er Jahren entdeckte Gregory Beatson das Phänomen der Paradoxen Kommunikation. Das beschreibt die Tatsache, dass ein Mensch auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen sich widersprechende Botschaften sendet. Zum Beispiel sagt der Vater: “Du bist mir wichtig.” Da er jedoch nie anwesend ist zeigt er durch sein Verhalten: “Du bist mir egal.” Ein Kind von 12 Jahren kann verstehen, dass es dem Vater wichtig ist, obwohl er nicht viel körperlich anwesend ist. Für ein jüngeres Kind jedoch bedeutet dies ein Paradoxon, das in seiner Wirklichkeit nicht lösbar ist.  Die Lösung wäre, wenn der Vater sagte: “Du bist mir nicht wichtig.” Das wäre eindeutige Kommunikation. Dann könnte das Kind traurig sein und würde nicht wie hypnotisiert mit dem Blick von einer zur anderen Botschaft wechseln ohne zu wissen was denn jetzt richtig ist. Das führt dazu, dass die Kinder dann keinen Zugang zu ihren Gefühlen bekommen, weil sie so weit eben gar nicht vordringen, sondern in der Dechiffrierung der Botschaft festhängen bleiben – ähnlich einem Trance-Zustand. Deshalb könnte ich jetzt behaupten, dass Kinder bis zum Alter von 7 Jahrne durch uneindeutige Kommunikation in einen Trance-Zustand versetzt werden. Die Folge ist eine tiefe Unzufriedenheit und das Gefühl, einsam zu sein – und das obwohl offensichtlich Menschen um einen sind. Das stärkt nicht gerade das Selbstvertrauen. Wenn ein Kind diesem Kommunikationsmuster öfters ausgesetzt ist kann dies sogar in Krankheiten resultieren. Am schlimmsten ist es, wenn dadurch elementare Grundbedürfnisse frustriert werden.

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, dann empfehle ich Ihnen, sich jemanden zu suchen, der Sie aus dieser Trance wieder herausholt. Jemand, der Ihnen hilft, die automatische Reaktion von Angst und Verunsicherung zu unterbrechen, wenn Sie uneindeutige Botschaften erhalten. Jemand, der Ihnen hilft, dass durch eindeutige Kommunikation der Zugang zu Ihren Gefühlen gelingt. Jemand der Ihnen zeigt, wie Sie das Gefühl der Einsamkeit überwinden können. Und zuguterletzt Ihnen zeigt, dass nicht Sie der zerstörende Faktor in Ihrem Leben sind, sondern Kommunikationsmuster, mit denen Sie nie gelernt haben adäquat umzugehen.

Christiane und Alexander Sautter schrieben ein Buch über ihre Erfahrungen mit Menschen, die seit ihrer Kindheit dem Doublebind Kommunikationsmuster konfrontiert waren. Der Titel: Wege aus der Zwickmühle. Gleich zwei Radiosender haben diesem Phänomen eine Sendung gewidmet: Hier geht es zur Seite des HR und hier zur Seite des SWR2. Beide Sender haben die Autoren interviewt und sind im Podcast nachzuhören.

14. Juni 2010

Podcast Psychogynäkologie

Marco Ramadani und Shivani AllgaierBereits im Frühjahr hat mein Kollege Dr. med. Marco Ramadani mit mir einen Podcast über einen Teil meiner Arbeit aufgenommen: Die Psychogynäkologie. Da bisher wenige Menschen davon wissen, ist es mir besonders wichtig, dieses spannende Aufgabengebiet bekannt zu machen.

Seither probierte ich einige Male, den Podcast hier zu verlinken und endlich ist es mir gelungen.

Die Aufnahmen haben Spaß gemacht – Danke Marco – und nun wünsche ich Ihnen: Viel Spaß beim Anhören.

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Bild: privat (c)

21. Dezember 2009

Konfrontation mit dem Tod

Vor Weihnachten hat mich heute eine Klientin nochmal an das Thema Tod erinnert und ich möchte einige Literaturtipps hierzu hinterlassen.

Für alle, die akut mit dem Tod konfrontiert sind – ob selber betroffen oder als Angehöriger oder Begleitender – empfehle ich die CD “Atemharmonie”. Es handelt sich um eine geführte Meditation, die über die Atmung stattfindet. Über die Atmung sind wir mit dem Leben in uns unmittelbar in Kontakt. Autor und Sprecher ist der Psychologische Psychotherapeut und Hypnosetherapeut Wilhelm Gerl aus München.

In seiner Erzählung “Oskar und die Dame in Rosa” schreibt Eric Emmanuel Schmitt vom 10-jährigen Oskar, der an Leukämie erkrankt weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Er schreibt 13 Briefe an den lieben Gott. Eine rührselige Geschichte von einem Jungen, der unerschrockene Briefe schreibt.

Für alle, die mit der schweren Aufgabe konfrontiert sind, das eigene Kind verloren zu haben empfehle ich das Buch “Meine Trauer wird Dich finden” von Roland Kachler. Nachdem der Psychotherapeut über Jahre das Konzept des Loslassens bei seinen Patienten angewandt hatte, merkte er, als er seinen eigenen Sohn verlor, dass ihm dies nicht half seine Trauer zu verarbeiten. Den Weg zu seinem eigenen Ansatz der Trauerverarbeitung beschreibt er in diesem Buch.

Auf der Seite meines Kollegen Dr. med. Marco Ramadani gibt es einen sehr guten Podcast-Beitrag dazu.

Was hat Ihnen geholfen, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten?

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20. Dezember 2009

Psychologische Schlüsselbegriffe

Einen Beitrag über Schuldgefühle gibt es im Podcast des hr.

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