Archiv für ‘Medien’

18. März 2012

Buchrezension: Einfach Ballengang – natürliches Gehen

Willig Herz macht leichte Füße
(altes Sprichwort)

Zu Beginn war es etwas stacksig – meine ersten Versuche im Ballengang. Mittlerweile hat mein Gehirn das Bewegungsmuster automatisiert. Wenn ich Schuhwerk trage, das dafür geeignet ist, dann brauche ich mich mittlerweile nicht mehr anzustrengen, in den Ballengang umzuschalten, der Körper macht es von alleine.

Inspiriert durch den Gastartikel in meinem Blog

Bei Nitya Wilhelm Klinkholz hatte ich angefragt, ob er Interesse hätte, einen Blogbeitrag zu verfassen. Und wie er hatte. Er schickte mir einen Erfahrungsbericht über den Ballengang. Nach einem Sturz und mehreren Operationen war er auf den Stock angewiesen zum Gehen. Als er den Ballengang gelernt hatte war sein Stock einfach überflüssig geworden. Und seine vielfältigen Beschwerden waren einfach verschwunden.

Das will ich auch ausprobieren!

Zwar hatte ich keine vergleichbaren Beschwerden, aber ich war angetan von den Veränderungen, die Nitya für sich erreichen konnte. So probierte ich die Gangart einfach mal aus. Zunächst merkte ich, dass es sich leichter joggen läßt im Ballengang. Das fand ich noch ziemlich einfach. Es war kein großer Lernprozess, sondern der Körper stellte sich sehr schnell darauf um. Dann erfuhr ich, dass ganz viele Spitzenläufer sowieso den Ballengang fürs Laufen empfehlen. Der jamaikanische Top-Läufer Usain Bolt schwört darauf. Etwas schwieriger war es beim Gehen: Ich mußte mich zu Beginn ganz schön anstrengen, dass ich nicht automatisch wieder in den Fersengang hinüberwechselte. Und ganz angenehm war es auch nicht – ich stakste ganz schön herum und das Gehen war ziemlich anstrengend geworden. Ich muss irgendwie eigenartig ausgesehen haben bei meinen Spaziergängen in dieser Übungs-Phase. Als ich dann schließlich die Gangart meiner Freundin demonstrierte, als ich den Ballengang dann ganz natürlich drauf hatte, meinte sie nur: “Klar, das ist doch der ‘Anschleich-Schritt’. Und Recht hat sie: Sehr viele Naturvölker, die sich ohne Schuhe fortbewegen gehen ganz automatisch im Ballengang.

Praktisches Buch für Interessierte des Ballenganges

Vor einigen Wochen nun hat mir Dirk Beckmann sein neues Buch gesendet. “Einfach Ballengang – natürliches Gehen” ist der Titel. Zunächst einmal vielen Dank an Sie, Herr Beckmann! Der Autor ist neben Hans-Peter Greb einer der gefragtesten Experten auf dem Gebiet des Ballenganges in ganz Deutschland. Als Faszientherapeut, Spezialist für Körperhaltung und funktionales Bewegen arbeitet er sein 2005 in seiner eigenen Praxis in Düsseldorf. Er unterrichtet und coacht Menschen zum Thema funktionale Bewegungsmuster. Er betreibt auch den Ballengang-Blog. Dort wird das Buch auch vorgestellt.

Und was steht nun im Buch?

Das Büchlein – wie wir Schwaben dazu sagen – hat schmale 40 Seiten und enthält nur das Wichtigste: Zunächst lesen Sie eine Gegenüberstellung der beiden Gangarten Fersengang – Ballengang. Dann bekommen Sie eine Anleitung für den Hör-Test und werden durch Bild und Wort hingeführt, Ihre Füße ganz neu kennen zu lernen. Schließlich wird der Ballengang in seinen einzelnen Schritten vorgestellt. Noch ein paar Worte zur Geschwindigkeit und zum richtigen Schuhwerk – und das war’s auch schon. Angereichert mit vielen wertvollen und nützlichen Bildern ist das Büchlein leicht zu lesen und hat einen hohen Praxiswert. Wem die Worte nicht reichen, für den gibt es auch noch ein Video…

Das Video zum Buch:

Hier können Sie die Auswirkungen und den Unterschied zwischen Fersengang und Ballengang hören und sehen:

Und nun kann ich Ihnen nur noch viel Spaß wünschen beim Ausprobieren!

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18. März 2012

Buchrezension: codes – Die geheime Sprache der Produkte

Das menschliche Gehirn ist bestens dazu geeignet,
mehr als eine Sprache gleichzeitig zu sprechen.”
(Prof. Dr. Petra Schulz)

Schon als Kind faszinierten mich Geheimsprachen. Ich dachte mir immer noch kompliziertere Codes aus, die andere entziffern sollten. Ich lernte das Morse-Alphabet und litt ziemlich darunter, dass ich niemanden hatte, der bereit war, es mir gleich zu tun. Keiner wollte das auch lernen, damit wir uns verständigen konnten.

Sprachen lernen – ein Automatismus

In der Schule lernte ich dann andere Sprachen: Englisch und Französisch. Erst als ich meine erste Reise in die USA unternahm entdeckte ich den praktischen  Nutzen, eine Fremdsprache zu sprechen  - ich wurde verstanden und hatte meine Freude daran, mich in der Fremdsprache auszutauschen. Und während des Psychologie-Studiums lernte ich dann, dass mein Gehirn diese Fähigkeit – Sprache zu lernen – auch für ganz andere Verknüpfungen nützt. Heute ist diese Fähigkeit die Grundlage für meine therapeutische Arbeit. Das menschliche Gehirn lernt Regeln und kann diese auch wieder verlernen bzw. umlernen – ebenso wie es auch ganz automatisch sie Muttersprache gelernt hat. Alle Regeln haben wir im Kopf, wenden sie an – können sie jedoch nicht reproduzieren wenn wir danach gefragt werden. Das gute daran ist: Wir können diese Verknüpfungen nützen. Und genau davon handelt dieses Buch:

codes – Die geheime Sprache der Produkte

Es fällt ins Auge weil es in eine Signalfarbe gekleidet ist. In Signal-orange verpackte 215 Seiten Neuromarketing der Spitzenklasse. Es läßt sich leicht und spannend lesen – ein Fachbuch, bei dem das Lesen Spaß macht. Das Buch wurde bei Haufe verlegt und es kann hier direkt bestellt werden. Die zehn Kapitel bauen aufeinander auf und der Text ist immer wieder mit Grafiken, Bildern und Schaubildern aufgelockert. Wichtige Sätze sind schon gelb markiert – als ob sich jemand bereits mit Leuchtmarker für Sie durchs Buch gearbeitet hätte.

Multimediale Umsetzung: Buch, videos, App

Bei bloggdeinbuch habe ich mich für codes interessiert, weil es auch von Gehirnforschung handelt. Und so ist es voll gespickt mit Links zu kleinen Videos, in denen sich der Leser die Hintergründe aus der Hirnforschung ansehen kann. Mittels Link oder des abgedruckten QR-Codes wird der Leser auf die decode-Seite geleitet, die Videos bereitstellt. Hier finden Sie zum Beispiel das Video aus der Reihe Geist & Gehirn von Manfred Spitzer, wo er beschreibt, dass mentale Verknüpfungen bestehen zwischen Eigenschaften und mentalen Konzepten. Ganz konkret geht es um Experimente dazu, wie die Wärme eines Kaffees die Einschätzung von “psychischer Wärme” verändern kann..

Das gesamte Buch ist nun in zwei Teile gegliedert: Theorie und Praxisbeispiele. Zunächst handelt es davon wie so ein Produkt in den Kopf kommt. Dabei spielt die Verpackung eine wichtige Rolle, denn die wird ja wahrgenommen.

Was steht drin im Buch?

Das Buch ist thematisch in aufeinander aufbauenden Kapiteln gegliedert. Zunächst erfahren Sie von den Grundlagen aus der Hirnforschung. Dann etwas darüber, wie ein Produkt in unseren Kopf gelangt – nämlich über die Verpackung. Und schließlich verraten die Autoren (Christian Scheuer, Dirk Bayas-Linke, Johannes Schneider) das Geheimnis wie Sie Ihr Produkt mit den Zielen (also den Bedürfnissen) des Käufers verbinden können. Bei den Beispielen haben die Autoren darauf geachtet, nicht nur Erfolgsstories vorzustellen, sondern geben dem Leser auch die Möglichkeit, von Projekten zu lernen, die gescheitert sind und nennen die Hypothesen worauf das Scheitern beruhte. Viele Menschen sind an Geheimnissen interessiert. Und dieses Buch ist voll davon! Von 5 möglichen Sternen erhält das Buch von mir 5 (Aufmachung, Inhalt, Spannung, Sprache, Praxisbezug)

Und hier geht’s zur App zum Buch

Wer noch mehr Praxisbezug möchte, der findet bei Haufe auch noch eine App fürs iPhone. Hier können Sie ein virtuelles Auge auf Ihre Produkte richten lassen, um herauszufinden, was ein Käufer von Ihrem Produkt im ersten Moment wahrnimmt. Mein Fazit: Das Buch macht Spaß – und das ist ein ganz wichtiges Bedürfnis eines jeden Menschen.

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19. Februar 2012

Schlaganfall einer Hirnforscherin – Faszinierende Erfahrung!

Wieso heißt es, wenn wir zu Gott sprechen,
dass wir beten – und wenn Gott zu uns spricht,
dass wir schizophren sind? (Lily Tomlin)

Ihr Wunsch, Forscherin zu werden entstand durch die Erkrankung ihres Bruders. Die Familie war hilflos seiner Schizophrenie ausgeliefert und Jill Bolte Taylor fragte sich, warum ihr Bruder nicht konnte was sie kann: Seite Träume wahr werden lassen? Seine Träume mit anderen Menschen zu teilen? Also befaßte sie sich beruflich viel mit Psychiatrischer Forschung.

Das Gehirn von innen entdecken

Sie kannte sich mit der Zeit sehr gut aus mit dem Gehirn. Dabei befaßte sie sich mit Lernmechanismen, die im Gehirn beobachtbar waren: Plastizität. Das ist die Tatsache, dass Gehirnzellen nicht ihr Leben lang für eine bestimmte Aufgabe verantwortlich sind. Fällt diese weg, stehen die Zellen für neue Aufgaben zur Verfügung. Oder anders ausgedrückt. Die Aktivität unserer Gehirnzellen ist ganz stark davon abhängig wie wir das Gehirn gebrauchen! Und am Abend engagierte sie sich bei einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Bevölkerung über psychische Krankheiten aufzuklären: die NAMI (National Alliance on Mental Illness) Im Inneren des Gehirns kannte sie sich also schon gut aus.  Jedoch sollte sie sich bald noch besser darin auskennen…

Ein einschlagendes Ereignis

Im Dezember 1996 hatte sie die Möglichkeit, eine schlagartige Einsicht zu erlangen: sie erlitt selber einen Schlaganfall. Sie sagt selber über sich, dass sie plötzlich zu einem Kind wurde, das in einem erwachsenen Körper steckte. In ihrer linken Gehirnhälfte platzte ein Blutgefäss. Sie sagt, an diesem Morgen habe sie etwas verloren. “Komisch sieht mein Körper aus.” waren ihre Gedanken als sie danach in ihrem Rudergerät trainierte. Aber sehen Sie selbst den Vortrag, in dem sie ihr Erlebnis erzählt.

Wieviele Hirnforscher haben die Möglichkeit, einen Schlaganfall am eigenen Leib zu erfahren?

Gewünscht hatte sie es sich sicherlich nicht – dass es ihr selber passieren würde. Aber seit es geschehen ist fasziniert sie mit ihren Erlebnissen das Publikum.

Sie war oft hin- und hergerissen zwischen dem was sie wußte und was sie durch ihren Schlaganfall erlebte: die Grenzen zwischen sich und der Umwelt lösten sich auf. Und wie wenn jemand eine Fernbedienung betätigt hatte war es plötzlich still in ihrem Kopf. Stille. Eins mit allem. Schönheit. Was war es nun, das sie verloren hatte? Oder hatte sie etwas gefunden? Sie nennt es Nirvana. Alles um sie herum war still. Absolute Stille. Im Kopf war es still. Was hatte sie gefunden? Sie erlebte sich eins mit allem um sich herum. Sie war hin- und hergerissen zwischen “Wow ist das cool! Was für ein Frieden!” und “He, wir haben ein Problem, das geht doch so  nicht! Ich habe jetzt keine Zeit für einen Schlaganfall” Der ganze Streß war weg, Jahre von emotionalem Ballast! Stille. Friedfertigkeit. “Toll, wieviele Forscher haben die Möglichkeit, einen Schlaganfall von innen her zu erforschen? Geht nicht, ich bin eine viel beschäftigte Frau.” Und selbst eine Telefonnummer zu wählen wird plötzlich zu einem Abenteuer, bei dem Sie schließlich mit einem Golden Retriever verbunden war.

Und das Fazit von Dr. Jill Bolte Taylor?

Ich merkte, dass ich nicht mehr der Regisseur meines Lebens war. Vom Leben hatte ich mich bereits verabschiedet und war sehr überrascht, als ich wieder aufwachte. Wie ein riesiger Wal glitt ich durch ein Meer stiller Freude. Ich hatte eine schlagartige Einsicht: Wenn ich das Nirvana gefunden habe und immer noch am Leben bin – dann kann das jeder! Ich finde, das ist eine Idee, die es wert ist, zu verbreiten!

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Bild: Kip May (c) thank you for permission to publish

23. Januar 2012

Die Technik des Geschichten Erzählens…

Und wenn Sie nicht gestorben sind… Wer kennt ihn nicht, diesen Satz, mit dem zumindest die Grimm’schen Märchen enden? Und wer würde es nicht gerne können, eine eigene Geschichte so zu erzählen, dass sie spannend bleibt bis zu diesem Satz?

Kinder machen das ganz automatisch

Es ist schon faszinierend wie Kinder das können. Im Spiel versinken, die Welt um sich vergessen, “hui buh, hui buh, ich bin ein Gespenst, habe keine Zeit, ich muss spuken, hui buh, hui buh…” huscht die 5 jährige Sophia durch den Raum. Um ihren Hals hat sie einen Gespenster-Schal, der gestern noch der Ritter-Umhang ihres Bruders war. Und dann verschwindet sie wieder in ihre Gespenster-Wirklichkeit, um erst nach einer Stunde wieder zurück zu kommen weil sie durstig ist. Für sie ist es die Wirklichkeit und es ist ein Leichtes einen Erwachsenen durch ihre mitreißende Art und ihre Erzählungen mit in diese Wirklichkeit zu entführen. Wir Erwachsenen haben das oft vergessen und müssen es neu lernen. Wie geht es, dieses Geschichten erzählen? Das muss doch lernbar sein…?

Wir lernen das Geschichten erzählen heute im Internet

In Zeiten des Web 2.0 findet Unterrichten ganz anders statt als wir es bisher gewohnt waren. Bei TED werden laufend neue Vorlesungen eingestellt, die kostenlos verfügbar sind. So gibt es derzeit einen Titel von Joe Sabia “Die Technik des Geschichten Erzählens”.

Naja – er bringt Ihnen in seiner kurzen Präsentation das Erzählen nicht bei. Aber er zeigt, dass er es beherrscht. Es könnte Ihnen gelingen, seine Technik abzukupfern und es nachzumachen. Oder er steckt sie an mit seiner Art, Spannung aufzubauen, Erwartungen zu umschiffen oder genau zu treffen. Geschichten sind deshalb so effektiv, um Menschen zu erreichen weil wir uns mit den Protagonisten identifizieren und die Erlebnisse uns emotional erreichen. Wodurch wir am besten lernen sind eigene Erfahrungen. Und je tiefer die Gefühle sind, die etwas bei uns auslöst, desto besser ist der Lerneffekt. Deshalb werden ja Lernziele auch gerne in Geschichten verpackt, deshalb wurde die Fabel erfunden. Oder Verkäufer packen ihre Botschaft in Geschichten, um ihre Kunden zu erreichen. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Geschichten, die ich gerade am liebsten lese stehen auch im Internet, bei belauscht.de – ganz im Sinne von: Geschichten, die das Leben schrieb.

Auf die Perspektive kommt es an…

Und was ist wenn mir die Geschichte nicht gefällt? “Dann lese ich eben eine andere.” mögen Sie denken. Eine Möglichkeit – heute gibt es fast für alles eine Lösung. Hören Sie was Raghava KK dazu zu sagen hat:

Mag sein, Kinder können auf diese Weise besser lernen unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Ab einem bestimmten Alter ist das gewiss angebracht. Aber vorher könnte es etwas verwirrend sein. Denn bevor der Egozentrismus nicht überwunden ist, was nützt es mit verschiedenen Perspektiven konfrontiert zu werden wenn diese Fähigkeit, mich in die Lage des anderen zu versetzen noch gar nicht vollständig ausgeprägt ist? Aber für Erwachsene ist dieses virtuelle Buch ganz sicher eine Möglichkeit, Vorurteile zu überwinden. Denn es gibt immer eine andere Perspektive, die man einnehmen kann, so man denn will…

Die Märchenerzählerin…

Und was ist wenn Sie gerne eine eigene Geschichte oder ein eigenes Märchen verfassen möchten – Sie bekommen es jedoch partout nicht hin? Dafür gibt es auch eine Lösung. In diesem Fall empfehle ich Ihnen meine Freundin und Kollegin Nadine Reiband. Sie ist auch Diplompsychologin und in ihrer wenigen Freizeit schreibt sie Geschichten und Märchen – auch im Auftrag. Ein Beispiel können Sie hier auf meiner Homepage hören (der große Glücksfall). Oder Sie besuchen bei ihr einen Kurs, in dem Sie das Schreiben von Geschichten lernen, sie bietet das auch für Kinder an. Wer Interesse daran hat zu lernen therapeutische Geschichten zu schreiben lernt das am besten bei Stefan Hammel. Viel Spaß damit und gute Geschichten wünsche ich Ihnen!

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Foto: pitopia (c)

15. Januar 2012

Laßt Kinder wieder Kinder sein! Oder: Die Rückkehr zur Intuition

Das eigentlich Wertvolle ist
im Grunde die Intuition. (Albert Einstein)

Obwohl es im Buch um Kinder geht handelt es von Erwachsenen. Von Erwachsenen im Hamsterrad. Ein Hamsterrad, angetrieben von Stress und Phantomstress. Von einem Zeitphänomen, das den Erwachsenen die Ruhe und Intuition raubt – und den Kindern die Beziehung zu ihren Eltern. Eine Beziehung, die für sie so wichtig wäre, um den Streß in ihren Gehirnen “herunterkühlen” zu können, wie Prof. Dr. Gerald Hüther es so gerne nennt. Eine Beziehung, die wichtig wäre, um eine gesunde Reifeentwicklung unserer Kinder zu begleiten.

Die Daten und Fakten rund um das Buch

Laßt Kinder wieder Kinder sein! Oder : Die Rückkehr zur Intuition ist erschienen im Gütersloher Verlagshaus, das zur Verlagsgruppe bei Randomhouse bei Bertelsmann gehört. Sie können das Buch direkt beim Verlag bestellen. Es hat 205 Seiten, die Aufmachung ist einfach und klar. Die 26 Kapitel sind aufgeteilt in einen sehr langen Problem- und einen kurzen Lösungsteil.

Der Autor: Dr. Michael Winterhoff

Seine anderen Bücher sind bereits Bestseller. Der Kinder- und Jugendpsychiater aus Bonn hat selber zwei Kinder. Er beschreibt in seinen Büchern die Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Entwicklung unserer Kinder. Und er zeigt Wege auf wie diese Defizite bei Kindern und Jugendlichen wieder aufgeholt werden können. Michael Winterhoff studierte Humanmedizin und ist in eigener Praxis als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie niedergelassen. Er praktiziert Tiefenpsychologie und wirft deshalb einen besonderen Blickwinkel auf die Beziehung zwischen den Eltern und ihren Kindern.

Das Hamsterrad – ein gesellschaftliches Phänomen

Dir schlechte Nachricht gleich vorweg: Einen schnellen Weg aus dem Hamsterrad gibt es nicht! Ich bin mir sicher, Sie als Leser von diesem Blog schätzen die Vorzüge der digitalen Medien. Wenn meine Patienten / Klienten nach einer besten Lösung für irgendein Problem suchen sage ich am liebsten: “Alles im Leben hat Vor- und Nachteile.” Und so ist es auch in diesem Fall. Der Musiker Tim Bendzko hat es in seinem Titel: Nur noch kurz die Welt retten” gut musikalisch zusammen gefasst.

Wer über die neuen Medien potenziell Kontakt zur gesamten Welt haben kann – der braucht auch die Fähigkeit die vielen Informationen richtig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Hat jemand diese Fähigkeit nicht – dann hat das weitreichende Auswirkungen auf persönliche Beziehungen. Und damit auf unsere Kinder. Der Autor beschreibt die Faktoren, die aus seiner Sicht für das Hamsterrad verantwortlich sind, in dem sich viele Erwachsene in der heutigen Zeit befinden. Und so kommt er am Ende des Buches auch zu dem Schluß: “… da wir durch ein Weniger an äußerer Freiheit ein Mehr an innerer Freiheit gewinnen könnten.” Aus seiner Sicht kehrt die Intuition in die Elternhäuser wieder zurück wenn jeder aus einer inneren Ruhe heraus handeln kann. Und nun die gute Nachricht am Schluß: Ein Weg aus dem Hamsterrad ist möglich!

Erfahrung aus meiner eigenen Arbeit

Was Winterhoff schreibt ist auch meine Erfahrung: Oft hängen Symptome, die selbst ein Erwachsener hat noch mit Erlebnissen aus der Kindheit zusammen. Das können so alltägliche Erfahrungen sein, dass ich am Ende gefragt werde: “Und mit so etwas profanem hängt es jetzt zusammen, dass ich seit der Kindheit an den Nägeln gekaut habe?” Ist die emotionale Blockade gelöst, verschwindet das Symptom. Dabei beobachte ich, dass die Annahme aus der systemischen Therapie “Das Symptom ist meist nur die Lösung für ein ganz anderes Problem.” mich meist weiterbringt. Gelingt es mir durch Empathie einen Zugang zum Inneren des Klienten zu finden – ähnlich wie durch ein trojanisches Pferd – kann sich dieses Problem auflösen und das Symptom erübrigt sich.

Erstmal für Entspannung sorgen…

Wer Streß hat, der sorgt erstmal für Entspannung. Das ist eine Idee, die zwar gut gemeint ist – jedoch selten funktioniert. Denn die Streßreaktionen sind ja die Lösung für ein ganz anderes Problem. Und so gibt es aus der eigenen Psyche heraus Widerstände gegen die Entspannung. Deshalb ist es wichtig, genauer hinzusehen. Es gibt einen Schlüssel, der uns zur inneren Ruhe bringt und damit zur Intuition.

Wer liest dieses Buch?

Das Buch ist geeignet für alle, die Kinder haben oder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Es ist nicht in Fachsprache geschrieben sondern ist auch für Laien gut verständlich. Empfehlen möchte ich es allen gestressten Eltern, Eltern von Problemkindern und mein persönlicher Wunsch ist, dass sich auch ein Politiker mal diese Lektüre zu Gemüte führt. Ein hehrer Wunsch – vielleicht geht er ja in Erfüllung?

Und das Fazit zu: Laßt Kinder wieder Kinder sein?

Das Buch rezensiere ich weil es mir von blogg dein buch zur Verfügung gestellt wurde. Ich hatte erwartet, dass es mehr von Kindern handelt – ich war überrascht – der Autor trifft das Thema jedoch goldrichtig. Es erhält von mir 5 von 5 möglichen Sternen. Letztendlich hat für mich das “Katastrophen-Warn-Buch” von Winterhoff ja eine positive Botschaft: Aus einer inneren Ruhe heraus bin ich fähig alle möglichen Situationen zu bewältigen. Wohl dem, der aus dieser inneren Kraft schöpfen kann. Ich finde diese Ruhe im Yoga der Stille.

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9. Januar 2012

Wozu soll das gut sein? Zwang

Die Freiheit spürt nicht,
wer niemals unter Zwang gelebt hat.
(Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe) 

“Jeder Schritt darf nur auf die Mitte der Platten auf dem Gehsteig fallen. Sobald ich auf eine Fuge trete gelingt es mir heute nicht meine Mutter davon zu überzeugen, dass ich am Sonntag schwimmen gehen möchte.” Was in der Kindheit eine normale Spielerei darstellt kann für manche schnell eine tagesfüllende nervende Aktivität werden – die aber willentlich nicht beendet werden kann. Ein Zwang kann das Leben bestimmen.

Zwangs-Rituale bestimmen das Leben

Ein Zwang ist wie eine Zwickmühle

Wer unter Zwang leidet ist dem ausgeliefert. Es muss schrecklich sein, den Herd auszuschalten und genau zu wissen, dass er aus ist. Dennoch gibt es einen inneren Drang, der die Betroffenen dazu bringt, es immer wieder zu überprüfen. “Kein gutes Gefühl es sein zu lassen” – so beschreiben es die Betroffenen. Und das Wissen, dass der Herd aus ist macht die innere Unruhe noch viel größer – denn hier ist was der Verstand weiß und was das Gefühl meldet nicht in Einklang miteinander.

Ein Ritual hilft den Alltag und das Leben zu gestalten

Eine Angst ist ein ganz normales Gefühl, das dem Menschen eigentlich dienen soll, um zu spüren wann er Sicherheit braucht. Genauso hat ein Ritual seinen Sinn. Es ist eine Strategie, um Sicherheit zu vermitteln. Jede Mutter weiß, dass es den Kindern Sicherheit gibt, bestimmte Erfahrungen immer zur selben Zeit zu etablieren: Vor dem zu Bett gehen ein Buch lesen, nach dem Essen gibt es eine kleine Süßigkeit, gegessen wird immer um dieselbe Zeit, und, und, und, und… Rituale spielen nicht nur bei Kindern eine Rolle, sondern auch bei der Gestaltung von Übergängen. Es soll die Sicherheit schaffen, die alte Phase gut abzuschließen und die neue sicher zu beginnen. So gibt es in einigen Kulturen Initationsrituale, um zum Beispiel Jugendlichen den Übergang ins Erwachsenenleben zu erleichtern und ganz klar zum Ausdruck zu bringen: Jetzt gehörst Du zu uns Erwachsenen! Das Ritual an sich ist also nicht das Problematische wenn es um Zwänge geht.

Und was soll jetzt das Gute daran sein?

Bei dem ganzen Zwang haben Sie sich sicher schon gefragt, wofür das jetzt gut sein soll? Therapeuten, die systemisch ausgebildet sind drücken es so aus: Das Symptom ist nicht das Problem – es ist die Lösung! Aber wofür soll eine Zwangshandlung die Lösung sein? Die Antwort kann Ihnen ein Betroffener geben. Was passiert denn, wenn eine Zwangshandlung nicht ausgeführt wird? Die Betroffenen haben “kein gutes Gefühl” – sie fühlen sich unangenehm. Meist ist es eine Angst. Und was fehlt wenn unser Organismus Angst verspürt? Sicherheit!

Praktische Tipps dagegen

Für Kinder gibt es jetzt ein Computerspiel, das eigens dafür entwickelt wurde, Zwang zu überwinden. Im Dezember 2012 hat das Forscher-Team der Universität Zürich das Computer-Programm veröffentlich. Hauptdarsteller im Spiel ist der Marienkäfer, der seine Punkte zählt. Naja, der seine Punkte zählen muss – er hat einen Zählzwang. Vertrieb und Verkauf sind noch nicht angelaufen. Jedoch können sich Psychotherapeuten bereits hier anmelden, damit zu arbeiten und dadurch Kinder zu unterstützen ihre Zwänge zu überwinden.

Und plötzlich glaubte ich mir –  ein Buchtipp

Franziska Hötzel hat Zwänge überwunden und ein Buch darüber geschrieben. OK, ein Büchlein. Es hat 80 Seiten und trägt den Titel … und plötzlich glaubte ich mir! Sie können darin Frau Hötzel begleiten auf ihrem Weg aus den Kontrollzwängen.

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Foto: Pitopia

29. Dezember 2011

Wieder viele gute Vorsätze? Und keine Hoffnung dass Sie es dieses Mal schaffen?

Gute Vorsätze sind beliebt.
Sie lassen sich immer wieder verwenden.
(Lothar Schmidt)

Manche behaupten ja, ein Tritt in den Hintern würde das Denkvermögen fördern… andere sind vom Gegenteil überzeugt. Schon so mancher hätte sich gewünscht, bei seinen guten Vorsätzen durch einen kleinen Tritt aktiviert worden zu sein. Dann hätte er sie heute umgesetzt. Geht es Ihnen so?

Kann es so weiter gehen oder soll sich etwas ändern?

Sie waren offenbar nicht begeistert von Ihrem Ziel? Jetzt gibt es drei Möglichkeiten. Entweder Sie stecken sich immer weiter Ziele, die Sie sowieso nicht verfolgen. Dann sind Sie zumindest dann glücklich wenn Ihre Annahme bestätigt wird: “Wußte ich doch, dass ich es wieder nicht schaffe.” “War ja klar dass es nicht klappt – bin einfach zu blöd dazu.” Unser Gehirn schüttet nämlich Glückshormone aus, wenn unsere Annahmen bestätigt werden – eine gefährliche Sache – ob diese nun stimmen oder nicht. Deshalb ist das soziale Umfeld als Regulativ so wichtig. Aber das ist eine andere Geschichte. Gute Vorsätze zu machen, um durch das Scheitern kurz glücklich zu sein, das ist auch eine Strategie. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass Sie keine Vorsätze mehr fassen. Weil es hat sich ja bisher nichts geändert und warum soll sich dann jetzt was ändern? Und die dritte Möglichkeit wiederum besteht darin, dass Sie eine andere Strategie finden, Ihre Ziele zu setzen. Letztlich entscheidet sich ja die Frage, ob solche Vorsätze umgesetzt werden ja dadurch, dass ich entscheide ob ich etwas so weiter machen möchte oder ob ich etwas ändern möchte. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das was jetzt ist, ist so unangenehm dass alles andere nur besser sein kann. Das ist aber Fluchtverhalten. Oder das neue begeistert mich so sehr, dass ich genügend Motivation habe – und dadurch auch genügend Voraussetzungen dass die Änderung klappen wird! Begeisterung muss also her!!!

Begeisterung von außen

Bild: privat

Sie können sich nun diese Begeisterung holen. Ich empfehle Ihnen dafür die unten angehängten Bücher. Es handelt sich nicht einfach nur um Motivationsbücher, nein. Die ich heute ausgesucht habe besitzen schon eine gewisse Veränderungspotenz – oder eine gewisse Aktivierungspotenz. Zimperlich sind die Autoren nicht… Ähnlich wie Frank Farelly (im verlinkten Beitrag “was für ein Unterschied” gibt es ein Video mit ihm) auch kein Blatt vor den Mund nimmt wenn er alles ausspricht was ihm so in den Sinn kommt im Klientenkontakt und eine riesige Freude daran hat, wertschätzend dem anderen seien Schwächen ins Antlitz zu schleudern wird’s hier wertschätzend unbequem… aber es hilft!

Und wie kann ich es selber schaffen?

Ja, das ist erstmal scheinbar schwieriger – aber langfristig eben hilfreich. Sie stecken sich ein Ziel, einen guten Vorsatz. Und dann überlegen Sie sich: warum begeistert es mich, dieses Ziel zu erreichen? Was sind die Früchte, die ich ernten möchte? Malen Sie es sich in den kleinsten Details aus warum es so gut ist, diesen Vorsatz zu verfolgen. Und wenn Ihnen diese Veränderung dann wichtig genug ist – dann werden Sie sie umsetzen. Es genügt also nicht nur zu sagen: Ich möchte nächstes Jahr gerne Yoga machen. Nein, sagen Sie sich: Ich möchte gerne nach der Arbeit eine Stunde für mich haben. Eine Stunde, in der ich nur für mich Yogaübungen mache. Einmal in der Woche. Ich möchte gerne meinen Körper stärken. Und meine Beweglichkeit erhöhen. Und ich möchte kennenlernen wie es ist, regelmäßig Yoga zu machen. Wenn dann die ersten Anstrengungen kommen werden Ihnen diese konkreten Vorsätze jedes Mal helfen, die Hürden zu überwinden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2012! Ob nun mit oder ohne gute Vorsätze…

Vielleicht geht es Ihnen wie Michel?

.

Das Video dauert ca. 24 Minuten. Als Michel nur noch gute Vorsätze hatte…

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Bild: Sophia G. (c)

28. Dezember 2011

Märchen sind doch Kinderkram!

Nicht die Kinder bloß
speißt man mit Märchen ab.
(Gottfried Ephrahim Lessing)

Durch meinen Beitrag über Märchen habe ich einige Anfragen erhalten und möchte das gerne als Anlass nehmen noch mehr darüber zu schreiben.

Ein Märchenbuch, das ich empfehlen kann

Märchen sind doch Kinderkram! Sehen Sie hier eine grimmige Geschichte, die den Namen auch verdient hat:

Definitiv nichts für Angsthasen. Eine Märchen-Sammlung, bei der die Helden nur aus Hänsel und Gretel bestehen.

Wie macht es unser Gehirn, aus Märchen zu lernen?

Schon immer hatte ich mich gefragt wie unser Gehirn es wohl macht, die Grammatik der Muttersprache zu lernen. Prof. Dr. Manfred Spitzer beantwortet es mir indem er mit erklärte wie das Gehirn Regeln lernt.

Und Regeln gibt es nicht nur in der Grammatik, sondern alle möglichen sozialen Beziehungen laufen durch mehr oder weniger bewusste oder unbewußte Regeln ab. In diesem Video geht er zuerst darauf ein, was Spuren im Schnee mit unserem Gedächtnis zu tun haben. Er erklärt dann die Müller-Lyer-Täuschung und wie man daran einen Automatismus erklären kann. Und schließlich erzählt er wie Kinder die Grammatik lernen – mit Beispiel, ich finde es sehr faszinierend!

Die Wiege der Märchen Erzähler?

Bild: Im Theater spielt man auch Märchen...

Viele Märchenerzähler kommen aus Persien. Als ich zum ersten Mal die Lesung eines echten Märchenerzählers erlebte war ich aufgeregt. Rafik Schami las  aus seinem neuen Buch – ich glaube es war das Geheimnis des Kalligrafen. Die Bücher und Hörbücher von ihm kann ich nur wärmstens empfehlen. Auch Nossrat Peseschkian ist persischer Herkunft und hat sich als Psychiater & Psychotherapeut dem Märchen Erzählen verschrieben. Damit begründete er eine therapeutische Richtung, die er Positive Psychotherapie nannte. In meiner Kindheit vergrub ich mich mit Vorliebe in die Märchenbücher von Elsa S. Kamphoevener. Sie erzählte orientalische Märchen so schön, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte mit Lesen. Und auch sie hat ihre Wurzeln im persischen Reich – Jahre ihrer Kindheit hat sie dort verbracht und ihr Vater führte sogar den Titel eines Paschas.

Welche Märchen sind empfehlenswert?

Ich möchte weniger die Märchen selber empfehlen. Sondern was ich wichtig finde ist, einen Märchenerzähler zu finden, der sein Fach wirklich liebt. Nur wer mit Begeisterung bei der Sache ist kann auch andere begeistern. Deshalb kann ich vorbehaltlos alle Bücher und Märchen von den vorgenannten Autoren empfehlen. Und noch ein weiteres Buch. Er läßt sich nicht in die persische Tradition einreihen, ist aber ein hervorragender Märchen-Erzähler: mein Kollege Stefan Hammel. Sein Buch Der Grashalm in der Wüste ist eine hervorragende Sammlung von Geschichten zum Vorlesen in allen Lebenslagen. Und in seinem Blog stellt er tolle Geschichten auch zum Download zur Verfügung.

Und das Fazit zu den Märchen?

Und? Sind Märchen Kinderkram? Wenn Sie davon überzeugt sind, dann lesen Sie nicht die folgenden Bücher. Denn wenn Sie es ohne Begeisterung tun, dann können Sie es sich sparen! Dann lesen Sie aber auch niemandem ein Märchen vor… die Zeit können Sie sinnvoller nützen – und die Kinder, die Ihnen zugehört hätten auch!

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Bild: National Library of Ireland (cc)

24. Dezember 2011

Buchrezension: Geschenke aus der Küche – Harmonie der Sinne!

Ein Onkel, der gutes mitbringt ist besser
eine Tante, die nur Klavier spielt.
(Wilhelm Busch) 

Für die Weihnachtseinkäufe ist es jetzt leider schon zu spät. Aber für die Weihnachtslektüre dafür genau rechtzeitig. Ich stelle hier das Buch Kreative Manufaktur. Geschenke aus der Küche – Kulinarisches lecker verpackt vor.

Die harten Daten und Fakten

Das Buch wurde im Verlag  TOPP Kreativ verlegt. Der Verlag scheint sich darauf spezialisiert zu haben, Kreativität zu unterstützen in allen möglichen Varianten. Die facebook-Gruppe Mitstrickzentrale scheint vom Verlag ins Leben gerufen worden zu sein. Beim Verlag kann das Buch auch bestellt werden.

Erster Eindruck vom Buch

Ich hatte erwartet, dass ein kleines Büchlein, so höchstens 15 x 15 cm zu mir geliefert wird. Deshalb war ich sehr überrascht, einen großen Umschlag zu erhalten. Ein richtiger Wälzer mit 167 Seiten ist aus dem Versandcarton entsprungen. Der Preis von 16.99 € scheint mir angemessen. Die violette Farbe erinnert mich sofort an Lavendel, auch wenn keiner auf dem Titel abgebildet ist. Die Farben sind – wie durchgehend durchs ganze Buch sehr harmonisch gewählt. Sie passen auch sehr gut zum Thema. Die abgebildeten Leckereien sind sehr ästhetisch und farblich innerhalb eines Konzeptes umgesetzt und am liebsten möchte ich alles selber ausprobieren.

Was steht drin im Buch?

Das ist natürlich das Wichtigste – was für Sachen kann man machen? In der Kategorie Sommerfrüchte finden sich nicht nur grüne Marmelade oder Heidelbeermuffins. Blei den Markttagen stehen Rezepte für scharfen Tomatenketchup. Im Kräuterparadies gibt es Wildkräuteressig und würziges Kräutersalz. Viele Gewürzmischungen gibt es in der Welt der Gewürze und auch ein Chutney oder Rosmarinkekse. Die Süße Lust enthält Cognac-Trüffel und womöglich sind Sie genauso neugierig wie ich es war was sich hinter Keksen am Stiel verbirgt? Das Glühweingelee gehört dann schon zu den Wingergenüssen ebenso wie die Käse-Knusper-Stangen. Die gebackenen, geschüttelten, geriebenen, gemixten und angerührten Leckereien werden zusätzlich appetitanregend und originell verpackt. Die Anleitung ist einfach nachzumachen und Kopiervorlagen befinden sich auch im Buch.

Ein Rezept verrate ich…

Zuviel verraten möchte ich  natürlich nicht. Ich wähle stellvertretend ein Rezept aus – und zwar eine Dose mit Teebeuteln voller selber gesammelter Kräuter. Die Dose wird verziert mit bedrucktem Papier. Die Teebeutel für die selber gesammelten Kräuter werden aus Filterpapier hergestellt: Kräuter einfüllen, mit der Nähmaschine zunähen und einen Faden befestigen ebenso wie ein farblich zur Dose passendes Papier, das als Halter am Fadenende befestigt wird. Hier ist der eigenen Kreativität auch keine Grenze gesetzt. Ich würde frank und frei die Papierchen noch mit verschiedenen Sprüchen beschriften. Und fertig ist der selbst gesammelte Kräutertee als Geschenk. Viel Spaß beim Nachmachen!

Für wen ist das Buch geeignet?

Die Liebhaber des Selbermachens haben mit diesem Buch eine wahre Fundgrube vor sich liegen. Wer gerne selber kochen oder backen mag hält das Buch mit höher schlagendem Herzen in seiner Hand. Aber auch die Bastelfreunde haben ihre wahre Freude mit Kreative Manufaktur – Geschenke aus der Küche. Es ist für alle drei Gruppen was dabei. Für diejenigen, die einfach Freude am Herstellen von Geschenken haben und diese dann nach ihren eigenen Ideen verpacken genauso wie für diejenigen, die verzehrbare Geschenke kaufen und sie dann mit individueller Note selber verpacken möchten. Und natürlich für diejenigen, die an beidem Freude haben – ein wahres Geschenke-Potpouri. Mir fällt noch eine Zielgruppe ein: Das Buch selber ist höchst geeignet zum Verschenken.

Von wem stammt das Buch?

So wie der Inhalt und die Verpackung irgendwie harmonieren sollten ist es auch mit den beiden Autorinnen. Eine gelungene Mischung von Anne Iburg, die für die leckeren Schweinereien verantwortlich ist und Anna Anlauft, die Äußerlichkeiten ziemlich gut hinbekommt. Nirgends habe ich gefunden ob die beiden zusammen gearbeitet haben oder ob beide unabhängig voneinander tätig waren. Egal: das Ergebnis harmoniert!

Was ich vermisse

Ich als Vegetarierin hätte mir gewünscht, dass ich nicht lange suchen muss, um herauszufinden ob auch Fleisch oder Fisch in den Rezepten verarbeitet wird. Ja, wird. Eine kleine Übersicht, an der schnell sichtbar ist ob das Buch für mich geeignet ist oder nicht wäre fein gewesen. Ebenso für die ganzen Nahrungsmittel-Allergiker eine Übersicht mit Gluten, Lactose usw. So langsam könnte das in Kochbüchern doch Standard sein? Deshalb auch nur 4 Sterne.

Mein Fazit zu Geschenke aus der Küche

Die Küche ist das Reich der Handwerkerin für die dieses Buch geschrieben wurde. Die Leckereien laden alle ein zum Nachmachen und bilden so wie das gesamte Buch eine wahre Harmonie der Sinne.

Was ich sonst noch sagen wollte

Dies ist eine Aktion von bloggdeinbuch.de vielen Dank für die tolle Aktion! Dort finden Sie auch noch weitere Rezensionen wenn Sie sich dafür interessieren. Das Buch erhält von mir vier von fünf möglichen Sternen. Ich bewerte so: 2 gibt’s für den Inhalt, zwei für das Design und einen für meinen persönlichen Nutzen. Hier gab es einen Punkt Abzug (halber für Inhalt, halber für persönlicher Nutzen). Und mein Beitrag für die Blogparade bei Monstermeute 52 Bücher – Woche  7 Kochbücher ist auch gleich geschrieben.

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Manitu’s grüne Krieger – Ausflug in die Welt der Heilpflanzen

Ich spürte ganz deutlich, dass da ein Zwilling war.

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19. Dezember 2011

Manitus grüne Krieger – Ausflug in die Welt der Heilpflanzen

„Wenn wir die Natur auf das reduzieren,
was wir verstanden haben,
sind wir nicht überlebensfähig.“
(Hans-Peter Dürr)

Bild: G. Kerschbaumer (c)

Wer ihn kennt hat ihn so in seinen inneren Bildern abgespeichert: Mitten im Wald bei seinen geliebten Pflanzen, als wäre er eines Tages aus diesem Lehm gekrochen, als sei dieser Boden seine Mutter. Und so behandelt Wolf-Dieter Storl das Naturreich auch – ebenso wie alles das darauf wächst.

Bilder haben ihren ganz eigenen Zauber

Schon öfter habe ich hier darüber geschrieben, welche Wirkung Bilder haben können. Das worauf wir unser Aufmerksamkeit richten wird von unserem Gehirn wahrgenommen und unser gesamter Organismus reagiert darauf. Bisher erlebtes wird damit in Verbindung gesetzt, womöglich werden sogar Körper-Reaktionen dadurch in Gang gesetzt.

“Wolf-Dieter Storl zaubert schöne Bilder in unsere Seele und läßt sie tief in uns verwurzeln.” Während des Sommers war er wieder in seiner alten Wahl-Heimat USA. Wolf-Dieter Storl besuchte das grüne Volk, die grünen Krieger Manitus und hat einen Film darüber gedreht.

Ein Road-Movie der besonderen Art

Der Mann, der nicht nur einen grünen Daumen hat nimmt Sie mit auf eine Reise. Die Filmmusik ist vielversprechend und klingt sehr professionell. Die Einladung zum Montana Herbal Gathering nahm der Ethnobotaniker zum Anlass, um ein Road-Movie der besonderen Art zu drehen. Im Film stellt Storl nicht nur die Pflanzen aus den Gebieten der USA mit atemberaubender Schönheit vor. Nein, er besucht auch Kräuterkundige, Medizinmänner und

Bild: Ingo Storl (c)

Pflanzenspezialisten und fragt sie nach ihrer jeweiligen Botschaft.

Ausflug zu den heilenden Pflanzen Nordamerikas

“Wenn man sich Zeit nimmt sie zu erleben erkennt der Mensch, dass Pflanzen wunderbare Wesen sind.” An diesem und an anderen Zitaten ist sichtbar, dass hier ein Lehrer ist, der sein Fach liebt. Und was sagt uns die Hirnforschung? “Lerne nur von dem, der sein Fach liebt.” Denn eine bloße Wiederholung von Inhalten können Sie sich sparen – es muss Begeisterung mit dabei sein. Und hier ist wahrlich einer, der begeistert ist von der Natur und ihrer Pflanzenwelt. Diese Grundhaltung kommt im Film ganz deutlich rüber. Wenn Sie sich also für die Pflanzenwelt interessieren könnte hier ein Lehrer für Sie sein.

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Neben diesem Trailer wurden unterwegs auch immer wieder kleine Grüße von den einzelnen Etappen aufgezeichnet. Diese finden Sie auf der Homepage www.manitus-gruene-krieger.de – hier gibt es noch mehr Grüße von unterwegs, atemberaubende Bilder und Film-Beiträge. Den Film von dieser Reise kann ich nur empfehlen!

Die DVD bei Amazon ansehen oder kaufen:

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Bilder: G. Kerschbaumer (c) Ingo Storl (c)
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