Archiv für ‘Adipositas’

15. Juni 2010

Unterstützung zum Abnehmen?

Sie möchten gerne Gewicht reduzieren – schaffen es alleine nicht? Es gibt entweder die Möglichkeit, sich Begleitung zu holen in Form von Beratung oder Therapie. Eine andere Möglichkeit bietet die Internet-Platform “meiga“.

Unter dem Slogan gemeinsam.einfach.abnehmen. besteht dort die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und Erfolgsgeschichten anzusehen. Sie können im Forum diskutieren, an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen, oder einfach Rezepte nachkochen. Das Motto “Gemeinsam geht es einfacher” gefällt mir sehr gut und ich empfehle diese Platform.

28. Dezember 2009

Ernährung naturbelassen – Achtung Glutamat

Immer mehr Menschen genießen die Vorzüge von naturbelassener Nahrung. Bei einem Stoff scheiden sich die Geister – die einen sagen es sei unbedenklich – die anderen behaupten, es sei besonders schädlich. Ein Zusatzstoff, der in vielen Fertigprodukten enthalten ist: Glutamat. Dabei handelt es sich um einen künstlich hergestellten Geschmacksverstärker. Er fördert beim Menschen die Insulinausschüttung, was zu Heißhunger und Eß-Atacken führen kann. Zusätzlich fördert es noch die Tendenz zu Übergewicht weil es die Cortison-Ausschüttung (Streß-Hormon) fördert.  Es konnte gezeigt werden, dass Hauterkrankungen wie Neurodermitis durch das Weglassen von Produkten mit Glutamat um ein vielfaches gebessert werden.  Migräniker klagen darüber, dass der Zusatzstoff einen Anfall auslösen kann und es gibt Berichte, nach denen sogar ein epileptischer Anfall getriggert werden konnte. Gründe genug, darauf zu achten, die Substanz zu meiden. Jedoch gar nicht so einfach, denn: Glutamat ist als Inhaltsstoff oft auch als “Hefe” oder “Hefeextrakt” (oder unter E620-E625) deklariert und nicht immer auf den ersten Blick erkenntlich.

Zusammenstellung von Informationen, die vom Verzehr des Glutamats abraten hier. Die Informationen, die über Glutamat gesammelt wurden sind einzigartig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt folgendes.

Wissenschaftlich ist es nach wie vor unklar, ob es sich um eine simple Allergie handelt oder ob die Stubstanz an sich schädlich ist. Manche haben Beschwerden, manche nicht. Für alle, die für sich die Erfahrung gemacht haben, dass es ihnen schadet oder sie einfach darauf verzichten möchten – jedoch nicht auf die Vorzüge der schnellen Küche verzichten können oder möchten hier ein paar Tipps von Produkten, die ohne Glutamat auskommen:

Suups24: Die Suppenmanukaktur aus Reutlingen versendet jetzt auch. Garantiert ohne jegliche Zusatzstoffe. Die Rezepte können auch nachgekocht werden.

Seitenbacher: Hier gibt es Suppen-Würze, die ohne Glutamat hergestellt wurde neben anderen wunderbaren naturbelassenen Nahrungsmitteln.

Fitmacher aus der Natur: Gottfried Strehler vertreibt Nahrungsmittel, die uns ermöglichen unserm Körper Mineralstoffe auf natürlichem Wege zuzuführen. Schon mal was von der “Tigernuss” gehört? Wie sie ungeerntet aussieht sehen Sie im folgenden Video

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20. Dezember 2009

Kalorienrestriktion erhöht Denkvermögen

Wer sich kalorienarm ernährt, erhöht seine Chancen auf den Erhalt seiner geistigen Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.

Wer weniger isst, bleibt länger geistig fit. So lautet das Fazit einer Studie an der neurologischen Universitätsklinik Münster. Verglichen worden war der Effekt von drei Ernährungsvarianten: Die Teilnehmer der ersten Gruppe erhielten eine kalorienreduzierte Diät, eine zweite Gruppe konsumierte Lebensmittel mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren und die Probanden der Kontrollgruppe behielten ihre Essensgewohnheiten unverändert bei. 54 gesunden Probanden im Alter zwischen 50 und 80 Jahren nahmen an der Studie teil.

Nach drei Monaten schnitten die Kaloriensparer beim verbalen Lern- und Merkfähigkeitstest signifikant (p<0,001) besser ab als Teilnehmer des “Fettkollektivs” oder der Kontrollgruppe. Die diätassozierte Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit korrelierte mit einer Abnahme von Entzündungsmarkern im Blut (high sensitiv C-reaktives Protein, Interleukin 6) sowie einer Absenkung der Glukose- und Insulinspiegel.

Die Autoren vermuten, dass die Kalorienrestriktion via Hemmung von Entzündungsprozessen und Erhöhung der Insulinsensitivität die Signalübertragung und Synapsenplastizität im Gehirn verbessert und sich so neuroprotektiv und lernfördernd auswirkt.

Originalquelle: 82. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), 23. bis 26. September 2008 in Nürnberg

17. Dezember 2009

Suchterkrankung Adipositas

Fettsucht ist in vielerlei Hinsicht eine Suchterkrankung im wörtlichen Sinn. Das gestörte Essverhalten wird trotz schwerwiegender Folgeschäden beibehalten. Auch in bildgebenden Verfahren zeigen sich im Gehirn Parallelen zu anderen Süchten.

Das selbstschädigende Verhalten wird sowohl bei Fettsucht als auch bei anderen Abhängigkeitserkrankungen durch einen substanzvermittelten Verstärkereffekt aufrechterhalten. Die neurobiologischen Mechanismen, die zum Suchtverhalten führen könnten, sind dabei neueren Studien zufolge bei Nahrungs- und klassischen Suchtmitteln dieselben. Sie aktivieren Bahnen des zentralen Belohnungssystems im Gehirn.

“Vor Kurzem konnten neurobiologische Ähnlichkeiten zwischen Adipositas und Abhängigkeit von Alkohol oder Kokain nachgewiesen werden”, berichtete Yvonne Rothemund, Berlin. Bei den Betroffenen fiel eine geringere Verfügbarkeit von Dopamin-D2-Rezeptoren im Striatum auf. Rothemund konnte nun in einer weiteren fMRT-Studie zeigen, dass adipöse Probandinnen, die visuellen, “hochkalorischen” Reizen, also zum Beispiel Fotos von Sahnetorten, ausgesetzt werden, selektiv das dorsale Striatum aktivieren. Dabei erwies sich der BMI als Prädiktor für Aktivierungen geschmacksverarbeitender Areale wie der anterioren Insula und dem lateralen orbitofrontalen Kortex sowie motivations- und emotionsassoziierter Areale. “Die nahrungsassoziierten Stimuli bewirkten bei den adipösen Probandinnen eine Aktivierung von Regionen, die mit Belohnungsantizipation und belohnungsassoziiertem Lernen in Verbindung stehen”, bestätigte Rothemund die Parallele zu Suchterkrankungen.

Bei 27 nicht-adipösen Probanden untersuchte Oliver Grimm, Mannheim, im fMRT die Reaktionen auf die Bilder von Nahrungsmitteln im Vergleich zu abstrakten Kontrollbildern. Als abhängige Variable wurde die Charakterdimension Selbstlenkungsfähigkeit (self-directedness nach Cloninger) gewählt, die, so Grimm, ein Maß für verantwortungsvolles Verhalten und das Streben nach langfristigen Zielen darstellt. Die Studie zeigte eine signifikante Korrelation zwischen geringer Selbstlenkungsfähigkeit und ausgeprägter Amygdalaaktivierung. Dies steht in Einklang mit den Ergebnissen von Studien, die ähnliche Veränderungen bei Angsterkrankungen oder emotional instabiler Persönlichkeitsstörung fanden.”Ebenfalls vor Kurzem wurden bei Adipösen bedeutsame Verknüpfungen zwischen hypothalamisch regulierten Funktionen der (Nahrungs-)Energiehomöostase und mesolimbischem System identifiziert”, ergänzte Martin Grosshans, Mannheim. Diese neurobiologischen Befunde weisen, so Grosshans, den Weg zu neuen therapeutischen Interventionsmöglichkeiten, die auf motivationale Mechanismen zielen.

Autor: Dr. med. Thomas Bißwanger-Heim
Quelle: In|FO|Neurologie & Psychiatrie, 2009;3(11):50

Buch, das ich empfehle, weil ich die Autorin kenne:

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