Archiv für ‘Schlaf und Traum’

18. März 2012

Sind Träume ein Schlüssel zu unserem Unbewussten…?

Aus den Träumen von gestern
werden manchmal die Alpträume von morgen
(Friedrich Nowottny)

Es wird wohl kaum jemanden geben, der es noch nie erlebt hat: einen Traum. Die Themen im Traum sind vielfältig. Es gibt angenehme und unangenehme Träume gleichermaßen. Der Chemiker Kekulé soll sogar im Traum die Figur des Benzol-Ringes im Traum gesehen haben. Er träumte von einer Schlange, die sich selber in den Schwanz beißt und hat damit die Lösung zu seiner Forschungs-Thematik quasi im Schlaf “erarbeitet”.

Themen von Träumen

In allen Kulturen finden sich ähnliche Themen, die in Träumen auftauchen. Die unangenehmen Träume lassen sich zusammenfassen in Verfolgungsträume, Fallträume, beschämende Träume (nackt sein), Träume des Scheiterns (zu spät kommen, Bus verpassen). Zu den angenehmen Träumen zählen Flugträume, Prophetische Träume, sexuelle Träume, Entscheidungsträume, Träume in denen die Erfahrungen des Alltags verarbeitet werden.

Sich im Traum des Träumens bewußt zu sein

“Es war ja nur ein Traum…” mit diesem oder einem anderen Gedanken ist schon so mancher aus einem Alptraum erwacht. Und dabei geht es auch anders. Beim Luziden Träumen ist es möglich, sich des Träumens bewußt zu sein. Dabei existiert gewissermaßen neben dem Träumenden eine Instanz, die sich des Träumens bewußt ist. Hierbei soll es sogar möglich sein, das Geschehen des Traumes aktiv zu beeinflussen. “Mal sehen, was sich hinter dieser Tür verbirgt…” oder “Mal sehen, wer es ist, der mich da verfolgt…” Manchen Menschen gelingt es, spontan luzide zu träumen und andere müssen dafür trainieren. Hier ein tolles Blog zum Thema Klarträumen.

Träume in der Psychotherapie

Ganz oft passiert es, dass mir Klienten oder Patienten berichten, dass sie nach einem Termin bei mir einen Traum hatten. Manchmal kommen sie dann schon und haben vollkommene Klarheit darüber was der Traum bedeutet und manchmal brauchen sie von mir noch Hilfestellung dabei. Letztendlich kann ich selber den Traum eines anderen nicht deuten – das kann nur der Träumende. Aber ich kann Hilfestellung geben. Wer sich vor einer Entscheidung drückt träumt oft von verschiedenen Wegen, die vor ihm liegen, es werden oft auch unverarbeitete Konflikte geträumt

Träume selber deuten

Träumen auch Sie viel? Können Sie diese Träume deuten? Dann gratuliere ich Ihnen. Wenn Sie etwas Unterstützung dafür benötigen, habe ich  hier einige Tipps für Sie: Als erstes empfehle ich Ihnen, ein Traumtagebuch zu führen. Schon alleine das Vorhaben, einen Traum auszuschreiben sofort nachdem Sie aufgewacht sind, erhöht die Erinnerungswahrscheinlichkeit des Traumes nach dem Aufwachen. Legen Sie Stift und Papier hierfür neben Ihr Bett. Schreiben Sie sich die Grundgefühle mit auf, die Sie im Traum hatten: Angst, Hilflosigkeit, Wut, Freude, Neugier, Ekel, Verachtung. Achten Sie schließlich auf bestimmte Symbole, die Sie im Traum sahen und lassen sich von einem Buch inspirieren, was diese bedeuten können. Es gibt auch einen tollen Link mit Deutungen zu den Traumsymbolen. Wenn Sie von einem Frosch träumen sieht das Ergebnis beispielsweise so aus. Und dann nichts wie los in die Traumdeutung: Wo habe ich das Grundgefühl des Traumes vielleicht nicht beachtet, dass mein Traum es mir so deutlich zeigt…? Hier ist ein toller Beitrag zum Deuten von Träumen, der bei ARTE ausgestrahlt wurde:

Warum träumen Menschen?

Auch in der Psychoanalyse wurden von Siegmund Freud die Träume seiner Patienten gedeutet. “Träume sind der Königsweg zum Unbewussten.” – das war seine Hypothese aufgrund der er die Traumdeutung mit in seine Therapiemethode einbezog. Aber er war nicht er erste – die alten Griechen schickten manche Menschen in einen sogenannten Heilschlaf, in dem die Betreffenden heftige Träume erlebten und danach gesund waren. Die Forschung zeigt, dass Träume unterschiedliche Funktionen haben. Zum einen scheinen sie daran beteiligt zu sein, Lernprozesse zu festigen. Denn unterbindet man den Traumschlaf, wird das Lernen verhindert oder zumindest erschwert. Aber in Träumen wird wohl auch das verarbeitet, was laut Freud im sogenannten Unbewussten schlummert… Ganz zu schweigen von phrophetischen oder Wahrträumen – diese sind von der Wissenschaft bis heute nicht erklärbar. Hier werden wohl die Erkenntnisse der Quantenphysik Erhellung bringen…?

Ich wünsche Ihnen allseits gute Träume und schöne Traumdeutungen.

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Bild: pitopia (c)

2. Dezember 2011

Wie komme ich morgens kraftvoll aus dem Bett?

Wie kommen Sie morgens aus den Federn? Schwungvoll? Träge? Nur nach mehrmaligem Drücken der “Schlummer-Taste”? Verschlafen Sie regelmäßig? Geht es Ihnen auch so, dass Sie morgens noch keine Energie haben, wenn Sie bei dieser Tageszeit (siehe Bild: Henning Schürig) bereits unterwegs sind? Dann habe ich einige Tipps für Sie!

Die Vorbereitung beginnt bereits am Abend davor

Bild: Henning Schürig

Richten Sie sich am Vorabend bereits alles so ein, dass Sie sich auf den nächsten Tag freuen. Legen Sie Ihre Kleidung zurecht, die Sie anziehen möchten, bereiten Sie Ihr Frühstück vor oder hinterlassen Sie Smileys. Manchen fällt es leichter, dies für einen anderen, für einen geliebten Menschen zu tun. Dann bereiten Sie einfach alles so vor, als würden Sie es für einen guten Freund tun. Probieren Sie es aus – es funktioniert genauso!

Kleine Übungen für mehr Energie im Alltag

Sobald Sie die Augen öffnen richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die angenehm wohlige Wärme unter der Bettdecke. Machen Sie sich bewußt wie angenehm locker Ihre Muskulatur jetzt nach dem Schlaf ist. Dieses entspannte Gefühl können Sie immer wieder erinnern wenn Ihnen tagsüber danach ist. Sie werden merken, dass sich Ihr Körper dann daran erinnert und dass es Ihnen mehr innere Ruhe und Gelassenheit bringt.

Gehen Sie in Gedanken den Tag durch. Worauf freuen Sie sich? Was wird eher schwierig werden? Was können Sie beachten, dass dies einen guten Ausgang für Sie hat? Haben Sie Unterstützung dabei? Machen Sie sich einen groben Zeitplan, auf den Sie tagsüber immer wieder zurück kommen. So können Sie Störungen effektiv minimieren und kraftvoll “Nein” sagen.

Machen Sie eine Faust und beugen Ihre Unterarme. Beugen Sie diese jetzt fest an den Oberkörper, halten es fünf Sekunden lang und lassen dann die Muskeln wieder locker. Machen Sie dasselbe mit Ihrer Beinmuskulatur. Legen Sie sich dann auf den Rücken und ziehen Ihre Knie möglichst bis zum Kinn. Spannen Sie in dieser Position so viele Muskeln wie möglich an, 5 Sekunden halten und wieder locker lassen.

Nehmen Sie dann einen tiefen Atemzug – atmen Sie bewußt und ruhig wieder aus. Nehmen Sie dabei alles was Ihnen Kraft gibt tief in sich hinein und atmen Sie alles aus was Ihnen nicht gut tut. Wiederholen Sie das drei Mal. Jetzt Dehnen und Strecken Sie sich und setzen sich langsam aus dem Bett auf. Beginnen Sie mit einer Tätigkeit, die Ihnen Freude macht. Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen! Bei Heilsame Informationen, dem Blog meiner Kollegin Angela Braun finden Sie weitere Tipps für Langschläfer!

Licht macht wach

Wenn Sie nachts aufwachen kann es hilfreich sein, kein helles Licht anzumachen, denn es wirkt als “Wachmacher” und kann unsere innere Uhr verstellen. Genauso können Sie morgens Licht als Wachmacher nützen. Auch wenn das künstliche Licht heller scheint – das natürliche Licht von der Sonne ist immer noch das Beste. Am besten hat sich bewährt, sich nach dem Aufstehen wen es geht mindestens eine halbe Stunde dem Tageslicht auszusetzen. Ein kleiner Spaziergang aktiviert zudem den Körper. Das wird Ihnen helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und außerdem kann es helfen, die Stimmung aufzuhellen. Was es mit dem Wake-up Light auf sich hat lesen Sie hier. David Servan-Schreiber empfiehlt diese Aufwachleuchte für Menschen, die unter Depression leiden. Er hat in seinem Buch (siehe unten) verschiedene nichtmedikamentöse Verfahren vorgestellt, wieder fit zu werden wenn sich die Trauer breit macht. Wenn  Sie das drauf haben - dann brauchen Sie weder zusätzliches Licht, noch Arzt oder Therapeut um kraftvoll durch den Tag zu wirbeln. Danke für diesen Tipp an meinem Kollegen Dr. Marco Ramadani

Und wenn mir diese Tipps langfristig nicht helfen?

Falls Sie länger als 12 Wochen keinen Erfolg mit diesen Tipps haben, dann empfehle ich Ihnen, sich beim Arzt auf etwaige gesundheitliche Probleme durchchecken zu lassen. Falls medizinisch nichts gefunden wird, können Sie auch einen Therapeuten aufsuchen. Oft gibt es Themen, die unangenehm sind, denen wir lieber ausweichen möchten. Das lohnt sich jedoch nicht, denn meistens beginnt irgendwann unser Körper darauf zu reagieren. Wir bekommen Probleme mit der Verdauung, Hautausschläge oder sogar Asthma. Jeder Körper reagiert mit seiner eigenen Schwachstelle wenn er unter Streß steht. Dem sollten Sie so gut es geht entgegen wirken. Sie sind es schließlich wert, dass es Ihnen gut geht!

Und noch ein Tipp!

Bei meinem Kollegen Dr. Marco Ramadani habe ich einen absolut empfehlenswerten Tipp gefunden, um sich gut auf den Tag vorzubereiten!

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10. April 2010

Wann ist lauter Sex zu laut?

Dieser Frage widmet sich Sigrid Neudecker in ihrem Sex-Blog bei ZEITonline. Sie geht dabei Fragen nach wie:

- ist lauter Sex ein Kündigungsgrund?
- wer ist lauter beim Sex – Mann oder Frau?
- welchen Sinn haben die Laute beim Sex?
- wenn zu laut / wie sage ich es dem Nachbarn?

29. März 2010

Träume sind Schäume?

Ist der Mensch verantwortlich für sein Handeln? Diese Frage wird von den meisten Menschen eindeutig beantwortet mit ja.

Ist der Mensch verantwortlich für das was er im Schlaf tut? Hier wird es schon schwieriger. In dem Artikel “Gehirn im Alleingang“, der bei Zeit online veröffentlicht wurde werden ausgehend von einem Mordfall die neuesten Erkenntnisse aus der Traum- und Bewußtseinsforschung diskutiert. Die Hintergründe des Mordes bei spiegel online.

Gehen Sie mit dem Autor auf eine Reise durch die Geschichte der Traumforschung.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Träumen?

20. Dezember 2009

Tipp bei Schlafstörungen

Bei Schlafschwierigkeiten oder bei Problemen, die einen bis in die Nacht hinein beschäftigen soll das Bürsten der Haare helfen. Wichtig ist, kurz vorm schlafen gehen zu bürsen, und zwar 100 Mal. Einfach mit einer Holzbürste 100 Mal sanft über die gesamte Kopfhaut streichen. Es sei verblüffend. Bin neugierig, wie sehr das hilft?

17. Dezember 2009

Schlafstörungen erhöhen Suizidrisiko

Im klinischen Setting ist ein möglicher Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Suizidalität bekannt. Jetzt zeigt sich, dass diese Assoziation auch für die Gesamtbevölkerung gelten könnte.

Die Auswertung einer großen bevölkerungsbezogenen Befragung in den USA weist deutlich auf einen Zusammenhang zwischen Ein- oder Durchschlafstörungen oder sehr frühem Erwachen mit einer erhöhten Selbstgefährdung hin. Lag auch nur einer dieser Schlafprobleme vor, ergab sich – bereinigt um andere Risikofaktoren für Suizidaltiät – in den darauffolgenden 12 Monaten gegenüber guten Schläfern immer noch ein deutlich erhöhtes Risiko für suizidale Gedanken (Odds Ratio OR = 2,1), das Planen suizidaler Handlungen (OR = 2,6) und Suizidversuche (OR = 2,5). Im Einzelnen erhöhten Einschlafstörungen signifikant vor allem Suizidgedanken und suizidale Planungen, Durchschlafstörungen Suizidgedanken und Suizidversuche und frühes morgendliches Erwachen alle abgefragten Aspekte suizidalen Verhaltens.

Die Autoren der Studie rufen dazu auf, Schlafprobleme beim Abschätzen des Suizidrisikos und bei der Entwicklung von Modellen zur Suizidalität als Risikofaktor regelhaft mit einzubeziehen.

Autor: Friederike Klein, München
Quelle: Wojnar M. et al. International Congress of the World Psychiatric Association, Florenz 1.-4. April 2009; Abstract NRS4.5. Sleep problems and suicidality in the national comorbidity survey replication.

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