Sport reduziert meßbar psychischen Streß – und sogar die Symptome psychischer Erkrankungen

Der Sport ist dazu da, dass man gesünder
stirbt – nicht dass man länger lebt.
(Ludwig Prokop, östr. Hochschullehrer)

Schon während dem Studium durfte ich die positiven Auswirkungen von Sport auf das Befinden lernen. Eine Dozentin im Seminar “Psychosomatik” war sehr auf den Zusammenhang von Sport auf das Erleben eingeschossen. Weil natürlich jeder eine gute Note haben wollte, gab es kaum jemanden, der sich ein anderes Thema für das Referat aussuchte als dieses.

Bewegung hilft bei Depression

Zum einen wird das Wissen natürlich in den Psychosomatischen Kliniken umgesetzt. Es gibt dort neben den medizinischen und psychologischen Angeboten vielfältige Sport-Aktivitäten: Morgengymnastik, moderates Ausdauertraining, ja sogar Körper- und Bewegungstherapie. Die körperliche Aktivität alleine bringt vielen Patienten sehr viel Erleichterung. Die Erfahrung und auch die Forschung zeigen immer wieder: Moderates Ausdauertraining kann tatsächlich gegen Depression helfen. Wie weit das sogar reichen kann habe ich an dem Tag kapiert, als ich auf der Homepage einer Psychotherapeutin gelandet bin, die eine monatelange Wartezeit hatte. Für alle, die sie auf ihrer Homepage vertrösten musste empfahl sie, in der Zwischenzeit bis sie einen Therapieplatz bekommen können, moderaten Ausdauersport zu machen. Es kann also auch soviel Kraft geben, um eine Wartezeit zu überbrücken. Um eine tatsächliche Wirkung zu erreichen ist wichtig, dass es sich um eine Ausdauer-Sportart handelt und dass diese regelmäßig ausgeübt wird. Die Devise ist weniger ein “viel hilft viel” als vielmehr die Regelmäßigkeit.

Auch Krebspatienten haben den Sport für sich entdeckt

Nicht nur bei Depression hilft es, regelmäßig Sport zu machen. Schon lange treffen sich Menschen mit allen möglichen Krankheitsbildern zum Sport. So auch Patienten mit onkologischen Krankheitsbildern – das nennt sich dann zum Beispiel Onko Walking. Das Krankheitsbild verbindet und der Sport bietet eine Möglichkeit, den Kopf mal frei zu bekommen. Die anderen verstehen zudem wie es einem geht.

Viele bekommen durch den Sport neue Kraft und lernen wieder, positiv zu denken. Oft ist so eine Sport-Gruppe auch eine Möglichkeit, wieder in eine Sport-Gruppe zurückzukehren, der ein Patient früher angehörte. Hier kann sich jeder Zeit lassen und wird gefördert, sein altes Trainigsniveau wieder aufzubauen.

Wo ist die Grenze zum Ungesunden?

“Sport ist Mord” – so hörte ich in der Schule früher von meinen Mitschülern wenn sie keine Lust auf die Bewegung hatten. Natürlich meinten sie es nicht so. Sie drückten damit aus, dass sie sich am liebsten davor drücken wollten. Dass Depression auch bei Sportlern auftreten kann – und zwar gar nicht so selten – erlebe ich immer wieder in meiner eigenen Praxis. Und die Ereignisse in der Sport-Welt sprechen für sich: abgemagerte Turnerinnen und Eiskunstläuferinnen, von Doping entstellte Körper von Sportlern aller möglichen Sportarten und schließlich der erschreckende Selbstmord von Robert Enke – dem berühmten Fußballspieler.

Es ist also wichtig, dass der Sport nicht zur Kompensation von Streß eingesetzt wird. Der Sport sollte vielmehr dazu dienen, das natürliche Bedürfnis zu befriedigen, sich zu bewegen. Wenn Sie immer dabei bleiben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und den Sport nicht verwenden, um die Frustration zuzudecken, dass Bedürfnisse von Ihnen nicht befriedigt sind – dann sind Sie mit Ihrem Sport genau richtig. Und der Sport wird Ihnen gut tun.

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2 Kommentare to “Sport reduziert meßbar psychischen Streß – und sogar die Symptome psychischer Erkrankungen”

  1. Hallo,
    es gibt viele Wege mit Stress richtig umzugehen. Der Wille sich zu ändern muss auf jeden Fall da sein. Eine weitere Unterstützung kann Hypnose sein.

    Gruß

    Ralf

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