Archiv für Oktober, 2011

25. Oktober 2011

Ohne Pille mehr Spaß am Sex?

Eine Studie zum Thema Sex und Pille überrascht: Ein Drittel der Probandinnen hat ein Risiko für sexuelle Dysfunktion, Raucherinnen haben weniger Spaß am Sex und die Pille senkt die Lust.

Geht die Verhütung mit der Pille zu Lasten der Lust?

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die im Journal of Sexual Medicine erschienen ist, zeigen, dass Frauen, die nicht-hormonell verhütet hatten, in sexueller Hinsicht am glücklichsten waren. An der Studie – ein Familienprojekt von Lisa-Maria, Christian und Markus Wallwiener – nahmen 1.086 Medizinstudentinnen teil. Das entspricht ungefähr 2,5% aller Medizinstudentinnen in Deutschland. Die Frauen beantworteten Fragen zum Thema Sex, Kinderwunsch und Raucherstatus. 87% hatten in den letzten sechs Monaten Verhütungsmittel benutzt, und 97,3% waren in den letzten vier Wochen sexuell aktiv gewesen. In die Endauswertung gingen die Daten von 1.046 Frauen ein. 32,4% hatten ein Risiko, unter weiblicher sexueller Dysfunktion zu leiden: 8,7% hatten ein hohes Risiko für eine Orgasmusstörung, 5,8% für eine hypoaktive sexuelle Luststörung.

Zufriedener mit festem Partner

Die Teilnehmerinnen wurden entsprechend ihrer Verhütungsmethode in vier Gruppen eingeteilt: orale hormonelle, nicht orale hormonelle, nicht hormonelle und keine Verhütung. Den höchsten Wert auf der sexuellen Funktionsskala (das heißt das geringste Risiko für eine sexuelle Störung) hatten Frauen, die nicht hormonell verhüteten (31,0%), gefolgt von keine Verhütung (29,5%), orale hormonelle Verhütung (28,3%) und nicht orale hormonelle Verhütung. Neben der Verhütungsmethode war auch der Raucherstatus ein signifikanter Faktor für den Wert auf der sexuellen Funktionsskala. Raucherinnen hatten eine höhere Punktzahl als Nichtraucherinnen. Andere Faktoren wie Alter, frühere Schwangerschaften, Kinderwunsch und Partnerstatus spielten dagegen keine Rolle. Frauen, die nicht in stabilen Beziehungen lebten, hatten häufiger Orgasmusprobleme als Frauen mit festen Partnern.

Und was könnte das konkret für mich bedeuten?

Die Studienautoren betonen, dass die Studienergebnisse keinen Hinweis auf die Kausalität der gefundenen Assoziationen zulassen. Die Studie sollte also kein Grund sein, das Rauchen anzufangen, die Pille abzusetzen und sich einen festen Partner zuzulegen. Trotzdem bleibt besonders ein Zusammenhang bedenkenswert: Die Einnahme von Hormonen könnte das Sexualleben von Frauen negativ beeinflussen.

Quelle: Wallwiener C et al. Prevalence of sexual dysfunction and impact of contraception in female german medical students. J Sex Med 2010; May 4

Ergebnisse und Alternativen

Detaillierte Darstellung der Studienergebnisse gibt es hier  und vor kurzem habe ich schon einmal darüber geschrieben, weil ich das Thema bereits bei Utopia gefunden hatte. Und noch ein Nachtrag – bei gesund.co.at ist heute (29. November 2011) ein umfassender Artikel zum Thema Verhütung erschienen. Vielen Dank!

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21. Oktober 2011

#solea11 – Die Social Learning Blogparade 2011

Zum ersten Mal mache ich bei einer Blogparade mit, der Social Learning Blog Parade. Die genauen Hintergründe erfahren Sie bei Julian Grandke aus Konstanz und Cornelie Picht aus Nürnberg. Entstanden aus einer Interaktion bei Twitter und dann per Email interessieren sich die beiden dafür, wie Soziales Lernen in der Anwendung heute aussieht. Ich beantworte dazu einfach die Fragen, die die beiden stellen:

Was ist aus meiner Sicht Social Learning?

Ich bin ja nun Diplompsychologin und habe einiges über das Lernen gelernt. Aus der Kommunikations-Forschung weiß ich: Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren (P. Watzlawick, 1. Axiom) Und die moderne Hirnforschung lehrt uns: Der Mensch kann nicht nicht Lernen (Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer). Unser Gehirn ist darauf spezialisiert zu lernen und das Gelernte ständig zu wiederholen. Aus meiner Sicht ist es wichtig zu wissen, was die optimalen Bedingungen für erfolgreiches Lernen sind, um das Soziale Lernen zu verstehen. Das sind meines Erachtens genau drei Kennzeichen:

1. Körperliche Grundlage: Wie unser Gehirn lernt

Die Forschung zeigt: Je weniger Streß wir haben, desto besser lernen wir. Stressoren kann niemand ganz ausschließen, das heißt es geht darum, seine persönlichen Stressoren zu kennen, um adäquat darauf reagieren zu können. Am besten ist es, dies auch den anderen mitzuteilen, damit diese sich darauf einstellen können.

2. Mentale bzw. ethische Grundlage: Bereitschaft zum Teilen von Wissen

Im Computerzeitalter ist Wissen längst frei verfügbar im Netz. Als im Jahr 2004 mein Studium beendete stand die Forschung erst am Anfang was das Thema „Teilen von Wissen“ betrifft. Damals hielt ich es nicht für möglich, dass Menschen einfach so bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Heute ist es schon gelebte Realität. Noch nicht 100 %, aber wir sind ja noch beim Lernen. Da hilft es nichts, wenn einzelne noch zurückhaltend sind und denken, sie könnten es verkaufen. An anderer Stelle gibt es das längst umsonst. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis der potenzielle Käufer die kostenlose Quelle entdeckt und schwups ist die Kundschaft weg. Was verkauft werden kann ist die Dienstleistung – also das Können. Und ich habe mich sehr gewundert, dass gerade die IT-Branche mit ihren open source Anwendungen uns vormachte wie es geht. Dieser Branche wurde bis dato ja eine mangelnde Soziale Kompetenz nachgesagt. Und genau diese Branche zeigt uns wie es geht und beweist der Welt das Gegenteil. Das hat mich beeindruckt.

3. Interaktive Grundlage: Die Beziehung zum anderen

Auch das wissen wir aus der Kommunikations-Forschung: Der Inhalt, den wir transportieren kommt an auf der Grundlage wie gut die Beziehung zum anderen ist. Doch was ist das, diese ominöse Beziehung? Woraus besteht sie? Und vor allem woraus besteht sie, wenn ich im Netz kommuniziere? Es ist das Vertrauen, das ich zum anderen habe (die Nähe, die ich aufgrund dessen zulasse) und die Hierarchie, die zwischen uns besteht (bestenfalls Augenhöhe). Je sympathischer unser Gegenüber ist, von dem wir lernen, desto besser lernen wir. Spätestens seit der Entdeckung der Spiegelneurone dürfte klar sein, dass Lernen kein isoliertes Geschehen darstellt, sondern vielmehr interaktiv stattfindet. Wertschätzung, Empathie, Autentizität und Transparenz sind hier die Zauberworte. Meine Prognose lautet also: Die Erfolgreichen im Netz werden die sein, die eine hohe Soziale Kompetenz besitzen und für die Gesamtheit nützlich sind!

Welche Tools und Methoden haben mich begeistert?

Es sind weniger Tools, die mich hier begeistern, sondern vielmehr Menschen, die eine gewisse Grundhaltung mir gegenüber zeigen. Diese ermöglicht mir, einen schnellen und nachhaltigen Lernerfolg zu erreichen. Diese Haltung ist geprägt von Offenheit, Wertschätzung, Empathie und Authentizität. Aus meiner Sicht sind die Tools selber eher ein Ergebnis des Social Learning. Diese werden ja ständig weiter entwickelt.

Wie sieht meine ideale persönliche Lernumgebung aus?

Meine Umgebung muss ästhetisch sein und ruhig. Störquellen tun mir beim Lernen gar nicht gut. Ich bin eher introvertiert und brauche Pausen und Rückzug zum Aufladen meiner Batterien. Dann brauche ich Menschen, mit denen ich mich austauschen kann und die mir ehrlich ihre Meinung sagen. Von den Tools nütze ich Webseite, Blog und Twitter. In den sozialen Netzwerken (Google+ oder facebook) bin ich geschäftlich noch nicht so viel unterwegs.

Wie weit ist ein Mentalitätswandel hin zu kooperativem Lernen im Netz schon verwirklicht?

Im Netz beobachte ich immer mehr, dass Menschen mit ihrem echten Namen auftreten, das gehört für mich zur Grundlage, Transparenz ist wichtig. Eine tragfähige Beziehung – auch im Netz – kann ich nur durch Transparenz aufbauen. Menschen sind in einem ganz hohen Maß bereit, ihr Wissen kostenlos mit anderen zu teilen. Gleichzeitig werden die Tools des Web 2.0 von immer mehr Menschen angewendet und auch verstanden. Für mich selber war zum Beispiel ein Blog bisher einfach nur ein Tagebuch, in dem ich Artikel veröffentlichte. Mir war nicht klar, was für ein mächtiges Kommunikations-Instrument es darstellt, mich damit auch mit anderen zu vernetzen.

Wie könnte/sollte sich Social Learning in den nächsten Jahren entwickeln?

Ich beobachte eine ganz große Offenheit und so gehe ich davon aus, dass die gegenseitige Unterstützung noch mehr zunehmen wird. Jemand hat eine Frage, ein Problem – stellt sie ins Netz – und dort schlagen andere eine Lösung vor. Aus meiner Sicht wird es eine bedürfnisorientierte bzw. interessenorientierte Bildung von sozialen Gemeinschaften geben. Denn auch das soziale Lernen muss sich ja am Menschen orientieren. Das Internet verbindet. Und was uns Menschen verbindet, was allen gemeinsam ist, sind Bedürfnisse. Wie das konkret in der Zukunft aussehen wird, davon habe ich noch keine Vorstellung.

Die Blogparade läuft bis zum 27.10.2011

Was sind Ihre Erfahrungen zum Social Learning?

Ich freue mich Über Ihren Kommentar oder wenn Sie diesen Artikel weiterempfehlen. Hier der Short-Link: http://tiny.cc/8vtu4

Ich möchte noch zwei Bücher empfehlen, die aus meiner Sicht mit dem Social Learning zu tun haben:

20. Oktober 2011

Ich spürte ganz deutlich, dass da ein Zwilling war…

Eine Freundin erzählte mir zum ersten Mal von dem Phänomen “verlorener Zwilling”. Ihre Therapeutin hätte erzählt, dass sie einen tiefen Schmerz in sich trüge, weil sie diesen verloren hat. Mir kam das etwas komisch vor, aber meine Freundin beharrte darauf, dass sie sich seither wohler fühlte und ich konnte deutlich sehen, dass sie seither erfolgreicher und lebensfreudiger war.

In der hypnotischen Trance ist es möglich die bis dahin irrationale Gefühle zuzuordnen.

Wenige Monate später erlebte eine Patientin in einer Trance-Sitzung genau diesen Schmerz: Mein Zwillingsbruder ist tot! Und dabei war sie noch gar nicht geboren. “Ich war so hilflos, dass ich nichts machen konnte und ich fühlte mich auch schuldig dafür. Ich war am Leben und er war tot.”  Konkret hatte es sich im Leben der Patientin so ausgewirkt, dass sie immer die Sehnsucht nach einem Partner hatte – aber es einfach nicht schaffte, eine tragfähige Partnerschaft aufzubauen. Immer wenn da jemand war, entwickelte sie irrationale Ängste, die dazu führten, dass sie jeden Partner wieder in die Flucht schlug. Jetzt verstand sie plötzlich ihre Gefühlswelt. Sie hatte gar keine Angst vor der Partnerschaft, sondern es waren die alten Ängste, ohne den Bruder zu ein. Es war die alte Hilflosigkeit, nichts dagegen machen zu können, dass er stirbt. Sie hatte gar keine Angst, den Partner wieder zu verlieren, die Gefühle gehörten in eine andere Zeit. Sie waren jetzt endlich am richtigen Platz – in der Vergangenheit – dort wo sie hingehörten und die Patientin konnte mit voller Kraft ihr Leben leben. Zum Glück hatte meine Freundin mir davon erzählt, sonst hätte ich die Spur womöglich gar nicht verfolgt. Und mit unbewältigten Gefühlen meiner Patienten kann ich ja zum Glück umgehen. Schließlich ist das der Schwerpunkt meiner täglichen Arbeit.

Die Fakten zum “lost twin syndrom” wie es im englischsprachigen Raum heißt.

Ärzte und Biologen sehen in dem Verlust kein großes Drama. Jedoch für den verbleibenden Zwilling ist es eine emotionale Katastrophe. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass 50 – 78 % aller Schwangerschaften zu Beginn Mehrlingsschwangerschaften sind. Das bedeutet, dass beinahe die Hälfte aller Menschen bereits vor der Geburt ein Geschwisterlichen verloren haben. In den ersten Wochen wird der Embryo lebensunfähig und geht entweder ins Gewebe des verbleibenden Zwillings oder der Plazenta über. Haut- und Haarklumpen finden sich dann bei Operationen im Körper des Überlebenden selbst noch wenn dieser bereits erwachsen ist. Oder die Plazenta hat bei der Geburt eine kleine Verdickung, in der man Haut oder Haar deutlich erkennen kann, wenn sie untersucht wird.

Was es konkret für Auswirkungen haben kann, den Zwilling verloren zu haben.

Wie die Betroffenen es erleben, dass der andere Zwilling nicht mehr da ist, ist sehr individuell. Die einen sind wütend, dass der andere sich aus dem Staub gemacht hat. Im Leben später heißt das, dass wir unbewusst immer wieder Partner oder Gefährten anziehen, die uns davonrennen und wir wütend sind. Andere haben Angst, alleine zu sein. Diese suchen sich später immer jemanden, um diese Angst ja nicht zu spüren. Das heißt, es geht gar nicht um den anderen, den ich liebe, sondern nur darum, nicht alleine zu sein. Wieder andere haben Schuldgefühle, den Tod gar verursacht zu haben. Diese haben später ständig das Gefühl, eine Belastung für Gott und die Welt zu sein. Das ist nicht nur unangenehm für die Betroffenen, sondern auch für die Umwelt. Sie leben mit dem Grundgefühl “Entschuldigung, dass ich existiere!”

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Was ändert sich, wenn die Gefühle keinen Einfluß mehr auf die Gegenwart haben?

Zunächst erleben die Betroffenen ein größeres Selbstwertgefühl, weil Pläne plötzlich bis zum Ziel verfolgt werden. Außerdem berichten sie von mehr Lebensfreude mehr Kraft im Leben. Und als die wichtigste Veränderung wird beschrieben, dass sie sich endlich als Teil einer Gemeinschaft fühlen können. Ohne Sehnsucht danach – oder ohne das Gefühl zu haben, die anderen mit ihrer Anwesenheit zu belasten. Was für eine Befreiung.

Weiterführende Informationen.

Hören Sie auf der Seite meiner Kollegin Angela Braun einen Beitrag von Mirjam Müller als Podcast. Wenn Sie vermuten, dass Sie einen verlorenen Zwilling haben, dann empfehle ich Ihnen, eines der Bücher unten zu lesen. Direkt aus dem Leben einer Betroffenen lesen Sie hier im Blog Zwillingslos.

Haben Sie auch schon Erfahrungen gemacht mit dem Thema? Ich freue mich über Ihre Kommentare oder auch darüber wenn Sie weitergehende Informationen darüber anfügen.

Interessiert Sie auch das?

Let’s talk about LOVE

Boddhisattva in Metro

Etwas nur für Schwaben

Jeder Vorwurf ist ein schlecht formulierter Wunsch!

Bücher zum Thema, die ich empfehle:

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18. Oktober 2011

Du bist wundervoll… eine Geschichte von Sabina Boddem

Heute hat mich eine Freundin auf ein Video aufmerksam gemacht, dass ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Wenn Sie der Titel anspricht, einfach genießen…

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Ach ja – hatte ich fast vergessen: Sabina Boddem finden Sie im Farbenreich. Und dieser Ort hat den Namen auch verdient!

Ich freue mich über eine Rückmeldung wie es Ihnen gefallen hat. Oder sonstiges Feedback zum Thema “Du bist wundervoll!”

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Kann die Psyche wirklich Einfluß auf eine Blasenentzündung haben?

Was zaubert Ihnen ein Lächeln ins Gesicht?

Lachen Sie sich zu einer besseren Partnerschaft!

Die Heilkraft des inneren Arztes

Boddhisattva in Metro

Eine CD, die hilft wieder zu lächeln:

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17. Oktober 2011

Natürliche Empfängnisregelung jetzt auch als App

Es gilt allgemein nicht als sehr fortschrittlich in Zeiten der hormonellen Empfängnisverhütung, die natürliche Empfängnisregelung noch per Hand aufzuzeichnen. Ob es nun darum geht, schwanger zu werden oder eine Schwangerschaft zu vermeiden – die natürliche Empfängnisregelung ist für beides geeignet. Die Zeichen der Fruchtbarkeit werden beobachtet, dokumentiert und nach festen Regeln ausgewertet. Der Vorteil davon ist, dass die Frau sich ihres Körpers viel mehr bewußt wird, denn die Zeichen der Fruchtbarkeit sind natürlich die Signale, die der eigene Körper sendet.

Früher Papier, jetzt die Technik.

Die Dokumentation fand früher auf Tabellen aus Papier statt. Heute gibt es sie im Computer-Chart. Ich nütze selber einen elektronischen Mentruationskalender. Bisher habe ich mich geärgert, dass die Fruchtbarkeitsanzeichen, wie ich es in der NFP gelernt habe, dort zwar eingetragen, jedoch nicht ausgewertet werden können. Schau’mer mal wie nützlich die neue App ist. Das was ich bisher gesehen habe, sieht sehr gut aus. Jetzt wäre es nur noch gut, dass ich die Daten aus einer anderen App auch einspielen könnte…

Hier gibt es das neue Spielzeug für die Frau:

Die App im iTunes-Shop gibt es hier. Und eine Bewertung der Anwendung des Stuttgarter Medizinverlages (wohl ein Ableger von Thieme) gibt es hier zu lesen. Witzig finde ich folgendes: Die Frauen müssen zustimmen, dass der Hersteller nicht dafür verantwortlich ist, wenn’s nicht klappt. Das wäre ja auch noch schöner. Immer schön einen Schuldigen finden, gelle?

Pille als Spaßbremse für die Frau?

Dass NFP voll im Trend liegen könnte, zeigt der Artikel über die Pille als Lustbremse, der bei Utopia erschienen ist. Nimmt Frau Hormone, dann hat sie weniger Lust auf Mann. Und darüber hinaus gibt es laut einer andere Studie Hinweise, dass sich auch der Geruchssinn ändert. Und zwar in so fataler Weise, dass dies Einfluß hat auf die Partnerwahl. Nimmt Frau Hormone, wählt sie den falschen Mann aus. Setzt Frau die Pille dann ab wegen Kinderwunsch merkt sie, dass sie sich nicht verguckt hat, sonder verriecht, also verrochen, ich meine, sie hatte den falschen Riecher. Fatal, wie ich finde. Das könnten sich doch beide ersparen. Dafür lohnt es sich doch, den Körper zu beobachten, Umwelt schonen und den Mitmenschen anständig behandeln.

Und noch mehr Information gibt es hier:

Auf den Seiten der Arbeitsgruppe NFP sind alle möglichen nützlichen Informationen zusammengefasst. Momentan gibt es sogar ein Quiz zum Thema Fruchtbarkeit. Auf mynfp können Sie gegen einen monatlichen Obolus Ihren Zyklus auswerten und sich gleichzeitig mit einer großen Gemeinschaft austauschen, zum Beispiel im Blog oder im Forum. Der Vollständigkeit halber verlinke ich auch noch meinen früheren Artikel mit Links zum Zykluskalender von urbia, der online verfügbar ist.

Kennen Sie NFP? Was sind Ihre Erfahrungen?

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Die Grundlagenliteratur gibt’s bei Amazon:


15. Oktober 2011

Wenn es erst vorbei ist, ist das Fliegen wunderbar…

… so ist das für viele Menschen mit Flugangst. Aviophobie heißt die unangenehme Krankheit in der Fachsprache. Immer mehr Menschen leiden darunter. Manche halten die unangenehmen Gefühle lange aus bevor sie den Weg zum Therapeuten gehen – oder lassen sich vom Arzt Tabletten verschreiben, um wenigstens etwas über die Runden zu kommen.

Ohne Vorfreude ist es kein richtiger Urlaub

“Wenn ich Angst hätte vor einem Hund, weil er mich gebissen hat, dann könnte ich das nachvollziehen. Aber ich hatte ja noch nie ein schlechtes Erlebnis mit einem Flugzeug und kann deshalb nicht verstehen, warum ich solche Angst vor dem Fliegen habe.” Diesen oder einen ähnlichen Satz höre ich immer, wenn jemand mit Flugangst sich bei mir meldet. Die Symptome fangen meist schon vor der Reise an. Je näher der Flug rückt, desto angespannter sind die Betroffenen. “Vorfreude auf den Urlaub kenne ich schon lange nicht mehr. Beim Packen schwitze ich und muss mir Wochen vorher schon einen Plan erstellen. An den halte ich mich, damit ich vor lauter Aufregung auch ja nichts vergesse.” Das ist die Angst vor der Angst wenn Sie schon vor der Reise unter diesen oder anderen Symptomen leiden. Vermeidungsverhalten gehört auch dazu. Aus Angst vor der Angst wird alles vermieden, das mit dem Flug zusammenhängt: Gespräche darüber, Sonnencreme einkaufen, die Route am Urlaubsort planen und so weiter…

Die Auslöser für Flugangst liegen im Unbewussten.

Die eigentliche Angst tritt dann auf, wenn Sie im Flugzeug sitzen und die Symptome sind immer die gleichen. Denn Menschen reagieren ähnlich auf Stressoren:

  • Schweißausbrüche
  • feuchte oder kalte Hände
  • Herzrasen
  • das Gefühl, keine Luft zu bekommen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Durchfall

Die Angstauslöser sind so unterschiedlich wie die Menschen, die darunter leiden. Und was ganz besonders ist: meistens liegen die Auslöser für die Angst ganz weit in der Vergangenheit zurück. “Sobald die Tür zu ist, fühle ich mich so eingesperrt.” Während  der Therapiesitzung wird klar: In der Pubertät hat der Vater nicht akzeptiert, dass seine Tochter beginnt eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn sie nicht nach seiner Pfeife tanzte, hing der Haussegen schief. Sie wußte zwar, was sie wollte, konnte sich ihm gegenüber aber nicht durchsetzen. “Ich fühlte mich so eingesperrt.”  Eine andere Patientin sagte mir, dass sie Angst empfinde, weil sie “keinen Boden mehr unter den Füßen” habe. In der Sitzung wird ganz schnell klar, dass sie sich genauso “bodenlos” fühlte, als sie mit 14 Jahren ihren Vater nach einer schweren Krebs-Erkrankung verlor. Die alte Hilflosigkeit kann sich in der Therapiesitzung lösen und beide können sich plötzlich – oh Wunder – vorstellen, ganz ruhig in einem Flugzeug zu sitzen. Beide können sich dann auch vorstellen, voller Vorfreude den Urlaub vorzubereiten.

Unbelastet von der Vergangenheit den Flug genießen.

Die Flug-Situation wird nicht mehr von alten Gefühlen, von alten Gefühlsblockaden überlagert. Meistens wirkt sich die Behandlung auch auf andere Bereiche ihres Erlebens aus, was sie jedoch erst nach der Behandlung spüren können.

So kann das dann aussehen, den Flug zu genießen.

Schönen Urlaub/ schöne Geschäftsreise für Sie!

Was sind Ihre Erfahrungen mit Flugangst?

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15. Oktober 2011

Gesund geschrieben…

…das ist der Titel des Buches meiner Kollegin Sigrid Schwarz aus Düsseldorf. Sie beschreibt darin den Behandlungsverlauf einer Patientin, der beinahe nur per Email stattfand.

Beziehungsunfähig und noch nie Sex gehabt

Laura Weiß (Pseudonym) war eine Frau Mitte Zwanzig, die unter Angst vor Nähe litt, noch nie Sexualität mit einem Mann erlebte und ziemlich gut darin war, alle Männer wieder in die Flucht zu schlagen. Das ist natürlich nicht das angemessenen Verhalten, um den Wunsch nach einer eigenen Familie wahr werden zu lassen. Mit diesem Anliegen meldete sich Lara Weiß im Jahr 1996 bei Sigrid Schwarz. Drei Jahre, einige persönliche Kontakte und vielen, vielen Emails später hat Laura etwas erreicht, von dem sie nicht einmal zu träumen wagte: sie hat eine tragfähige Beziehung zu einem Mann aufgebaut und sie ist schwanger.

“Gesund geschrieben” Dokumentation einer Verwandlung per Email

Die gesamte Zeit dazwischen, den ganzen Email-Verkehr können Sie in dem Buch “Gesund geschrieben” nachlesen. Bisher kenne ich es so, dass Therapeuten Behandlungsverläufe aus ihrer Sicht beschreiben und veröffentlichen. Wahrscheinlich ist es ein Novum, die Veröffentlichung der Veränderung des Erlebens und Verhaltens aus Sicht der Therapeutin und der Patientin nachlesen zu können. Und zwar nicht retrospektiv – sondern es sind die Original-Emails, die über drei Jahre hin- und hergesendet wurden. Sigrid Schwarz hat auf ihrer Homepage eine Leseprobe und noch andere Texte darüber eingestellt. Das Buch ist im Selbstverlag erschienen. Sie können es bei ihr per Email bestellen oder bei Amazon. Falls Sie das Thema interessiert – ich würde sagen: das lohnt sich!

Hier geht es zum Buch bei Amazon:

Interessiert Sie auch das?

So geht’s nicht mehr weiter – jetzt ändere ich was!

Ich spürte ganz deutlich, dass da ein Zwilling war.

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14. Oktober 2011

kleine Pause gefällig?

Ich liebe Klaviermusik. Wenn ich entspannen möchte, abschalten oder mir einfach was gutes gönnen möchte, dann höre ich sehr gerne Klaviermusik. Auf youtube habe ich einen jungen Künstler entdeckt, dem ich gerne zuhöre und auch zusehe.

Ich finde ihn einfach beachtenswert. Genießen Sie PianOfreakK.

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